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Radfahren Etappe

Etappe 01 Weinland Steiermark Radtour Leibnitz - Deutschlandsberg

Radfahren • Südwest-Steiermark
  • Radfahrer werden am Eingang zum Sulmtal willkomen geheißen
    / Radfahrer werden am Eingang zum Sulmtal willkomen geheißen
    Foto: TV Kaindorf an der Sulm
  • Das Schloss Seggau mit seinem 300 Jahre alten Weinkeller
    / Das Schloss Seggau mit seinem 300 Jahre alten Weinkeller
    Foto: Viteo/Paul Ott
  • Blick auf die umgebenden Weinberge der Südsteiermark
    / Blick auf die umgebenden Weinberge der Südsteiermark
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Eine Einkehr bei der Buschenschank gehört dazu
    / Eine Einkehr bei der Buschenschank gehört dazu
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Lavendelfeld an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck
    / Lavendelfeld an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck
    Foto: Vino Cool/Schiffer-Symbol
  • Der Klapotetz, das Wahrzeichen der Südsteiermark
    / Der Klapotetz, das Wahrzeichen der Südsteiermark
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Zahlreiche Ölmühlen finden sich entlang der Tour
    / Zahlreiche Ölmühlen finden sich entlang der Tour
    Foto: Steiermark Tourksmus/Reinhard Lamm
  • Im Herbst regieren Sturm und Kastanien
    / Im Herbst regieren Sturm und Kastanien
    Foto: Steiermark Tourismus
  • Blick auf die Burg Deutschlandsberg
    / Blick auf die Burg Deutschlandsberg
    Foto: Steiermark Tourismus/Herbert Raffalt
Karte / Etappe 01 Weinland Steiermark Radtour Leibnitz - Deutschlandsberg
150 300 450 600 750 m km 10 20 30 40 50 Regioneum Grottenhof - Museum Landschaftspark Kreuzkogelwarte Genussplatz Aussichtswarte Silberberg Hotel Schloss Seggau - Bischöflicher Weinkeller Tempelmuseum Frauenberg Erlebnis-Weinlehrpfad Sulmsee Ölmühle Hartlieb Keltischer Wehrturm Erstes steirisches Weinmuseum Kitzeck Ölmühle und Kernölmuseum Kremsner LandArt Park Schloss Gleinstätten Schloss Welsberg Kernölmühle Lorenz Greißlermuseum

Mitten hinein in das wahrscheinlich bekannteste Weinanbaugebiet Österreichs, den Naturpark Südsteiermark, führt uns die Radtour mit Startpunkt in Leibnitz. Zum Abschluss dieser Tagesetappe gelangen wir nach Deutschlandsberg, die Hauptstadt des Schilcherlandes, dessen Wein auch Namensgeber der Region ist.

leicht
52,4 km
4:30 Std
249 hm
147 hm

Die Sausaler Weinstraße zu Beginn und die Schilcher Weinstraße am Ende der Tour sind unsere Begleiter auf dieser Tagesetappe der Weinland Steiermark Radtour. Linker und rechter Hand können wir bei dieser Reise durch das Sulmtal immer wieder die wunderschön angelegten Weingärten bewundern, aber auch zahlreiche Kernölmühlen wie die Ölmühle Hartlieb bei Heimschuh laden zur Einkehr ein.

Schon seit vielen Jahrhunderten wird auf den Hängen entlang der Sausaler Weinstraße die Weinrebe kultiviert. Neben den warmen Winden stellt hier vor allem der Boden eine besonders positive Laune der Natur dar. Das Schiefergestein als Grundlage verleiht dem Wein besonderen Tiefgang, Langlebigkeit und elegante Mineralik. Das Wissen um diese außergewöhnliche Bodenzusammensetzung macht es möglich, regionaltypische Weine zu keltern und diese von steilen Weinbergen geprägte Kulturlandschaft nachhaltig zu bewirtschaften.

outdooractive.com User
Autor
Günther Steininger
Aktualisierung: 04.05.2018

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
514 hm
265 hm
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Ölmühle Hartlieb
Regioneum Grottenhof - Museum Landschaftspark
Der Wein D.O.K.
Vinothek Ehmann
"Wein & Käs´" Gebietsvinothek und Käsethek
Sulmsee

Sicherheitshinweise

Notruf Rettung: 144

Tipp zur Notfallmeldung – Antworten auf die sechs W-Fragen geben: Was ist passiert? Wieviele Verletzte? Wo ist der Unfall passiert (eventuell GPS-Koordinaten)? Wer meldet (Rückrufnummer)? Wann ist der Unfall passiert? Wetter am Unfallort?

Ausrüstung

Tourenrad oder Citybikes sind empfehlenswert, Rennräder eher nicht, da es kurze Abschnitte auch auf Schotter gibt, die jedoch über Landesstraßen umfahren werden können. Tipp: Eine Grundausrüstung an Werkzeug und Zubehör wie Ersatzschlauch und/oder Flickzeug, Schraubenschlüssel, Luftpumpe, Brems- und Schaltseil sowie ein Schraubenzieher können nie schaden.

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus:
Tel. +43 316 4003450
www.steiermark-touristik.com

Weitere Informationen:

Steiermark Tourismus, Tel. +43 316 4003, www.steiermark.com

Süd & West Steiermark, Tel. +43 3462 43152, www.sued-west-steiermark.at

Südsteiermark, Tel. +43 664 7907200, www.suedsteiermark.com

Schilcherland, Tel. +43 3462 7520, www.schilcherland.at

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Start

Leibnitz (267 hm)
Koordinaten:
Geographisch
46.779970 N 15.530320 E
UTM
33T 540483 5180850

Ziel

Deutschlandsberg

Wegbeschreibung

Die Weinstadt Leibnitz Richtung Westen verlassend gelangen wir über den Sulmtalradweg R1 schon nach wenigen Minuten zum Sulmsee, einem beliebten Badesse, der am Fuße von Seggauberg mit seinem prachtvollen Schloss liegt. Das Schloss Seggau beherbergt neben einem Hotel auch einen über 300 Jahre alten Bischöflichen Weinkeller, der zu den ältesten und größten Europas zählt. Hier finden auch regelmäßig stimmige Verkostungen der Weine aus den eigenen Rieden statt. Auf der anderen Seite des Sulmsees befindet sich die Weinbauschule Silberberg, die schon seit 1895 Kaderschmiede für die Winzerkultur in Österreich ist und auch ein eigenes Weingut besitzt. Zu den Besonderheiten des Weingutes zählt das entwickelte Steilhangbewirtschaftungsmodell, das seinen Ausgang in Silberberg nahm. Damit gelingt es die besten, aber auch steilsten Flächen des Sausals für den Weinbau zu sichern. Der extrem durchlässige Boden zieht die Rebwurzeln in die Tiefe, da Wasser rasch in den Unterboden abgeleitet wird. Zur Unterstützung der Junganlagen werden auf einigen Terrassen Tröpfchenbewässerungsanlagen errichtet, die auch zur Qualitätssicherung in den heißen Sommermonaten Verwendung findet.

Nach diesem Ausflug in die Weinkultur wieder retour zu unserer Radtour, die uns hier an dieser Stelle einen Abstecher nach Kitzeck, dem höchstgelegenen Weinort Europas, ermöglicht. Die Tour nach Kitzeck ist zwar mit einem anspruchsvollen Anstieg verbunden, jedoch die beeindruckenden Erlebnisse in diesem kleinen Ort – vom Panorama über das Weinbaumuseum bis zur Kulinarik – sind Belohnung für die Mühen der Bergetappe. Unsere Hauptroute führt uns jedoch auf einer ganz gemütlichen Strecke immer tiefer hinein ins Sulmtal, wo wir etwa 3 km nach dem Sulmsee zur Ölmühle Hartlieb gelangen, die auch ein Kernölmuseum beherbergt. Diese gibt uns Einblicke in die Geschichte der Kürbisverarbeitung und Kernölproduktion von Einst und Jetzt. Das Kürbiskernöl ist ein aus den gerösteten Kernen des Ölkürbisses hergestelltes Pflanzenöl. Diese kulinarische Spezialität wird aus dem Steirischen Ölkürbis hergestellt, der sich von den zahlreichen anderen Kürbisformen durch ein einzigartiges Merkmal unterscheidet: Der Steirische Ölkürbis hat die verholzende Samenschale durch eine Mutation vor etwa 100 Jahren verloren, so dass den Samenkern nur noch ein dünnes Silberhäutchen schützt. Diese weiche Konsistenz der Kerne ermöglicht eine noch effizientere und hochwertigere Pressung des Öls. Die intensive grüne, rot fluoreszierende Farbe geht auf die im Öl gelösten Schalenpigmente zurück.

Aber nach diesem Ausflug ins steirische Kulinarium wieder retour zum Radfahren: Immer entlang der Sulm führt danach der schön ausgebaute Radweg durch idyllische Dörfer und zu weiteren Kernölmühlen bis wir im kleinen Ort Unterbergla auf den St. Peter Radweg R22 wechseln. Er bringt uns in den wunderschön zwischen den Weinbergen des Naturparks Südsteiermark und der Koralm gelegenen Ort Schwanberg, der für sein Heilmoorbad bekannt ist. Das Heilmoor kommt vom höchstgelegenen Hochmoor Österreichs, das auf 1.300 m Seehöhe auf der Koralm gelegen ist. Auf dem Areal des heutigen Moorbades befand sich früher der Amtshof der Herrschaft des Schlosses Schwanberg. Die Klosterkirche ist eine Nachbildung der Kapuzinerkirche in Graz. Im Jahre 1969 wurde das Kapuzinerkloster in Schwanberg mangels Ordensnachwuchses aufgehoben. Schließlich verkaufte der Orden das Klostergebäude, welches zwischen 1971 und 1973 vollkommen umgebaut wurde und seitdem seinem heutigen Zweck entsprechend als Moorbad dient. Zudem verfügt das Heilmoorbad Schwanberg heute über ein wunderschönes Hotel mit einem modernen Therapiezentrum sowie einem Hallenbad mit Saunalandschaft.

In Schwanberg wechseln wir nun auf den Schilcherradweg R4, der - nomen est omen - uns nun mitten durch die Heimat des Schilchers bringt. Der Schilcher ist ein Roséwein aus der Sorte Blauer Wildbacher und darf nur in der Steiermark als Schilcher bezeichnet werden. Schon die Kelten wussten, was wirklich schmeckt, denn bereits 400 vor Christus wurde aus der Wildbacherrebe Wein gewonnen. Somit zählt der Schilcher zu den ältesten Weinen Mitteleuropas. Wirklich salonfähig wurde der rubinrote bis blassrosa farbene Wein durch Erzherzog Johann, der die Wildbacherrebe in großem Stil anbauen ließ. Nur im Schilcherland von Ligist über St. Stefan, Greisdorf, Stainz, Bad Gams, Wildbach, Deutschlandsberg, Schwanberg bis Eibiswald findet die Rebsorte der Blauen Wildbacher Traube die besten Böden und das passende Klima. Mit dem Duft nach roten Beeren und dem frisch, fruchtigen Geschmack ist er ein typischer Sommerwein, der besonders zu einer Jause in der Buschenschank oder auch zu dem für diese Region so typischen Backhendel passt.

Eine Stärkung ist auch notwendig, denn nach Schwanberg erwartet uns ein Anstieg, der uns aber auch mit wunderbaren Panoramablicken auf das Weinland und die Koralm belohnt. Über den Ort Hollenegg erreichen wir bald unser Etappenziel, die Stadt Deutschlandsberg oberhalb der die gleichnamige Burg thront. Eingebettet zwischen Weinbergen und der Koralm wartet die historische Altstadt von Deutschlandsberg mit zahlreichen kulinarischen Angeboten wie der Vinothek Wein & Käs oder der Vinothek Ehmann auf und lässt uns unsere Radtour so richtig genießen, bevor es auf unserer nächsten Etappe nach Lieboch bei Graz geht.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

ÖBB www.oebb.at oder Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Die Schnellbahnlinie S6/S61 verbindet Schwanberg - Deutschlandsberg mit Graz. Für Kurzurlauber bietet sich auf der vorhergehenden Etappe Bad Radkersburg - Leibnitz durch die gute Anbindung von weiteren Orten und Städten entlang der Radkersburger Bahn zwischen Bad Radkersburg und Spielfeld wie auch entlang der Südbahn zwischen Spielfeld und Leibnitz und in weiterer Folge Graz die Möglichkeit sich die Weinland Steiermark Radtour auf mehrere Urlaube aufzuteilen.

Anfahrt

Detaillierte Informationen zur Anreise zum Parkplatz beim Städtischen Erlebnisbad Leibnitz finden Sie hier.

Parken

Parkplätze sind beim Städtischen Erlebnisbad Leibnitz (auch Busparkplatz) vorhanden.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Gery Wolf: Steirisches Weinland: Mit einem Vorwort von Gerhard Roth, Styria Verlag, ISBN 3222135673

Kartenempfehlungen des Autors

Gratis Pocket Card "Weinland Steiermark Radtour" finden Sie auf www.steiermark.com/prospektbestellung

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
52,4 km
Dauer
4:30 Std
Aufstieg
249 hm
Abstieg
147 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

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