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Fernwanderweg

Wanderung von Bruck durch die Waldheimat Peter Roseggers bis Mürzzuschlag

Fernwanderweg · Hochsteiermark
Verantwortlich für diesen Inhalt
Tourismusverband Bruck an der Mur Verifizierter Partner 
  • Am Rennfeld
    / Am Rennfeld
    Foto: Andreas Steininger, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • Blick von Schwarzkogel
    / Blick von Schwarzkogel
    Foto: Andreas Steininger, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • Am Eibeggsattel
    / Am Eibeggsattel
    Foto: Katrin Fleck, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • Blick von der Pretul auf den Hochschwab
    / Blick von der Pretul auf den Hochschwab
    Foto: Katrin Fleck, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • Hauptplatz mit Eisernerm Brunnen
    / Hauptplatz mit Eisernerm Brunnen
    Foto: Harry Schiffer, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • Das Kornmesserhaus
    / Das Kornmesserhaus
    Foto: Fotofrosch, Tourismusverband Bruck an der Mur
  • / Gipfel des Rennfelds im Morgenlicht
    Foto: Tourismusverband Bruck an der Mur
  • / Der Teufelstein
    Foto: TV Joglland Waldheimat, Tourismus Fischbach, Johann Zink
  • / Waldschule
    Foto: TV Joglland-Waldheimat, Tourismusverband Joglland-Waldheimat
  • / Der Windpark auf der Pretul
    Foto: Tourismusverband Joglland-Waldheimat
  • / Panoramablick und Fotopunkt Peter Bergner Warte
    Foto: Tourismusverband Semmering-Waldheimat-Veitsch
  • / Jause beim Rosegger Schutzhaus
    Foto: Tourismusverband Semmering-Waldheimat-Veitsch
  • / Am Stuhleckgipfel
    Foto: TRV Hochsteiermark
  • / Ausgangspunkt Bruck an der Mur
    Foto: TV Bruck an der Mur, TRV Hochsteiermark
500 1000 1500 2000 2500 m km 10 20 30 40 50 60 70 80

Von einer der ältesten Städte Österreichs über die aussichtsreichen Höhenzüge des Rennfelds zum ältesten Kultplatz der Steiermark am Teufelstein. Weiter quer durch die Waldheimat Peter Roseggers bis zur Wiege des alpinen Skilaufes am Stuhleck bzw. in Mürzzuschlag. Dieser Abschnitt des Zentralalpenweges 02 hat es sowohl historisch als auch landschaftlich und natürlich auch kulinarisch gesehen in sich!

Lange, teilweise etwas anstrengende aber technisch einfache Tagestouren bringen uns jeden Abend zu bestens ausgestatteten Berghütten oder auch Talunterkünften. Der Weg ist zusätzlich auf Grund seiner Lage zwischen der alpinen Berglandschaft der Ober und Hochsteiermark und den sanft - hügeligen Landschaften der Oststeiermark besonders reizvoll und kontrastreich. Im Norden grüßen die weißen Kalkwände von Dachstein, Gesäuse, Hochschwab, Veitsch und Raxalpe, im Süden gleitet unser Blick über die sanften Höhenzüge des Almen- und Jogllandes bis in das Thermenland und die ungarische Tiefebene.

Der gesamte Zentralalpenweg mit der Nummerierung 02 wurde übrigens am 18. Juni 1978 am Alpl inmitten der Waldheimat Peter Roseggers offiziell "eröffnet". Er ist 1.270 Kilometer lang und führt von Feldkirch in Vorarlberg bis Hainburg an der Donau. Der Weg ist auch Teil des europäischen Fernwanderweges E4.

Doch zurück zu unserer Tour: wandern wir dann auch noch (als Zusatztipp) vom Stuhleck über den Hochwechsel bis in das westungarische Köszeg, so ergeben sich 7 - 8 ausgefüllte und einzigartige Wandertage von den hochsteirisch - obersteirischen Bergen bis zu unseren ungarischen Nachbarn! Infos dazu unter www.alpannonia.at.

 

schwer
87,5 km
36:00 h
4400 hm
4250 hm

Vom nach seinem Wahrzeichen, dem gotischen Kornmesserhaus, auch als Kornmesserstadt bezeichneten Bruck an der Mur wandern wir zunächst auf einen der empfehlenswertesten hochsteirischen Aussichtsberge, auf das 1.629m hohe Rennfeld. Hier reicht der Blick an schönen Tagen von den Gletschern der Hohen Tauern bis zum oststeirischen Thermenland. Mehrere Anstiegsvarianten führen von Bruck an der Mur auf den Gipfel. Wir wählen jene über den Himmelwirt und das Almgasthaus Hutterer, doch auch die Variante über die Pischkalm kann empfohlen werden.

Nach einer Nacht am Rennfeld - Schutzhaus wartet ein langer Wandertag auf uns. Zunächst geht es abwärts zum Buchecksattel, wobei im Süden das Grazer Bergland mit dem markanten Hochlantsch das Panorama dominiert. Unweit dieses 1.722m hohen Gipfels führt übrigens die längste wasserführende Klamm Österreichs, die Bärenschützklamm, Wanderer in das Herz des Grazer Berglandes.

Bald nach dem Buchecksattel erreichen wir auf einem kleinen Abstecher  den Schwarzkogel mit seinem genialen Hochschwabpanorama. Vorbei an der nur an Sonntagen bewirtschafteten (dann aber mit zahlreichen lokalen Köstlichkeiten "ausgestattete") Eibeggerhütte geht es über den Eibeggsattel (Landesstrasse quert!) und die während des Sommers bewirtschaftete Hofbauerhütte (keine Nächtigung!) auf den 1.564m hohen Hochschlag. Hier dominieren Teich- und Sommeralm, das größte zusammenhängende Almgebiet Mittelauropas, das Panorama. Nach einem steileren Abstieg können wir nun entweder zum Strasseggwirt wandern oder gleich die längere Variante zum Schanzsattel mit dem gleichnamigen Gasthof wählen.

Am Schanzsattel übernachten wir bereits am bekannten Mariazeller Wallfahrtsweg, der uns am nächsten Tag dann bis zum Alpl begleiten wird. Eine Reservierung ist unbedingt anzuraten, da zahlreiche Wallfahrer hier Station machen.

Der älteste Kultplatz der Steiermark, der 1.499m hohe Teufelstein mit seiner markanten Felsbildung am Gipfel, ist am dritten Tag unser erstes Ziel. Direkt von dort führt uns der Weg nun endlich in das Herz der Waldheimat von Peter Rosegger und damit zu seinem idyllisch gelegenen Geburtshaus, dem "Kluppeneggerhof". Zum Alplpass absteigend und die gleichnamige Bundesstrasse überquerend beginnt hier einer unserer letzten Anstiege, jener zur Pretulalpe mit dem Rosegger Schutzhaus.

Unweit desselben befindet sich die Peter Bergner Aussichtswarte, die zum Andenken an den hier 1904 einem Raubüberfall zum Opfer gefallenen Hüttenwirt Peter Bergner errichtet wurde. Diese besuchen wir entweder noch am Abend des dritten Wandertages oder wir spazieren am vierten Tag, nach der Nächtigung am Rosegger Schutzhaus, hier vorbei.

Dem breiten Bergrücken bergauf und bergab folgend nähern wir uns der Wiege des alpinen Skilaufes und gleichzeitig auch dem höchsten Punkt unserer gesamten Tour - dem 1.783m hohen Stuhleck mit dem Alois Güntherhaus direkt am Gipfel. Hier wurde 1892 von dem Mürzzuschlager Hotelier Toni Schruf und zwei Gefährten der Stuhleckgipfel als erster Gipfel im gesamten Alpenraum mit Skiern, die er sich dafür extra aus Norwegen importieren hatte lassen, bestiegen.

Der Gipfel selbst lässt uns noch einmal auf unsere gesamte Tour zurückschauen (immerhin überblicken wir hier 1/3 des gesamten österreichischen Staatsgebietes) und nach einer ausgiebigen Gipfelrast wandern wir bergab über die Schwarzriegelalm und den Bettelbauer nach Mürzzuschlag. Dort beendet ein Besuch des int. FIS Wintersportmuseums (größte Wintersportgerätesammlung der Welt!) unsere Tour, Zug oder Bus bringen uns problemlos zurück nach Bruck an der Mur.

 

Übersicht Hütten, Almen und Berggasthöfe mit Kontaktdaten (Telefon): 

Schutzhaus / Rennfeld, +43 (0) 3864 6761

Almgasthaus Hutterer, +43 (0) 3862 890 121

Pischkalm / Rennfeld, +43 (0) 664 9639610

Alpengasthof Schanz, +43 (0) 3865 8244

Stroßeggwirt am Strasseggsattel, +43 (0) 3171 260

Waldheimathof / Alpl, +43 (0) 3855 8251

Roseggerhof am Alpl, +43 (0)  3173 2711

Hauereck Schutzhaus, +43 (0)  650 4000728

Rosegger Schutzhaus / Pretul, +43 (0) 3170 522

Alois Güntherhaus / Stuhleck, +43 (0) 3853 300

int. FIS Wintersportmuseum Mürzzuschlag, +43 (0) 3852 3504

 

Autorentipp

Traumhafte Ski / Schneeschuhwanderung, sehr anspruchsvoll! Im Winter sind nicht alle Unterkünfte geöffnet! Lawinengefahr beachten!

Von Fischbach über den Teufelstein und das Stuhleck führt auch der Weitwanderweg "alpannonia". Diese wunderschöne Tour bringt uns vom Stuhleck über den Hochwechsel bis nach Köszeg in Westungarn und ist so die logische Fortsetzung unserer Mehrtageswanderung. Zusätzlich vom Stuhleck noch rund 3 - 4 Tage Mehraufwand nötig! www.alpannonia.at

 

outdooractive.com User
Autor
Katrin Fleck 
Aktualisierung: 05.12.2018

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1783 m
Tiefster Punkt
491 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Schlagobersbauer, Gasthof
Rosegger Schutzhaus
Halterhütte auf der Teufelsteinalm
Hauereck Schutzhaus
Alpengasthof Schanz
Ottokar-Kernstock-Haus
Winkler, Hotel

Sicherheitshinweise

Lange Tour bis auf knapp 1.800m Seehöhe, daher: auch im Sommer Überjacke, Haube und Handschuhe nicht vergessen! Notruf Bergrettung 140.

 

Ausrüstung

Wanderausrüstung inklusive Hüttenschlafsack, Taschenlampe, genug Trinkvorräte, Sonnenschutz sowie natürlich Regengewand, Haube und Handschuhe sind obligat. Gute, passende und wasserdichte Wanderschuhe sind ebenso sehr zu empfehlen! Und wenns´ wirklich drückt - ein Blasenpflaster kann im Fall des Falles sehr hilfreich sein.

 

Weitere Infos und Links

www.tourismus-bruckmur.at

www.alpannonia.at

 

Tourismusverband und Stadtmarketing Bruck an der Mur

Koloman-Wallisch-Platz 1, A-8600 Bruck an der Mur 

t. +43 (0) 3862 890 120

f. +43 (0) 3862 890 102

www.tourismus-bruckmur.at

tourismusverband@bruckmur.at

 

Start

Das gotische Kornmesserhaus am Hauptplatz von Bruck an der Mur (488 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.410320, 15.268920
UTM
33T 520287 5250798

Ziel

Das int. FIS Wintersportmuseum Mürzzuschlag

Wegbeschreibung

1. Tagesetappe:
Bruck an der Mur (491m) - Rennfeld (1.629m)

Idealerweise beginnen wir diese Weitwanderung am 1. Tag mit dem Anstieg von Bruck an der Mur zum Schutzhaus am Rennfeld, wo auch die erste Nächtigung eingeplant werden sollte. Von Bruck an der Mur (491m) starten wir über den Himmelwirt und das Almgasthaus Hutterer in Richtung Rennfeld. Über einen gut markierten Waldsteig und zuletzt über einen Forstweg erreichen wir das Schutzhaus. Die letzten Meter führen uns noch einmal kurz bergauf  zum etwas felsigen Rennfeldgipfel (1.629m, Gipfelkreuz).

Am Gipfel selbst befindet sich eine Übersichtstafel zur leichteren Bestimmung des Panoramas, welches hier von den hochalpinen Regionen der vergletscherten Tauern und der Obersteiermark bis zum Grazer Becken, in die Oststeiermark und sogar bis Ungarn reicht. Wir nächtigen am direkt unterhalb des Gipfels stehenden Schutzhaus (1.619m).

Das Haus selbst bzw. der Wirt wartet mit einem hervorragenden Schweinsbraten auf alle hungrigen Gäste.   Nächtigungswünsche sollten v.a. in der Hauptsaison unbedingt telefonisch vorangekündigt werden!

Bruck an der Mur – Rennfeld ca. 4 Stunden
Länge: 10 Kilometer


2. Tagesetappe:
Rennfeld (1.629m) - Eibeggsattel (1.001m) - Hochschlag (1.580m) - Gasthof am Schanzsattel (1.171m)

Vom Schutzhaus am Rennfeld bzw. vom Rennfeldgipfel starten wir am nächsten Tag in östlicher Richtung abwärts über schöne Wiesen mit wunderschönen Blicken auf das oststeirische Joglland, die Teichalm und den felsigen Hochlantsch zum Buchecksattel (großer Wegweiser).

Nun gehen wir immer entlang des Bergrückens, ohne große Höhengewinne- oder Verluste, meist durch Hochwal,d bis zur Grabenbauerhöhe (1.451m). Hier müssen wir einen kurzen Abstecher zum rund 10 Gehminuten nördlich des Hauptweges liegenden Schwarzkogel (1.448m) einplanen, ein echter Geheimtipp für Panoramafreunde und Fotografen, die das gesamte Hochschwabgebiet gerne einmal formatfüllend ablichten wollen. Zurück am Hauptweg angekommen führt uns der Weg, nun teilweise recht steil bergab, durch Wald und zuletzt über eine aussichtsreiche Almwiese direkt zum Eibeggsattel (1.001m).

An Sonntagen ist die unweit des Sattels liegende Eibeggerhütte bewirtschaftet und wartet mit zahlreichen regionalen Spezialitäten auf uns.

Die Landesstrasse am Sattel bei einem Gedenkkreuz queren wir rasch und wandern wieder bergauf zum Ederkogel. Besonders im Herbst ist dieser Wegabschnitt durch den Mischwald und die dazwischen liegenden Almwiesen ein farbenprächtiges Wandererlebnis. Weiter bringt uns der Steig teilweise recht steil bergauf zum Aibelkogel mit der knapp darunter liegenden, im Sommer geöffneten Hofbauerhütte (keine Nächtigung, aber dafür Kracherl und üppige Aufstrichbrote).

Wieder über freie Weideflächen aufwärts, an einem Stallgebäude vorbei, steigen wir in Richtung Ebenschlag (1.547m, Gipfelkreuz) und auf den anschließenden Hochschlaggipfel (1.580m, traumhafter Blick auf die Teich- und Sommeralm sowie auf das Joglland).
Und wieder geht es für uns manchmal recht steil bergab (bei Nässe Vorsicht wegen der rutschigen Baumwurzeln) bis zur Maißhöhe. Hier hätten wir die Möglichkeit, rechts abzweigend den rund 20 Gehminuten abseits des Hauptweges liegenden Strasseggwirt zu erreichen, der nicht nur die Steirische Harmonika perfekt beherrscht, sondern auch Nächtigungsmöglichkeiten anbietet.
Der Hauptweg selbst führt uns aber weiter entlang des nun begleitenden Mariazeller Wallfahrtsweges 06 in einem weitläufigen Ost - Nordbogen bergauf über den Knappensattel und die unbewirtschaftete Herrnalm bei Fischbach bis zum Schanzsattel (1.171m) mit dem Gasthof zur Schanz. Die nun schon lange erwartete Rast mit Nächtigung und eine ordentliche steirische Verpflegung wartet hier auf uns,  Nächtigungswünsche sollten v.a. in der Hauptsaison unbedingt telefonisch vorangekündigt werden!

Rennfeld –Eibeggsattel – Hofbauerhütte 5 Stunden, Hofbauerhütte –Schanzsattel 4 ½Stunden
Länge: 37 Kilometer !


3. Tagesetappe:
Schanzsattel (1.171m) - Teufelstein (1.499m) - Alpl (1.170m) - Rosegger Schutzhaus (1.586m)

Vom Schanzsattel führt uns der Weg unverkennbar am großen Friedenskreuz vorbei entlang des linken Randes einer kleinen Skipiste zuerst durch Hochwald und dann über weitläufige Almwiesen immer leicht bergauf (teilweise auch grün markiert) in nordöstlicher Richtung bis zum markanten Teufelstein (1.499m, Kraftplatz, gilt als ältester Kultplatz der Steiermark).
Hier wandern wir nun wieder fast direkt nach Süden und kurz etwas steiler bergab zur Halterhütte beim Alptor (im Sommer an Wochenenden bewirtschaftet, keine Nächtigung, dafür eine empfehlenswerte Brettljause).

Entlang eines Forstweges geht es für uns ab hier ein kurzes Stück nach Osten, bald jedoch schwenkt unser Weg nach Norden und so wird absteigend das Lendkreuz (1.044m) erreicht. Teilweise ist hier durch Forstarbeiten die Wegmarkierung etwas schlechter erkennbar!

Ab dem Lendkreuz bieten sich zwei Möglichkeiten für den Weiterweg an: entweder links bergauf zum Geburtshaus Peter Roseggers (1.144m, empfehlenswert, jedoch insgesamt rund eine Gehstunde Mehraufwand) oder ein kurzes Stück flach talauswärts der asphaltierten Straße folgend zum Gehöft Grabler und hier rechts abzweigend über einen Steig bergauf zum Gasthof Schlagobersbauer (kulinarischer Hinweis: nomen est omen).

Wird von uns die Variante über das Geburtshaus gewählt, so können wir von dort dann über den markierten Wanderweg zur Waldschule absteigen und ebenfalls über einen beschilderten Weg zum Gasthof Schlagobersbauer gelangen.
Mittels einer markanten Ost –Nord –Ost Schleife stoßen wir auf wir die Landesstrasse, welche über das Alpl führt und in wenigen Minuten ist entlang dieser wandernd der Roseggerhof (1.096m, sehr empfehlenswerter Gasthof, Nächtigung möglich) erreichbar.

Wieder geht es bergauf – allerdings niemals wirklich extrem steil und immer durch kühlen Wald zur Jägerhöhe (1.227m) und weiter, nun fast eben, zum Roten Kreuz, einem markanten Wegkreuz. Kaum noch ansteigend erwandern wir danach bald das Hauereck (1.301m) mit der bewirtschafteten Sonnenhütte (Nächtigung möglich).
Nur noch ein kurzer Wegabschnitt und dann beginnt für uns einer der schönsten Panoramawanderwege im Ostalpenraum, welcher sogar Teil des EU –Projektes alpannonia® ist.

Vom Hauereck starten wir durch bereits typisch alpine Hochwälder bergauf und plötzlich ist der Windpark auf der Rattener Alm (im Sommer geöffnet) und der Steinriegelgipfel (1.577m, Gipfelkreuz) erreicht.
Im Schatten der mächtigen Windräder führt uns der Weg über oft feuchte und daher leicht morastige Almböden durch ein kurzes Waldstück zum bereits sichtbaren Rosegger Schutzhaus (1.586m) knapp unterhalb des Pretulgipfels.
Hier erwarten uns die Nächtigung und auch die Verpflichtung zum Schwarzbeerstrudelessen (so nennt man in der Steiermark die Heidelbeeren), Nächtigungswünsche sollten auch hier v.a. in der Hauptsaison unbedingt telefonisch vorangekündigt werden!

Tipp: unweit des Schutzhauses befindet sich die Peter Bergner Aussichtswarte - ein traumhafter Platz bei Sonnenunter- oder auch Aufgang!

Schanzsattel – Alpl 3 Stunden, Alpl – Hauereck  – Rosegger Schutzhaus 3½Stunden
Länge: 25 Kilometer


4. Tagsetappe:
Rosegger Schutzhaus (1.586m) - Pretul (1.656m) - Stuhleck (1.783m) - Mürzzuschlag (634m)

Wenn wir nicht schon am Vorabend zur Aussichtswarte auf dem Pretulgipfel spaziert sind, so passieren wir diese heute bei unserem Weiterweg zum Stuhleck. Die Warte wurde übrigens für den unglücklichen Hüttenwirt Peter Bergner, der 1904 hier einem Raubmord zum Opfer fiel, errichtet. Wir wandern friedlich weiter, gemütlich immer dem breiten Bergrücken folgend, zunächst ein wenig bergab, dann wieder bergauf, bis zum höchsten Punkt unserer gesamten Tour, dem 1.783m hohen Stuhleck mit dem Alois Günther Haus. Hier überblicken wir beim mächtigen Gipfelkreuz 1/3 des gesamten österreichischen Staatsgebietes inklusive Westungarn und einen Teil Nordsloweniens!

 

Der Wegabschnitt von der Pretul bis zum Stuhleck kann bei ungünstigem Wetter etwas ungemütlich werden -
in so einem Fall empfiehlt sich der direkte Abstieg vom Rosegger Schutzhaus nach Mürzzuschlag!

 

Nach der aussichtsreichen Pause am Stuhleck bzw. beim Alois Günther Haus spazieren wir ein kurzes Stück retour bis zur bezeichneten Abzweigung in Richtung Schwarzriegel. Nun wandern wir auf skihistorisch bedeutenden Spuren bergab zunächst bis zur im Sommer bewirtschafteten Schwarzriegelalm (hier ist eine kurze kulinarische Rast fast Vorschrift!) und dann weiter über den nicht mehr bewirtschafteten Bettelbauer (Station bei der ersten Skibesteigung des Stuhleck 1892 durch Toni Schruf) nach Mürzzuschlag. Hier endet unsere Mehrtagestour beim int. FIS Wintersportmuseum, welches uns die Geschichte des Wintersportes eindrucksvoll präsentiert - war doch die oben erwähnte Skibesteigung des Stuhleck die erste Skibesteigung eines Alpengipfels überhaupt - ein würdiger Abschluss einer tollen Tour! 

Rosegger Schutzhaus - Stuhleck ca. 2 Stunden, Stuhleck - Mürzzuschlag ca. 2 - 3 Stunden
Länge: 16 Kilometer 

Von Mürzzuschlag problemlos mit Bus oder Bahn retour nach Bruck an der Mur!

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Startpunkt: ÖBB Bahnknotenpunkt Bruck an der Mur, Fernreisezentrum, Busbahnhof. Direktabfrage unter www.oebb.at. Verbundlinie Steiermark: www.busbahnbim.at

Sowohl der Startort Bruck an der Mur als auch das Ziel in Mürzzuschlag sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreichbar, zwischen den beiden Städten verkehren Bus und Bahn auch an Sonn- und Feiertagen im Stundentakt.

 

Anfahrt

Vom Großraum Wien über die A2 / Südautobahn und die S6 / Semmering Schnellstrasse bis nach Bruck an der Mur. Hier beim neuen
Kreisverkehr "Bruck Süd" auf der neuen Europabrücke über die Mur und über die Herzog Ernst Gasse und die Kreckerstrasse zum
Kirchplatz / Stadtpfarrkirche. Im Bereich Stadtpfarrkirche - Kongresszentrum gibt es zahlreiche kostenfreie Parkmöglichkeiten.

Überdachter Parkplatz auch in der kostenpflichtigen Tiefgarage am Hauptplatz oder in der unweit des Bahnhofes befindlichen APCOA Hochgarage.

Von Graz und aus Slowenien über die A9 / Pyhrnautobahn bis Bruck an der Mur. Weiter wie oben. 
Von Linz/Salzburg bzw. aus Deutschland über die A9 / Pyhrnautobahn bis Bruck an der Mur. Weiter wie oben.

www.at.map24.com

 

 

Parken

Im Bereich Stadtpfarrkirche - Kongresszentrum gibt es zahlreiche kostenfreie Parkmöglichkeiten. Überdachter Parkplatz auch in der kostenpflichtigen Tiefgarage am Hauptplatz oder in der unweit des Bahnhofes befindlichen APCOA Hochgarage.

 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Wanderführer Joglland, Kompass - Verlag 2010, Die Grünen Berge der Steiermark, styria - Verlag 2014

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte Wiener Hausberge, Kompass Verlag 2010, 1:50.000 Freytag und Berndt Wanderkarte Bruck an der Mur - Fischbacher Alpen 1:50.000


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Schwierigkeit
schwer
Strecke
87,5 km
Dauer
36:00 h
Aufstieg
4400 hm
Abstieg
4250 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour kulturell / historisch

Statistik

: h
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Tiefster Punkt
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