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Themenweg

Albaum: „Über versunkene Schlösser und durch wilde Klippen“

Themenweg • Sauerland
  • Grenzstein
    / Grenzstein
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Kriegerweg
    / Kriegerweg
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • heimelige Pfade
    / heimelige Pfade
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Albaumer Klippen
    / Albaumer Klippen
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Wegezeichen weißes Dreieck
    / Wegezeichen weißes Dreieck
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Wanderzeichen Rothaarsteig Zugangsweg
    / Wanderzeichen Rothaarsteig Zugangsweg
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Wegezeichen Rechteck
    / Wegezeichen Rechteck
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Wegezeichen A 2 (Rundweg)
    / Wegezeichen A 2 (Rundweg)
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Albaumer Kyrill-Denkmal
    / Albaumer Kyrill-Denkmal
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • Blick über das Kirchhundemer Land
    / Blick über das Kirchhundemer Land
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
  • /
    Foto: Susanne Kues-Gertz, Tourist-Information Lennestadt-Kirchhundem
Karte / Albaum: „Über versunkene Schlösser und durch wilde Klippen“
150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10 12 14 Religiöse Einrichtung Blick auf Albaum Albaumer Klippen
Wetter

Ein schöner sagenumwobener und geschichtsträchtiger Weg durch schützenswerte Natur (Naturschutzgebiete Krähenpfuhl und Albaumer Klippen).
mittel
14,8km
4:10
372m
377m
alle Details
Durch rauschende Wälder, quellende Bäche vorbei an sagenumwobenen Orten, wilden Kiippenformationen und der Wallfahrtskirche Kohlhagen - eine durchaus abwechslungsreiche und informative Rundtour mit genüßlicher Einkehrmöglichkeit.

Autorentipp

Dorfladen Albaum, Bauernhof-Café Gut Ahe, Wallfahrtskirche Kohlhagen; Landesfischerei-Anstalt NRW in Albaum; Sage vom "Versunkenen Schloss", Naturschutzgebiete Krähenpfuhl und Albaumer Klippen
outdooractive.com User
Autor
Susanne Kues-Gertz
Aktualisierung: 29.07.2016

Schwierigkeit mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
559m
351m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

RundtourRundtour
EinkehrmöglichkeitEinkehrmöglichkeit
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights

Weitere Infos und Links

Die „Albaumer Klippen“ , ein rund 750 m langer, als Nuturschutzgebiet ausgewiesener Felsrücken, ist das wohl eindrucksvollste Zeugnis des Unterdevons vor rund 480 Mio. Jahren. Die gewaltigen Felsen bestehen aus Quarzkeratophyr, einem rötlichen, aus dem Magma der Vulkane hervorgegangenen Gestein, welches in der regionalen Baukultur für lange Zeit eine besondere Rolle spielte. Ihr heutiges Aussehen erlangten die Klippen erst während des Eiszeitalters. Durch Frostsprengung entstanden am Fuß der Klippen bis zu 50 m breite Blockhalden, teils austonnenschweren Felsblöcken, teils aus kopfgroßem Geröll. Auf den Klippen und Blockhalden findet sich eine einzigartige Moos-, Farn- und Flechtenvegetation, so dass sie nicht betreten werden dürfen. Dieser Wanderweg führt unmittelbar an das Schutzgebiet heran und gestattet Einblicke in dieses ungewöhnliche Naturerbe.

Das Betrten der Klippenformation ist untersagt.

Die Sage von den Schanollen

In Nieder- und Oberalbaum kommt man auf einem Fußpfad an den teilweise dreißig Meter hoch aufragenden Albaumer Klippen vorbei, fünfzehn mächtigen, sich durch die Grauwacken durchdringenden Porphyrfelsen.

Schanollenhäuschen; An ihrer oberen Hälfte entspringt die Schanollenquelle und liegt das Schanollentor mit dem Schanollenhäuschen. Das Schanollentor war ehemals ein steinerner Halbrundbogen, der heute nicht mehr zu sehen ist. Das Schanollenhaus ist ein aus Felsen bestehender Unterstand, in dem ein Mann Platz finden kann.

Dort und in ihren anderen schwer zugänglichen Höhlen hausten die Schanollen, kleine Zwerge und Kobolde. Lange Zeit erwiesen sie den Albaumern so manchen Dienst. So war es nicht ungewöhnlich, daß die Ställe gereinigt, das Vieh versorgt und die Kühe gemolken waren, ohne das der jeweilige Bauer auch nur einen Finger krumm gemacht hatte.

Dies und andere Taten vollbrachten die Schanollen häufig auf die Hof der Familie Hellermann (Haus Mertens), da dieser Hof für die Schanollen am nächsten lag. Von dort aus zogen sie dann durch Kleff und Kellerberg nach Oberalbaum. So hilfreich wie die Schanollen sein konnten, ließen sie es andererseits nicht zu, daß man in ihr geheimnisvolles Reich auf den Klippen vordrang.

Doch eines Tages stieg ein holderbluhendes Mädchen die Albaumer Klippen empor. Beim Blumenpflücken vergaß sie bald Weg und Steg und ging immer tiefer in das Reich der Schanollen hinein. Seitdem wurde das Mädchen nie wieder gesehen und auch die Schanollen bleiben verschwunden. Mächtige Felsstücke waren an der Stelle herabgestürzt, an der das Mädchen zuletzt geweilt hatte. Dichtes Felsgewirr versperrt die Höhlen der Hollen und so manche Arbeit mußte an einem harten Tag liegen bleiben, weil die Schanhollen ihre Hilfe versagten.

Nur manchmal kann man eine weiße Gestalt auf den Klippen wandeln sehen, die hilfesuchend die Hände ringt und leise klagt und weint.

(in Anlehnung an überlieferte Geschichten aus dem Sauerland)

 

Die Sage vom Krähenpfuhl

In alter Zeit soll beim Krähenpfuhl ein Schloss gestanden haben, das von einem gottlosen wüsten Ritter bewohnt wurde. Durch seine Jäger ließ er Frauen und Mädchen rauben und auf sein Schloss schleppen. Eines dieser Mädchen, Christine Rohen aus Albaum, leistete ihm unüberwindlichen Widerstand. Er wollte sie aber zwingen, wie man einen Fuchs oder Falken zähmt. Tag und Nacht stiegen die Tränen und Klagen des Mädchens um Schutz und Hilfe zum Himmel. Der christliche Glaubensbote, der Christine getauft hatte, stieg kühn zum Schloss empor und hielt dem Ritter seine Frevel vor. Der aber lachte nur über die Warnungen und Drohungen des Gottesmannes und ließ ihn mit Hunden aus der Burg hetzen. Spät am selben Abend bebte der Stüvelhagen in seinen Grundfesten. Ein grollendes Unwetter stieg rasch empor und ließ die Erde unter wuchtigen Schlägen Wanken. Grelle Blitze umzüngelten das Schloss, leckten an Tür und Tor und schmolzen die Riegel. Mit fliegenden Haaren floh Christine aus dem Kerker und sprang in den breiten, die Burg umgebenden Graben. Das brennende Schloss wankte und sank in die Fluten, die Mann und Maus verschlangen. Am anderen Morgen wogten die Wellen an der Stelle, wo zuvor die Burg gestanden, und auf dem Wasser trieb der Körper des entführten Mädchens. Als die entsetzten Eltern, die herbeigeeilt waren, ihr Kind herausgezogen und auf den Rasen gelegt hatten, schlug es die Augen auf und sprach: „Weine nicht, Mutter, der Ritter tat mir nichts!“ Dann hauchte es seine engelreine Seele aus. Der Leichnam Christinas wurde in Kirchhundem begraben, wo man ihn später beim Bau der alten Kirche unverwest gefunden hat.

Es wird vermutet, dass sich in der Sage die Erinnerung an eine in früher Zeit hier am Krähenpfuhl geschehene Bluttat an einer jungen Frau zeigt. Im Laufe von Generationen könnte sich die Erzählung durch Ausschmückungen dahin verändert haben, dass aus einer Fuhrmannsgaststätte, die vormals hier gestanden haben mag, ein Schloss und aus dem Mörder ein Raubritter wurde.

(Quelle: Josef Rinscheid. Geschichte der Pfarrei Kohlhagen. Olpe 1933. Johannes Neuhaus-Dobbener: Überlieferungen aus dem Flape- und Albäumertal, insbes. über die Sage vom Krähenpfuhl. Heimatstimmen aus dem Kreise Olpe, 11. Folge 1953. S. 704ff. )

 

„Richtplätzchen“

 Im Sommer 1985 wurde von den Archäologen des Amtes für Boden- und Heimatpflege dieser Richtplatz ausgegraben. Gestützt wird das durch die Heidtschötter Jagdkarte von 1743 und durch Ausgrabungsfunde.

Die Nähe des alten Kriegerweges, die Erhöhung und der weite Einblick auf die ehemalige Richtstätte, sowie die Nähe des Galgenberges, die „Vier Linden“, der Gerichtsort der Vasbach, lassen keinen Zweifel darüber, dass die unbekannten Erbauer sich diesen erhöhten Ort ausgesucht haben, um Einheimische und vor allen Reisende auf dem Kriegerweg abzuschrecken.

Vieles deutet auch darauf hin, dass an dieser Stelle Trine Prinz aus Oberalbaum am 23.Oktober 1681 hingerichtet wurde.

Die 21jährige Magd hatte ihr Kind nach der Geburt getötet. Das Schöffengericht des Amtes Bilstein verurteilte nach 33tägiger Haft und Untersuchungen Trine Prinz zum Tode durch das Schwert. Das Urteil wurde sofort vom Scharfrichter aus Olpe vollstreckt. Im Sterberegister der Pfarrei St. Peter und Paul zu Kirchhundem ist als Ort des Todes „Doitmecke“ angegeben, als Tag des Begräbnisses der 23.Oktober 1681 und als Todesursache „…ist wegen Kindesmord geköpft worden“. Heute heißt die Flurbezeichnung an der wir jetzt stehen „In der Deitmicke“.

 

Start

Albaum: Nieder-Albaum, Parkplatz an der Kirche (374 m)
Koordinaten:
Geogr. 51.063128 N 8.116562 E
UTM 32U 438094 5657216

Ziel

Albaum: Nieder-Albaum, Parkplatz an der Kirche

Wegbeschreibung

Ab dem Startpunkt an der Kirche in Nieder-Albaum führt die Wanderstrecke zunächst über den ehem. Kirchweg (Kreuzweg) Albaum - Kirchhundem bis zum "Richtplätzchen" (Wegeweiserstandort). Ab dem Richtplätzchen geht es über den sog. Kriegerweg (Wegemarkierung"Dreieck" ) durch das Naturschutzgebeit Krähenpfuhl und über das "Versunkenen Schloss" (Informationstafeln) gen Süden bis der Weg auf den Rothaarsteig-Zugangsweg (gelbe Markierung mit liegendem R) stößt. An dieser Wegekreuzung bietet sich die Gelegenheit zur Einkehr im Bauernhof-Café Gut Ahe (Tel.: 02723-3251; kurzer Abstecher rd. 600 m in Richtung Wirme). Die Wanderung folgt dem Rothaarsteig-Zugangsweg Richtung Heinsberg. Nach der Überquerung der "Lütke Aa" folgt die Tour dem Wegezeichen "weißes Rechteck" gen Norden nach Ober-Albaum (2,2 km). Ab Ober-Albaum folgt die Wanderstrecke  ca. 1,5 km dem Wegezeichen  Richtung Heinsberg bis zu den "Albaumer Klippen" (Informationstafel). Nun geht es zunächst ca. 400 m auf dem gleichen Wanderweg bis zum Wegweiserpfosten Albaumer Klippen Nord zurück und ab diesem Kreuzungspunkt folgt die Tour dem Wanderweg A 2  über Böminghausen (1,4 km; einkehrmöglichkeit: Waldhotel Einstein, Tel.:  02723 72792) zurück zum Ausgangspunkt in Nieder-Albaum ( ca. 2,8 km) .

Öffentliche Verkehrsmittel:

R 93 (Lennestadt-Altenhundem - Kirchhundem-Heinsberg)

Anfahrt:

Parken:

Parkplatz an der Kirche in Nieder-Albaum

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte lennestadt & Kirchhundem, 1:25.000; Bezug: Tourist-Information Lennestadt & Kirchhundem, Hundemstr. 18, 57368 Lennestadt; 02723 608800, info@lennestadt-kirchhundem.de, www.lennestadt-kirchhundem.de

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Schwierigkeit mittel
Strecke 14,8 km
Dauer 4:10 Std.
Aufstieg 372m
Abstieg 377m

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Wetter Heute

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