Pilgerweg Etappe 5

WolfgangWeg Etappe 12: Mondsee - St. Wolfgang

Pilgerweg · Mondseeland
Logo SalzburgerLand - Pilgern
Verantwortlich für diesen Inhalt
SalzburgerLand - Pilgern Verifizierter Partner 
  • Europakloster, Aich 2 in St. Gilgen
    / Europakloster, Aich 2 in St. Gilgen
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
  • / Pilgergruppe mit Blick auf den Wolfgangsee (Abersee)
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
  • / St. Wolfgang, direkt am Ziel/ Wallfahrtskirche: Pilgergruppe am Pilgerbrunnen
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
  • / Wolfgang-Kirchlein am Falkenstein, St. Gilgen
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
  • / Basilika in Mondsee
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
  • / Filialkirche in St. Lorenz
    Foto: Anton Wintersteller, SalzburgerLand - Pilgern
m 800 700 600 500 400 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Wallfahrtskirche St. Wolfgang Tourismusverband St. Wolfgang Basilika zum Hl. Michael Tourismusverband MondSeeLand Gut Aich Kirche St. Lorenz
Als Königsetappe kann diese zwölfte wohl bezeichnet werden. Sie ist mit dem Mondsee und Wolfgangsee landschaftlich außerordentlich schön. Im Blick der Schafberg, markant von der Westseite geht es über den Scharflingpass zum Europakloster Gut Aich. Für angemeldete Pilgergruppen bieten die Brüder einen Pilgersegen an, auch eine Führung ist möglich. Gestärkt an Leib und Seele geht es dann über den legendenumworbenen Falkensein zum Ziel.
schwer
20,3 km
5:00 h
410 hm
348 hm
Profilbild von Dr. Peter Pfarl
Autor
Dr. Peter Pfarl
Aktualisierung: 28.03.2018
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
758 m
Tiefster Punkt
481 m

Weitere Infos und Links

Kloster Gut Aich mit Kirche und sakraler Kunst.

Falkenstein: legendenumwobene Stätten mit mystischer Stimmung.

St. Wolfgang: Hochaltar von Michael Pacher, barocke Altäre, Wolfgangkapelle

Im Ort: Romantik Hotel „Im Weissen Rössl“, Schafbergbahn und Wolfgangsee-Schifffahrt.

 

Der Weg führt zunächst auf einem asphaltierten Radweg bis Scharfling und folgend überwiegend Schotter-  Waldwege durch eine wunderbare Natur bis Ried, dann wieder Nebenstraße mit Blick auf den Wolfgangsee. 

 

Viele Einkaufs- Übernachtungsmöglichkeiten in St. Wolfgang. Es lohnt sich hier zu bleiben und erst am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Mit dem Schiff nach St. Gilgen und dem Postbus nach Salzburg.

 

Der Wolfgangsee-Pilgertag (letzter Samstag im April) mit einem Pilger-Wochenende (jeweils Fr.-So.) ist ein Treffpunkt vieler Pilger/innen aus Nah und Ferne. Ausgangs- und Endpunkt ist das Europakloster Gut Aich. www.europakloster.com

 

Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft Au 140, 5360 St. Wolfgang

Telefon +43/6138/8003

www.wolfgangsee.at

info@wolfgangsee.at

Start

Kirchenplatz in Mondsee (491 m)
Koordinaten:
DG
47.855744, 13.350868
GMS
47°51'20.7"N 13°21'03.1"E
UTM
33T 376641 5301583
w3w 
///ausgebessert.hartes.rüssel

Ziel

Kirche in St. Wolfgang

Wegbeschreibung

Vom Kirchenplatz in Mondsee wendet man sich nach Osten in Richtung See und dann gleich wieder nach rechts in die Rainerstraße, die man bis zur Einmündung in die Bundesstraße benützt. Man bleibt ein Stück auf dieser Bundesstraße und biegt in Gaisberg beim Parkplatz des links gelegenen Kaufhauses nach links in einen Weg ein, der in der Folge in eine Birkenallee übergeht. Wo diese Allee endet, überquert man die Bundesstraße und bleibt auf diesem, in der Folge als Radweg bezeichneten Weg, bis man nach ungefähr 3 km wieder zur Bundesstraße kommt. Dabei passiert man die reizvolle Kirche von St. Lorenz, die mit dem Schafberg im Hintergrund ein schönes Motiv abgibt. Weiter marschiert man entlang des Sees auf einem Radweg neben der Bundesstraße von Plomberg bis Scharfling. Hier überquert man übrigens wieder die Grenze von Oberösterreich nach Salzburg.

 

Rechts neben dem Gasthaus Scharfling führt ein Weg in ein Moorgelände hinein und steigt dann ungefähr 100 m an zum 664 m hohen Scharflingpass. Man geht auf der steilen alten Scharflingstraße, die seinerzeit bei den Autofahrern gefürchtet war. Unterwegs erinnert eine Kapelle an die Gefahren dieser Straße, aber auch daran, dass es sich um einen Pilgerweg handelt. Der Weg mündet auf der Scharfling-Passhöhe in die Bundesstraße, neben der es bergab geht. Geradeaus beherrscht das Zwölferhorn das Bild. Es folgt links der Krottensee, an dem sich der Legende nach der heilige Wolfgang oft aufgehalten und die Kröten gefüttert haben soll. Das Pulver, das man aus diesen Kröten gewann, wurde als

 

besonders heilsam angesehen. Am Gasthaus „Batzenhäusl“ und an Schloss Hüttenstein vorbei muss man ein paar hundert Meter auf der Straße gehen, dann folgt links die Abzweigung nach Fürberg, und nach wenigen Schritten erreicht man das Europakloster Gut Aich, wo man sich an der Pforte melden kann, wenn man den Pilgersegen empfangen will.

 

Das Europakloster Gut Aich ist eine Neugründung der letzten Zeit, und zwar aus dem Jahr 1993. Acht Mönche leben hier nach der Regel des heiligen Benedikt. Sie entfalten eine reiche spirituelle und kulturelle Tätigkeit auf vielen Gebieten. Der Prior, Pater Johannes Pausch, ist auch Psychotherapeut und erfolgreicher Buchautor. Man kann sagen, dass das Kloster auf dem Pilgerweg ein Segen für die ganze Region ist. Sehenswert ist die Kirche, die einer der Mönche künstlerisch ausgestattet hat.

 

Von Aich geht es weiter hinunter zum See. Man muss dabei nicht ständig auf dem Asphalt gehen, sondern kann am Beginn des Waldes einen seitlichen Pfad einschlagen, der entlang eines Baches in dieselbe Richtung leitet. Den See erreicht man an einer besonders reizvollen Stelle, an der Bucht von Fürberg. Nach rechts ginge es zum Gasthaus „Fürberg“. Der Name kommt davon, dass man sich hier „vor dem Berg“ befindet, nämlich vor dem 795 m hohen Falkenstein. Der Weg beginnt auch bald kräftig anzusteigen und wird dann sehr steil, ein richtiger Bußweg. Es ist die letzte Prüfung für den Pilger, bevor er sein Ziel erreicht. Oben kommt er zur Kreuzigungskapelle, wo die Steine, welche die Pilger aus Buße hier heraufschleppten, bereits auf einem großen Haufen zusammenliegen. Kurz darauf steht er in einer Lichtung des Waldes vor der an den Felsen gebauten Falkensteinkirche.

 

Nachdem wir die Kirche besucht haben, durch den sagenhaften Durchkriechstein geschlüpft sind, die Wunschglocke betätigt haben und an der Quellkapelle das vom heiligen Wolfgang hier aus dem Felsen geschlagene Wasser als Heilmittel für die Augen benützt haben, steigt der Weg noch einmal an bis zum höchsten Punkt, jener Stelle, wo der heilige Eremit vom Teufel bedrängt worden war. Man

 

geht etwas vor zur Hacklwurfkapelle, wo St. Wolfgang der Legende nach sein Beil ins Tal schleuderte. Dies ist ein überaus bedeutsamer Platz, nämlich der, an dem die Pilger seit eh und je zum ersten Mal den ersehnten Blick auf ihr Ziel, die Kirche von St. Wolfgang, werfen können. Man kann leicht nachfühlen, warum sich viele hier vor Freude umarmten und auf die Knie fielen.

 

Der Weg fällt nun steil ab. Nach der Rastkapelle, bei der ein Stein die Abdrücke des sitzenden Einsiedlers wiedergeben soll, hört der Wald auf , und wir begeben uns in die Gefilde von Ried, des Vorlandes von St. Wolfgang, das noch zum Bundesland Salzburg gehört. Die Grenze zu Oberösterreich liegt unmittelbar vor dem Ort.

 

Wir kommen am Leopoldhof vorüber, einer gastlichen Stätte, wo sich die Pilger nach den Strapazen des Falkensteins noch einmal stärken können. Kurz darauf gabelt sich die Straße. Man kann entlang des Sees nach St. Wolfgang gehen oder den alten Pilgerweg benützen, der über die Anhöhe führt und schöne Ausblicke bietet. Nach etwa 3 km ist St. Wolfgang erreicht, der Endpunkt der langen Pilgerfahrt, die wunderbare Kirche des heiligen Wolfgang.

 

St. Wolfgang ist ein bedeutender Tourismusort, der mit Attraktionen wie dem berühmten Hotel zum „Weißen Rössel“ und der Zahnradbahn auf den aussichtsreichen Schafberg punktet. Allein die prächtige Landschaft mit dem freundlichen See lohnt schon einen Besuch und Aufenthalt. Der kulturelle Höhepunkt ist freilich die Kirche mit ihren großartigen Kunstschätzen, dem, wie man sagt, schönsten Flügelaltar, den Michael Pacher 1471 – 1481 geschaffen hat, und mit einer Reihe von barocken Altären. Der Pilger, der die Spuren des heiligen Wolfgang sucht, wird hoch belohnt. Er findet den Gnadenaltar in der Mitte der Kirche und vor allem den intimen Raum der Wolfgangkapelle mit einem sagenumwobenen Felsen, der Zelle des Heiligen und einem kostbaren Altar. Weitere Erinnerungsstücke an den Heiligen und an die Wallfahrt werden in der sogenannten Schatzkammer aufbewahrt.

 

Viele Nächtigungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl. Die Kurdirektion ist bei der Suche gerne behilflich (Tel. 0043/(0)/6138/2239).

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
47.855744, 13.350868
GMS
47°51'20.7"N 13°21'03.1"E
UTM
33T 376641 5301583
w3w 
///ausgebessert.hartes.rüssel
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

- Buch „Der Wolfgangweg“ von Dr. Peter Pfarl, Tyrolia Verlag

- Broschüre, Wegbegleiter zum Wolfgangweg (www.altoetting.de)


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
20,3 km
Dauer
5:00h
Aufstieg
410 hm
Abstieg
348 hm
Etappentour

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
 Hm
 Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.