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Alpinwanderrouten

Gipfelerlebnis T4 - Piz Gannaretsch

Alpinwanderrouten · Graubünden
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Sedrun Disentis Tourismus Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Piz Gannaretsch, links vom Gletscher
    / Piz Gannaretsch, links vom Gletscher
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Gletschervorfeld
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Ein Blick zurück zum Nalps Stausee
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Am Gletscherrand aufwärts
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Der Gipfel rückt näher
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / über den steinigen Grat zum Gipfel
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Gipfelkreuz Blick Richtung Westen mit Galenstock
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Lai Verd
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / steiniger Abstieg mit Blick auf Piz Rondadura
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Lai Blau. Im Nebel Stausee Santa Maria erkennbar
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
  • / Lai Blau
    Foto: Heidi Meier, Sedrun Disentis Tourismus
2100 2400 2700 3000 3300 m km 2 4 6 8 10

Diese alpine Wanderung wird uns auf einen aussergewöhnlichen Gipfel bringen, der die Dreitausendermarke  knackt 

mittel
12,1 km
5:00 h
1110 hm
1159 hm

Wir  lassen uns mit einem Taxi in die Val Nalps bis zum Stausee bringen. Die Val Nalps war früher eine einsame aber fruchtbare Alp, bis in den Sechzigerjahren die Baumaschinen auffuhren und eine Talsperre gebaut wurde. Der Stausee gehört zum Kraftwerk Vorderrhein,  welches  seither Strom in unzählige Haushalte liefert.  

Wir beginnen unsere Tour etwas oberhalb des Stausee`s, zuerst ganz gemächlich auf einem markierten Wanderweg. Doch auf der Höhe der Alphütte verlassen wir diesen Weg und wir suchen die Wegspuren, die uns in südlicher Richtung, paralell zum Stausee ins Tal hinein führen. Links über uns hängen schroffe Felsen, unter den Schuhen haben wir  Alpweiden und immer wieder queren wir kleine Gräben oder Bäche. Beim Stavel da nuorsas erreichen wir ein Moräne die sich ziemlich lang hochzieht. Auf dieser gewinnen wir schnell an Höhe und wir gelangen immer mehr in das Gletschervorfeld des "Glatscher da Gannaretsch"  Es ist entweder rutschig oder wir überwinden vom Eisstrom abgeschliffene Felsen, zwischendurch treffen wir auf kleine Seelein und moosige Flächen.

Wir halten auf den Gletscher zu und bleiben auf der rechten Seite  des Eises. Vorsicht ist geboten. Im Frühsommer finden wir noch Firn vor, der uns den Aufstieg etwas erleichtert, später ist der Gletscher grösstenteils aper.  Wir erreichen die Fuorcla Gannaretsch. Auf einem Grat überwinden wir die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel. Er ist anspruchsvoll. Lockere Steine erschweren den Aufstieg. Doch dann sind wir oben und rundherum ist nur noch Luft!  

Bis zur Fuorcla müssen wir den gleichen Weg wieder hinunter. Dann durchwandern wir spärliche Wiesen und zum Teil sehr steiniges Gelände. Es ist eine  karge Landschaft. Beim "Lai verd", der wirklich grün ist, gehen wir vorbei. Unser nächstes Ziel ist der Punkt 2723 den wir ereichen müsssen, um bis zum Lai Blau abzusteigen. Die Vegetation nimmt  zu, und wir treffen wieder auf Wegspuren, die zum "La blau" hinunter führen. Er ist wirklich blau. Im Sommer gibts nur eins gegen müde Glieder: Ein Sprung ins frische Wasser! Im Herbst bleiben wir lieber trocken und suchen uns ein schönes Plätzchen am Ufer des See`s. 

Der Rest der Tour, wieder auf weiss-rot markiertem Wanderweg über die Alp Rondadura bis zur Lukmanier Passstrasse, ist gemütlich und aussichtsreich. Sobald wir den Stausee Santa Maria sehen, ist es nicht mehr allzu weit. Das Postauto bringt uns nach Disentis und der Zug wieder nach Sedrun zurück. 

Wichtig: Ab Mitte Oktober fahren keine Postautos mehr zum Lukmanierpass.

 

Autorentipp

Sollten Sie unterweg Kristalle finden, dürfen Sie diese mitnehmen. Nur wenn Sie mit Hammer oder Meissel unterwegs sind, benötigen Sie ein Strahlerpatent.

outdooractive.com User
Autor
Heidi Meier
Aktualisierung: 26.06.2018

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Piz Gannaretsch, 3040 m
Tiefster Punkt
Stausee Nalps, 1908 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Trekkingskala: T4

Ohne Hochtourenausrüstung nur am Rande des Gletscher aufsteigen. Die Strasse ins Val Nalps gehört dem Kraftwerk Vorderrhein und ist mit einem Fahrverbot belegt. Wer die Strasse benutzt wird nicht gebüsst, aber bei Unfällen wird jegliche Haftung abgelehnt. Achtung: Es sind auch Radfahrer und Wanderer unterwegs.

Ausrüstung

Pickel oder Wanderstöcke, ev. auch ein Seil.

Weitere Infos und Links

Tourismusbüro www.disentis-sedrun.ch

 Fahrplan Postauto www.sbb.ch

Taxi/Kleinbustransport:

Taxi Widera, Sedrun, Tel. +41(0)81 949 12 50 und Taxi Schmid, Sedrun,  Tel. +41(0)81 936 52 06

 

Start

Stausee Nalps (1976 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.638588, 8.766160
UTM
32T 482102 5165029

Ziel

Stausee Santa Maria

Wegbeschreibung

Vom Stausee Nalps folgen wir dem markierten Wanderweg in Richtung Cuolm Cavorgia. Auf der Höhe der Alphütte Cuolm Nalps suchen wir die Wegspuren, die in südicher Richtung unterhalb der Felsen führt. Wir queren Aua dils Cotschens und weitere kleine Gräben und Bäche. Auf der grossen Moräne hoch bis zum Gletscherrand. Rechts des Gletscher bis zur Fuorcla da Gannaretsch. Links über den Grat hinauf bis zum Gipfel. Bis zur Fuorcla wieder den gleichen Weg zurück. Nachher immer südwärts in unwegsamem, steinigen Gelände zum Lai verd, nachher Abstieg in eine Mulde, wonach es zum Punkt 2723 geht. Wir sehen nun den Lai blau und finden wieder Wegspuren. Vom Lai blau wandern wir auf dem markierten Wanderweg bis zum Stausee Santa Maria. Die Postautohaltestelle befindet sich einige Meter vor der Gallerie.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug von Luzern über Andermatt oder von Zürich über Chur bis Sedrun. Privat-Transport oder Taxi bis zum Stausee Nalps.

Ohne Auto oder Taxi muss mit 2,5 Std. zusätzlicher Wanderzeit gerechnet werden.

Anfahrt

Mit dem Auto von Luzern über Andermatt oder von Zürich über Chur bis Sedrun. Abzweigung Richtung Surrein(Sedrun) Von Surrein auf der asphaltierten Strasse bis zum Stausee. 

Parken

Eine Parkmöglichkeit gibt es etwas oberhalb des Stausee. Bis ganz nach oben fahren. 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

swisstopo 1: 25`000 Blatt 1232


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
12,1 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
1110 hm
Abstieg
1159 hm
Streckentour aussichtsreich Gipfel-Tour ausgesetzt Grat

Statistik

: h
 km
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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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