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Wanderung Etappe

Winterberger Hochtour - WHT (Etappe 3) von Altastenberg nach Siedlinghausen

Wanderung · Sauerland
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Ferienwelt Winterberg Verifizierter Partner 
  • Eschenplatz in Siedlinghausen
    / Eschenplatz in Siedlinghausen
    Foto: Ronja Henke, Ferienwelt Winterberg
  • /
    Foto: Sabine Risse, Ferienwelt Winterberg
Karte / Winterberger Hochtour - WHT (Etappe 3) von Altastenberg nach Siedlinghausen
300 450 600 750 900 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Tourist-Information Altastenberg Jagdschloss Siedlinghausen Meisterstein

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Wir wandern die dritte Etappe der Winterberger Hochtour. Die Strecke führt uns von Altastenberg, höchstes Dorf in Westfalen über Silbach nach Siedlinghausen.
mittel
9,1 km
2:35 h
119 hm
448 hm
Auf unserer Tour lernen wir zwei Dörfer kennen: Silbach und Siedlinghausen. Unser erstes Ziel ist Dorf und Bergfreiheit Silbach, welches als Hofstätte schon im 13. Jahrhundert (als Sylbeke) erwähnt wurde. Bedeutung gewinnt die Ansiedlung im 16. Jahrhundert, als dort Silber- und Blei-Erze geschürft wurden. Nach Erschöpfung der Vorkommen wurde der Erzbergbau von der Schiefergewinnung unter Tage abgelöst; und auch diese ist inzwischen eingestellt. Der schmucke Ort hat dann an der im Sauerland üblichen Hinwendung zum Fremdenverkehr teilgenommen und 1973 im Dorfwettbewerb Bundesgold errungen. Ein paar Kilometer weiter wartet das Dorf Siedlinghausen auf uns. Das ehemalige Kirchdorf Neger gehörte zu einer ganzen Reihe von Dörfern, die wüst gefallen sind. Die vier Täler im heutigen Stadtbereich Winterbergs hatten bis ins 14./15. Jahrhundert eine beachtliche Siedlungsdichte. Historiker sehen als Gründe für das Verlassen der Siedlungen klimatische Veränderungen (kältere und längere Winter ab etwa 1300), heftige Fehden des Landadels, unter denen die bäuerliche Bevölkerung zu leiden hatte, und die Anziehungskraft der im 13. Jahrhundert gegründeten Städte (Winterberg um 1265) an. Mit Neger (Neyere) am Flusse gleichen Namens ist auch ein Kirchdorf verlassen worden.

Im Tal der Neger und Namenlose stießen bei Siedlinghausen bis zu den Gründungen der Reiche des Mittelalters drei germanische Gaue zusammen. Es gibt Hinweise, dass das Gebiet schon in keltischer Zeit besiedelt war. 1314 sind dann Hofstätten in Selinchusen erwähnt. Der Zuzug aus einigen Wüstungen im Bereich der Negerkirche – um 1300 selbständige Pfarrei – hat den Ort zum Dorf werden lassen, in dem die Eisenverarbeitung zuhause war. Erst 1920 wird die Gemeinde zur selbständigen Pfarrei erhoben. Bis in unsere Tage dominiert der Handel, der den Ort zum „Kaufhaus des Sauerlandes“ aufstuft. Das heute 2.300 Einwohner-Dorf ist Teil der Stadt Winterberg geworden, bleibt aber um das ihm eigene Image bemüht. Die Kirche in der Ortsmitte ist insofern sehenswert, als es hier gelungen ist, neben dem alten Turm ein neues Kirchenschiff zu integrieren. Sie ist ein gutes Beispiel, wie mit heimischem Baumaterial alte Substanz erhalten und die angefügten neuen Teile den heutigen Forderungen entsprechend harmonisch angefügt werden können.

 

outdooractive.com User
Autor
Sabine Risse
Aktualisierung: 25.04.2017

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Höchster Punkt
779 m
Tiefster Punkt
449 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Kleines Hotel Wemhoff

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, Kleidung entsprechend der Witterung und Jahreszeit.

Weitere Infos und Links

Wanderkarte Winterberg 1:25.000, Hrsg. Tourist-Information Winterberg

Start

Haus des Gastes in Altastenberg (778 m)
Koordinaten:
Geographisch
51.190884, 8.467377
UTM
32U 462779 5671187

Ziel

Eschenplatz mit Haus des Gastes

Wegbeschreibung

Wir starten vom Haus des Gastes in Altastenberg und folgen dem X27 bis wir wieder auf die Beschilderung der WHT treffen. Dieser folgen wir bis zum Jagdschloss Siedlinghausen. Die vom Jagdschloss Siedlinghausen (550 m) an auch mit Sh3 (Siedlinghausen3) markierte Winterberger Hochtour (WHT) führt uns  100 Höhenmeter bergan zum Sattel zwischen Himmelskrone und Steinberg. Geschichtskundige merken gleich, dass sie hier auf einem alten Weg wandern, es ist der Kirchweg von Silbach zur untergegangenen Negerkirche. Östlich der Himmelskrone erreichen wir den Friedrich-Wilhelm-Grimme-Weg X27 des Sauerländischen Gebirgsvereins. Hier hat er etwa 600 m Gleichlauf mit dem Rothaarweg X2, der uns steil hinunter nach Silbach führt.

Von der Ortsmitte aus folgen wir der Markierung "waagerechter weißer Strich". Sie führt uns über die Straße Stollenweg zur Straße Auf der Kamer und zum Sportplatz. Nach rechts wandern wir um den Sportplatz herum und durch die Freizeitanlage Auf der Kamer aus dem Dorf hinaus. Ein schmaler, malerischer Fußweg leitet uns - immer am Bach Namenlose entlang - nach Siedlinghausen. Die Namenlose heißt eigentlich Lameloofe, das bedeutet "lehmführender Bach". Sie mündet in Siedlinghausen in die Neger. Wir gelangen zum Eschenplatz mit Haus des Gastes und haben somit das Ziel der Tour erreicht.

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Winterberg aus erreichen Sie Altastenberg mit der Buslinie S40 Richtung Schmallenberg.

Anfahrt

Altastenberg erreichen Sie von Winterberg aus über die B480 bis Abzweig Altastenberg/Kahler Asten weiter auf L640 bis Altastenberg.

Parken

Parken können Sie in Altastenberg kostenlos. Zum Beispiel auf dem P1 Kapellenhang, von hier aus sind es ca. 800 m bis zu unserem Startpunkt.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
9,1 km
Dauer
2:35 h
Aufstieg
119 hm
Abstieg
448 hm
Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

: h
 km
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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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