Fernwanderweg empfohlene Tour Etappe 23

Salzburger Almenweg - Etappe 23: Hofpürglhütte – Gerzkopf – St. Martin

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  • Gerzkopf mit "Schwarzer Lacke"
    Gerzkopf mit "Schwarzer Lacke"
    Foto: Christine Schober, Tourismusverband Filzmoos
m 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Hofpürglhütte Arzbergalm Schäferhütte Sulzkaralm

Wer einen Wunsch hegt, sollte ihn heute in den Wind sprechen.

mittel
Strecke 19,7 km
8:30 h
589 hm
1.335 hm
1.716 hm
949 hm

Die Wanderung von der Hofpürglhütte über die Sulzkaralm bis nach St. Martin am Tennengebirge ist traumhaft schön und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Gosaukamm, das Tennengebirge bis hin zu Hochkönig und den Hohen Tauern. Zudem führt sie über einen ganz besonderen Gipfel: Der 1.728 Meter hohe Gerzkopf zählt zu den 17 Filzmooser Kraftplätzen. Auf seinem Gipfelplateau, auf dem sich die Grenzen von drei Pongauer Gemeinden treffen, steht eine Wunschglocke: Wer diese läutet – übrigens eine alte Kirchenglocke aus Eben – darf einen Wunsch in den Wind sprechen und darauf hoffen, dass dieser in Erfüllung geht. Auch sollte unbedingt ein Blick in die 100 Jahre alte Schäferhütte geworfen und eine kleine Rast an der sagenumwobenen „Schwarzen Lacke“ gemacht werden. Am Ende der Etappe wird in dem hübschen Ort St. Martin am Tennengebirge genächtigt. Hier lohnt am Abend noch ein Besuch der gotischen Pfarrkirche. Wer sich hingegen nach Abkühlung sehnt, der genehmigt sich eine abendliche Schwimmrunde im Seepark in St. Martin.

 

 Am Wegesrand

Unterhalb des Gipfels des Gerzkopfes befindet sich mit dem Gipfelmoor „Europa- und Naturschutzgebiet Gerzkopf“ ein äußerst seltenes und fragiles Höhenbiotop: Viele gefährdete Tierarten wie verschiedene Libellenarten, etwa die Alpenmosaik-Jungfer oder die Quergestreifte Quelljungfer, haben hier ebenso ihren Lebensraum wie Weißrückenspechte, Auerhähne und Baumpieper. Die „Schwarze Lacke“, wie der kleine Tümpel auch heißt, soll aber noch ein anderes Geheimnis in sich bergen: Der Sage nach liegt auf seinem Grund ein goldener Wagen samt Schatztruhe.

 

Abseits des Weges

Auf dem Salzburger Almenweg begegnen Wanderer allerorts Marterln und Bildbäumen. Was es damit auf sich hat? Nun, Bildbäume sind kleine Flurdenkmäler und manchmal echte Juwelen: Dabei handelt es sich meist um kleine Skulpturen, von Hand bemalte Holztafeln, Kreuze etc. an Bäumen, die auf die persönliche Geschichte desjenigen hinweisen, der das Denkmal anbringen hat lassen. Das Wort „Marterl“ leitet sich von Marter, also Qual oder Pein ab. Auch das sind Bildstöcke und Flurdenkmäler: Sie sind mit christlichen Attributen ausgestattet und wurden als Erinnerung oder zur Danksagung errichtet.

Autorentipp

Vom Austriaweg von der Hofpürglhütte zur Sulzkaralm hat man an guten Tagen eine fantastische Fernsicht von bis zu 130 Kilometern. Von hier aus blicken Wanderer bis zu den Hohen Tauern mit den höchsten Bergen Österreichs und weiter bis zu den Kitzbüheler Alpen.
Profilbild von Filzmoos Tourismus
Autor
Filzmoos Tourismus
Aktualisierung: 31.05.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.716 m
Tiefster Punkt
949 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeiten

Hofpürglhütte
Sulzkaralm
Arzbergalm
Schäferhütte

Sicherheitshinweise

Damit Ihr Tag in den Bergen auch wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, geben wir Ihnen einige Tipps, damit Sie sicher in den Bergen unterwegs sind.

Weitere Infos und Links

Alle weiteren Informationen rund um den Salzburger Almenweg finden Sie hier.

Start

Hofpürglhütte (1.705 m) (1.696 m)
Koordinaten:
DD
47.482326, 13.519156
GMS
47°28'56.4"N 13°31'09.0"E
UTM
33T 388436 5259828
w3w 
///ausgehändigt.ankündigt.pacht

Ziel

St. Martin (949 m)

Wegbeschreibung

Von der Hofpürglhütte führt der Almenweg auf dem Austriaweg in westliche Richtung. Nach 2,5 Kilometern auf diesem Höhenweg erfolgt der Abstieg zur Sulzkaralm, der zertifizierten Almsommerhütte von Familie Ebner, die für ihre Käsejause bekannt ist. Von der Zufahrtsstraße zur Alm führt ein kleiner Fußweg als Abkürzung zur tieferliegenden Straße, die zur ebenfalls bewirtschafteten Arzbergalm führt. Knapp vor der Hütte zweigt der Almenweg rechts ab, um sogleich einem Fußweg linkerhand bergauf in den Wald zu folgen. Achtung: Da an der Kreuzung mehrere Wanderwege aufeinandertreffen, sollte man hier aufmerksam bleiben.

 

Nach rund 700 Metern nach der Kreuzung geht der Weg in eine Forststraße über und zweigt an der nächsten Kreuzung zum Langeggsattel hinauf ab. Oben angelangt erblicken Wanderer ein Marterl und zwanzig Meter weiter einen Bilderbaum.

Ab hier beginnt nun der etwas anstrengendere Teil der Etappe mit dem Aufstieg auf die Gsengplatte und dem Gerzkopf. Von der relativ flachen Gsengplatte geht es noch einmal bergab zur Schäferhütte. Schäferin Gitti Oberländer und ihr Hund Finn haben rund 320 Schafe von 27 Bauern unter ihrer Obhut, die den Sommer auf den Hängen des Gerzkopfs verbringen. In der rund 100 Jahre alten Schäferhütte bereitet die Schäferin kleine Jausen für Wanderer zu.

200 Meter nach der Schäferhütte führt der Almenweg auf einem recht steinigen Steig rechterhand hinauf zum Gerzkopf. Vorbei am Hochmoor „Schwarze Lacke“ geht es durch zum Teil dichten Latschenbewuchs zum Gipfel. Da es am Gerzkopf viele Moore und Lacken gibt, können die Wege teils matschig sein: Tritt- und wasserfestes Schuhwerk ist von Vorteil.

Nach einer Rast und dem Läuten der Wunschglocke auf dem Gipfel erfolgt der Abstieg vom Gerzkopf in Richtung Westen und führt über die St. Martiner Platte durch den Märchenwald mit seinen alten, rübenförmigen Taxen (alte Fichten) zum Hüttlboden. Auch hier trifft man öfter auf Schafe, die im Frühling von den umliegenden Bauern aufgetrieben werden.

Durch den Ameisenwald mit seinen vielen Ameisenhaufen führt der Weg vorbei an zwei alten Jagdhütten bis zum Höllbrand. Von der privaten Höllbrand-Hütte hat man einen herrlichen Blick auf das Aktivdorf St. Martin mit Seepark, den dahinter liegenden Ostermais und schließlich auf das mächtige, alles überragende Tennengebirge. Nach wenigen Minuten lädt die gemütliche Jausenstation Höllalm dazu ein, die leeren Speicher wieder aufzuladen. Nach ca. einer halben Stunde Abstieg erreicht man den Ortskern des Aktivdorfs St. Martin am Tennengebirge.

 

Einkehr und Übernachtungsmöglichkeit: 

Sulzkaralm, (1.543 m) (nach ca. 1 Stunde), Juni bis September, T. +43 6453 8516 E/Almsommerh 

Arzbergalm, (1.345 m) (nach ca. 1,5 Stunden) Juni bis September, T. +43 664 4545581 E 

Schäferhütte Gerzkopf (1.608 m) (nach ca. 4,5 Stunden), Juni bis September, T. +43 664 559 01 00 E 

Höllalm (1.150 m) (nach ca. 7,5 Stunden), Juni bis September, T. +43 6463 7405 E 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Für die öffentliche Anreise per Bahn empfehlen sich die Bahnhöfe in Eben im Pongau (11 km), Radstadt (18 km) oder Bischofshofen (30 km). Von hier geht es per Postbus, Taxi oder mit dem Bahnhofsshuttle weiter nach Filzmoos.

Anfahrt

 

 

Parken

Wer mit dem eigenen Auto anreist, kann dieses in Filzmoos auf einem der markierten, kostenpflichtigen Parkplätze parken. Die Tages-Parkgebühr beträgt € 3,50 pro PKW. Bitte vergessen Sie nicht, zur eigenen Sicherheit die „Salzburger Almenweg“-Parkscheibe aus der Broschüre im Auto zu hinterlegen.

Koordinaten

DD
47.482326, 13.519156
GMS
47°28'56.4"N 13°31'09.0"E
UTM
33T 388436 5259828
w3w 
///ausgehändigt.ankündigt.pacht
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Broschüre für den Salzburger Almenweg kostenlos bei Filzmoos Tourismus erhältlich.

Kartenempfehlungen des Autors

Kartenmaterial für den Salzburger Almenweg kostenlos bei Filzmoos Tourismus erhältlich.

Ausrüstung

Hier finden Sie alles rund um den passenden Wanderschuh, die perfekte Ausrüstung und die richtige Geh-Technik.


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
19,7 km
Dauer
8:30 h
Aufstieg
589 hm
Abstieg
1.335 hm
Höchster Punkt
1.716 hm
Tiefster Punkt
949 hm
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Karten und Wege
  • 4 Wegpunkte
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