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Klettersteig

Bert-Rinesch Klettersteig auf den Großen Priel (2.515m)

· 4 Bewertungen · Klettersteig · Totes Gebirge
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  • Topo Bert Rinesch Klettersteig
    / Topo Bert Rinesch Klettersteig
    Foto: Heidi von Wettstein, www.federweg.at
  • / Parkplatz Polsterlucke
    Foto: Christian Mansky, 2013 (c) Mansky Christian
  • / Prielschutzhaus im Sommer
    Foto: Eugen Haugg, ÖAV Alpenverein TK Linz
  • / Der Große Priel voraus
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Zustieg zum Kettersteig - rote Punkte markieren den Weg
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Beim Einstieg in den Bert Rinesch Klettersteig
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Senkrechte Leiternpassage schaut guat aus - aber nicht für die Arme
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Senkrecht klettert man nach oben
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Nach der Lokomotive
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Bei Nässe umso schwieriger - der lange Plattenquergang
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Fulminanter Quergang
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Blick nach vorn zur steilen Wandstufe (D)
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Die überhängenden Leitern
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Querung zur Rinne (B)
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Der lange Südostgrat (A und B)
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Nebelschwaden ziehen durch
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Der Gipfel ist zum Greifen nahe
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Abstieg über die seilversicherte Brotfallscharte ins Kühkar
    Foto: Christian Hofinger, AV-alpenvereinaktiv.com
m 3000 2500 2000 1500 1000 500 16 14 12 10 8 6 4 2 km Großer Priel Parkplatz Polsterlucke Prielschutzhaus Parkplatz Polsterlucke
Schon beim langen Zustieg ist eine ordentliche Portion Kondition gefragt, im Klettersteig darf zusätzlich gehörig zugepackt werden, ehe der alpine Abstieg wieder Ausdauer und Konzentration die eignen Grenzen aufzeigen lässt.
schwer
17,9 km
10:27 h
1955 hm
1954 hm
Der Bert-Rinesch-Klettersteig fordert aufgrund seiner Länge, Schwierigkeit und Ausgesetztheit jeden Alpinisten. Er zählt zu den größten und anspruchsvollsten Steiganlagen in den Ostalpen.

Autorentipp

Bei Übernachtung im Prielschutzhaus  bietet sich die Spitzmauer (2.446 m) über den leichteren Stodertaler-Klettersteig (B) oder von der Welser Hütte der Schermberg (2.396 m) über den Tassilo-Klettersteig (C) in großartiger Landschaft perfekt an (Beschreibung hier auf alpenvereinaktiv.com).
Profilbild von Christian Hofinger
Autor
Christian Hofinger 
Aktualisierung: 27.11.2014
Schwierigkeit
D schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2510 m
Tiefster Punkt
604 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
800 m, 2:30 h
Wandhöhe
700 m
Kletterlänge
1300 m, 3:00 h
Abstieg
1900 m, 3:30 h

Sicherheitshinweise

Für das umfangreiche Programm am „Leitern-Klettersteig“ sind stabile Wetterbedingungen unbedingt ein muss, will man nicht am „Blitzableiter“ gegrillt werden! Nur für Geübte mit alpiner Erfahrung - kein Notausstieg vorhanden! Achtung auch auf erhöhte Steinschlaggefahr.

Der Große Priel ist bezüglich Wetterumschwung sehr tückisch, da man herannahende Gewitterfronten von Westen im Klettersteig erst dann wahrnimmt, wenn es vielleicht zu spät ist. Sturzbäche verursachen auf den glatten Felswänden innerhalb kurzer Zeit einen regelrechten Steinschlaghagel! Es ist auch mental nicht angenehm, wenn man den Blitzableiter in der Hand hält, der über den gesamten Gipfelgrat herausragt.
Da ich diese Situation selbst erleben durfte und wir mit einem 50m Seil den Notausstieg in das Goldkar durchgeführt hatten, ist mir dieser Hinweis sehr wichtig – also Vorsicht, auf die Wettervorhersage ist nicht immer verlass und das Gewitter ist schneller da, als einem lieb ist!

Auf-, Zu-, und Abstieg sind gut beschildert und markiert

Start

Parkplatz GH Johannishof (610 m) nach Hinterstoder (613 m)
Koordinaten:
DG
47.691778, 14.139087
GMS
47°41'30.4"N 14°08'20.7"E
UTM
33T 435398 5282402
w3w 
///miete.allgemeine.bass

Ziel

Parkplatz GH Johannishof (610 m) nach Hinterstoder

Wegbeschreibung

Der Zustieg vom Parkplatz (610 m) zieht sich zunächst am Schiederweiher sowie Brunnhäusl bis zur Talstation der Materialseilbahn ewig flach dahin. Ohne wesentliche Höhenmeter gemacht zu haben, wird der Wanderweg (Nr. 10, 201) nun steil und führt an Wasserfällen sowie am Kleinen Ofen vorbei, immer entlang der Materialseilbahn bis zum Prielschutzhaus, das sich ideal für eine Nächtigung anbietet, plant man die Tour in 2 Tagen.(800 Höhenmeter, 2 1/2 Stunden)

Nach verdienter Rast (oder Nächtigung) folgt man dem Wanderweg (Nr. 260) zum Großen Priel weiter bis zu einer Weggabelung auf 1.570 m und zweigt kurz darauf rechts auf den, mit roten Punkten markierten Weg, über ein Geröllfeld zum Einstieg des Klettersteiges ab. Sieht man am Grat zum Goldkar ein Felsenfester, ist der Weg richtig. (450 Höhenmeter, 1 Stunde)

BERT-RINESCH-KLETTERSTEIG (700 Höhenmeter, 1300 Klettermeter, Schwierigkeit D)
Über einen steilen Einstiegsfelsen (C), der mit Trittbügeln versehen ist, steigt man in eine Scharte „Lokomotive“ auf. Die luftigen, überhängenden Leitern (C) führen ins Goldkar hinunter, zu einer langen, oft feuchten und somit rutschigen Plattenquerung (B/C, dann C). Jetzt dürfen die Ärmel hochgekrempelt werden, da eine sehr steile und kräfteraubende Felsplatte (D und C/D trotz Tritthilfen) erklommen werden muss. Nach einer kurzen, ausgesetzten Querung (B/C) wartet schon der nächste Gewaltakt über eine ausgesetzte, senkrechte Leiternpassage (lange D und C, später wieder C/D), die über einen Felsspalt führt. Eine Kurzsicherung kann da schon nützlich sein, sollten einem die Kräfte bei den schwierigen Stellen verlassen. Der schwerste Abschnitt ist nun geschafft! Es geht ab sofort „einfacher“ mit einer kurzen, dafür überhängenden Stelle zu einer Rinne und von dort weiter über den langen Südgrat zum Gipfel (B/C, C, dann viel A und B). Hoffentlich hat das Erlebnis soviel Spaß bereitet, dass das traumhafte Panorama noch genossen werden kann (sofern Nebel oder Wolken die Sicht nicht behindern). 3 Stunden Kletterzeit

Nach einer ordentlichen Stärkung folgt man den markierten sowie gut ausgeschilderten Weg (Nr. 260) über die Brotfallscharte. Der alpine Abstieg ist ab der Brotfallscharte bis auf die Altschneefelder ins Kühkar mit Drahtseilen versichert und setzt Trittsicherheit voraus. Vorsicht auch auf den eventuellen Firnfeldern, die sich bis in den Hochsommer halten können. Ist der bereits bekannte Wegweiser auf 1.530 m erreicht, gelangt man via Prielschutzhaus zum Parkplatz. in Hinterstoder zurück . 1900 Höhenmeter, 3 1/2 Stunden

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Von der A9 bei St. Pankraz oder Windischgarsten abfahren und nach dem Ortskern in Hinterstoder beim GH Johannishof parken. In der Haupsaison kaum freie Parkplätze vorhanden!

Parken

Parkplatz GH Johannishof

Koordinaten

DG
47.691778, 14.139087
GMS
47°41'30.4"N 14°08'20.7"E
UTM
33T 435398 5282402
w3w 
///miete.allgemeine.bass
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Alpinverlag - Extreme Klettersteige in den Ostalpen, Alpinverlag – Klettersteigführer Österreich, Schallverlag – Klettersteige in Österreich

Kartenempfehlungen des Autors

AV 25 Blatt 15/2 (Totes Gebirge, Mitte), Kompass 19 - Totes Gebirge, ÖK 50 Blatt 97 und 98

Ausrüstung

Komplette Klettersteigausrüstung (Helm, Brust- und Hüftgurt, Klettersteigset), Handschuhe, eine Kurzsicherung für Foto- und Verschnaufpausen, für Schwächere ein Sicherungsseil, im Frühjahr eventuell Steigeisen für den Abstieg, Wanderstöcke sind für die lange Wanderung ratsam.
Bei Nächtigung zusätzlich Hygieneartikel, Hüttenschlafsack und AV-Ausweis (Ermäßigung)

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Bewertungen

5,0
(4)
Elvis Cotlar
10.06.2017 · Community
Very nice, thrilling and sehr schwerig:). Seems that we were the first ones this year... rope was cut on one place and on, two more under the snow so is worth to take some short rope with yourselfs. Make sure the forecast is good as there no way to quit.
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sobota 10. června 2017 17:41:25
Foto: Elvis Cotlar, Community
sobota 10. června 2017 17:53:42
Foto: Elvis Cotlar, Community
Stefan Schleicher
01.09.2015 · Community
Hab den Rinesch am Samstag auch gepackt....vom Parkplatz hin und zrück 11h
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Gemacht am 30.08.2015
Foto: Stefan Schleicher, Community
Thomas Z
30.08.2015 · Community
Ich habe es in 10 h geschafft der Hammer Aber Cool
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Gipfel
Foto: Thomas Z, Community
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Fotos von anderen

sobota 10. června 2017 17:41:25
sobota 10. června 2017 17:53:42
Gipfel

Bewertung
Schwierigkeit
D schwer
Strecke
17,9 km
Dauer
10:27h
Aufstieg
1955 hm
Abstieg
1954 hm
Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour klassischer Klettersteig durchgehend seilgesichert

Statistik

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