SEO für Bilder

Suchmaschinenoptimierung (search engine optimization, SEO) ist eine Maßnahme, die dazu dient, Inhalte im Netz auffindbar zu machen. Wer möchte, dass seine Website in den organischen Suchergebnissen weit oben gelistet wird, muss sie sowohl inhaltlich als auch technisch aufbereiten. Dieser Artikel beschreibt, was bei der Einbindung von Medien auf unserer Plattform zu beachten ist.
Um den Aufbau einer SEO-relevanten Website so einfach wie möglich zu gestalten, vergibt unser System wichtige Attribute automatisch und legt Bild-Container selbstständig an. Die folgenden Informationen stellen wir dir lediglich aus informativen Gründen bereit.

Kontext, Name und Tags

Obwohl die großen Suchmaschinenbetreiber bereits an einer automatischen Objekterkennung arbeiten, sammeln deren Bots/Crawler die meisten Informationen noch aus Bildunterschriften und Tags. Diese sollten den sichtbaren Inhalt eines Bildes in schriftlicher Form wiedergeben.

Suchmaschinen werten aus, in welchem textlichen Umfeld Bilder eingefügt werden. Das sind alle für den Nutzer sichtbaren Textpassagen rund um das Bild, inklusive der Zwischenüberschriften der umliegenden Absätze.

Der Text, der einem Bild am nächsten liegt, ist die Bildunterschrift. Sie liefert beschreibende Keywords sowie Informationen zu Autor und Quelle.

Suchmaschinen orientieren sich am textlichen Umfeld eines Bildes.
Suchmaschinen orientieren sich am textlichen Umfeld eines Bildes.
Photo: CC0, pixabay.com

Des Weiteren gibt es für Bilder spezielle Attribute, die das Ranking in den Ergebnislisten einer Bildersuche positiv beeinflussen. Sie werden im Quelltext (HTML) einer Seite gepflegt. Dieser öffnet sich nach einem Rechtsklick auf einen freien Bereich der Seite und die Auswahl „Seitenquelltext anzeigen”.

 

Dateiname

Trägt das Bild bereits vor dem Hochladen einen relevanten Dateinamen (nicht etwa DSC000465.jpg), wird dieser von Crawlern beachtet. 

Bildnamen werden mit Kleinbuchstaben und aufgelösten Sonderzeichen geschrieben. Ä wird zu ae, ß zu ss. Die einzelnen Begriffe eines Dateinamens sollten immer mit einem Bindestrich getrennt sein, nie mit einem Unterstrich. Denn nur so erkennt der Bot die Begriffe als verschiedene Wörter.

Alt-Tag

Der Alt-Tag wurde für sehbehinderte Menschen entwickelt. Vorlese-Anwendungen wie Screenreader und Voicebrowser können diese Informationen vorlesen. 

Der Alt-Tag ist ein Element des Quelltextes, wird aber offen auf der Website angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Der Alt-Tag sollte nur wenige Wörter umfassen und dem Leser genau erklären, was auf dem Bild zu sehen ist. Das wichtigste Keyword steht vorne, Keyword-Stuffing ist fehl am Platz. 

Beim Hochladen von Bildern in unserer Plattform wird der Alt-Tag analog des Titels vergeben und muss nicht separat eingetragen werden.

Title-Tag

Der Title-Tag wird angezeigt, wenn man per Mouseover über ein Bild fährt. Er ist dann von Bedeutung, wenn keine Bildunterschrift angezeigt wird. Der Title-Tag kann identisch dem Alt-Tag sein, muss aber nicht. Er kann auch zusätzliche Informationen bereitstellen, z. B. eine regionale Einordnung oder die Nennung des Fotografen.

Beim Hochladen von Bildern in unserem System wird der Title-Tag analog des Titels vergeben und muss nicht separat eingetragen werden.

Width & Height

Der Aufbau einer Webseite geht wesentlich schneller vonstatten, wenn im HTML-Code angegeben ist, in welchen Abmessungen ein Bild geladen werden soll. Dann muss der Browser nicht auf den Download der Bilder warten, ehe er die Struktur einer Seite darstellen kann. Unser System legt diese Bildcontainer im Quellcode selbstständig an.

Vorsicht: Wer einen solchen Container im Quellcode anlegt, sollte darauf achten, das Bild mit einem professionellen Bearbeitungsprogramm auf die erforderliche Größe zuzuschneiden. Ist das nicht der Fall, wird die Datei automatisch skaliert, was sehr unsauber und verschwommen aussehen kann.


Automatische Objekterkennung, uniques Bildmaterial und Links

Die aktuellen Entwicklungen zur automatischen Objekterkennung haben großen Einfluss auf die SEO von Bildmaterial. Verschiedene Algorithmen ermöglichen es Google beispielsweise, zu erkennen, ob sich auf einem Bild Personen befinden oder eine Landschaft. Die künstliche Intelligenz ist sogar schon in der Lage, kleinste Details wie Gesichtsausdrücke und Gesten zu analysieren.

Natürlich sind Suchmaschinen auch in der Lage, nach identischen Bildern zu filtern. Bei der Verwendung lizenzfreier Bilder ergibt sich dadurch ein großer Nachteil. In den allermeisten Fällen erwirbt man diese Bilder nicht exklusiv. Das bedeutet, dass mehrere Parteien ein Bild benutzen, es also nicht mehr unique ist. Deswegen werden sie von Suchmaschinen zum einen nicht mehr indexiert, zum anderen wirkt der Content rund ums Bild automatisch weniger interessant für den Crawler.

Vor der Verwendung eines Bildes lohnt sich also, zu ermitteln, ob das Bild bereits auf anderen Seiten genutzt wird. Durch eine Google-Bildersuche findet man heraus, wie oft und wo das Bild verwendet wird. Der Bild-Erwerb lohnt sich nur, wenn das Bild nicht oder kaum in einem verwandten Kontext genutzt wird. Langfristig gesehen kann man vermutlich nur noch mit eigenem Bildmaterial gut ranken.

Dieses erlebt jedoch einen rasanten Aufstieg. Je häufiger das eigene Bild auf der eigenen Website (eine URL!) verwendet wird, desto besser. Denn Bilder sind wie Links und ernten bei Mehrfachverwendung innerhalb eines Systems positive Ranking-Signale. Solange keine anderen URLs im Spiel sind, spricht man auch nicht von Duplicate Content.


So rückst du deine Bilder ins ideale Licht

  • Verwende für deine Inhalte uniques Bildmaterial, am besten selbst fotografiert und von hoher Qualität.
  • Benenne deine Bilddateien vor dem Upload in unsere Plattform.
  • Vergib beim Upload sinnvolle Bildtitel, die beschreiben, was auf deinen Bildern zu sehen ist. Füge wenn möglich einen Hinweis auf den Ort hinzu, wo das Foto entstanden ist.

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