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Radfahren Etappe

Etappe 02 Murradweg Muhr im Lungau - Murau

Radfahren • Lungau
  • Im Norden geht es auch etwas rasanter bergab
    / Im Norden geht es auch etwas rasanter bergab
    Foto: Steiermark Tourismus/Gerhard Eisenschink
  • Burgen und Schlösser als Wegbegleiter
    / Burgen und Schlösser als Wegbegleiter
    Foto: Steiermark Tourismus/Gerhard Eisenschink
  • Unterwegs Richtung Murau
    / Unterwegs Richtung Murau
    Foto: Steiermark Tourismus/Gerhard Eisenschink
  • Gute Planung ist angesagt
    / Gute Planung ist angesagt
    Foto: Steiermark Tourismus/Leo Himsl
Karte / Etappe 02 Murradweg Muhr im Lungau - Murau
800 1000 1200 1400 m km 10 20 30 40 50 60

Die zweite Etappe entlang der Mur führt uns von Muhr im Lungau, noch im Salzburger Land gelegen, in die Steiermark nach Murau inmitten der gleichnamigen Holzwelt. Orte wie Tamsweg mit seiner wunderschönen Altstadt oder St. Georgen ob Murau am Fuße des Kreischberg laden zu einem Zwischenstopp ein.

mittel
66,4 km
5:00 Std
142 m
442 m

Von Muhr im Lungau geht es zunächst nach Tamsweg mit seinem historischen Marktplatz und der Wallfahrtskirche St. Leonhard. Bei Predlitz-Turrach heißt uns nun die Steiermark herzlich willkommen. Holz in all seiner Vielfalt prägt diesen Abschnitt rund um Murau - besonders gut erlebenswert im Holzmuseum St. Ruprecht ob Murau, das am gegenüberliegenden Flussufer liegt und über eine Brücke leicht erreichbar ist. Etappenziel ist das beschauliche Murau, eine mittelalterliche Braustadt mit Biermuseum, Schloss Murau und wunderschön gestaltetem Ortskern.

Wissen Sie, was „Heihitt´n“, oder „Hoanz´n“ sind? So nennen wir Steirer die „Heuhütten“, die oft an kleinen Heuschobern angelehnt sind, und die uns auf dieser Etappe oft begegnen werden. Die Sonne und die warme Luft lassen hier das Gras zu Heu werden, das im Winter gebraucht wird.

Ein kleiner Abstecher nach Schloss Moosham mit seinen schönen alten Gemäuern und wahren Kunstschätzen bietet sich auf dieser Etappe besonders an. Es liegt in der Gemeinde Unternberg, wurde 1191 erstmals erwähnt und befindet sich heute in Familienbesitz. Stolz ist der Besitzer nicht nur auf die kostbaren Schätze, sondern auch auf sein gut erhaltenes Folterwerkzeug, z.B. aus der Zeit der Hexenverbrennungen. Oder Schloss Goppelsbach. Das äußerst gepflegte Schloss liegt knapp westlich des Ortes Stadl oberhalb des linken Murufers auf einer kleinen Anhöhe und ist eine Augenweide.

outdooractive.com User
Autor
Günther Steininger
Aktualisierung: 09.01.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1109 m
803 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Das richtige Fahrrad: Tourenrad oder Citybike, Rennräder sind eher nicht zu empfehlen. Pannen können passieren - selten aber vor der Tür einer der zahlreichen Servicestellen: eine Grundausrüstung an Werkzeug und Zubehör schadet daher nie! Ersatzschlauch und/oder Flickzeug, Universalschraubenschlüssel, Luftpumpe, Brems- und Schaltseil sowie ein Schraubenzieher können nie schaden.

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus:
Tel. +43 316 4003450
www.steiermark-touristik.com

Weitere Informationen:
Steiermark Tourismus
Tel. +43 316 4003
www.steiermark.com

Den Murradweg mit allen Daten und Fakten finden Sie auf www.murradweg.com

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Start

Muhr im Lungau (1109 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.098530 N 13.498530 E
UTM
33T 386060 5217207

Ziel

Murau

Wegbeschreibung

Los geht`s auf unserer Tour am Murradweg vom Nationalpark Hohe Tauern Richtung Süden. Die Straße aus Muhr hinaus folgt einem Bach bis nach St. Michael. Während wir gemütlich in die Pedale treten, freut sich das Auge über Almen genauso wie über ein prächtiges Gebirgspanorama, das uns bei unserer immer leicht bergab gehenden Radtour begleitet. Im Zentrum St. Michaels halten wir uns links und überqueren die Bundesstraße. Wir kommen an einer Pension vorbei und wissen: Jetzt müssen wir ans rechte Murufer wechseln. Der Golfplatz taucht auf und sagt uns: Hier geht die Straße nach St. Margarethen weg, wir wechseln wieder „die Seite“ ans linke Ufer der Mur und überqueren die nächste Straße. Für die Weiterfahrt nach Tamsweg überqueren wir die Mur, biegen in Pischelsdorf links ab, um wieder in Murnähe nach Unternberg zu kommen. An dieser Stelle ein Tipp, der für unsere gesamte Reise gilt: Es gibt so viel zu sehen, an und neben unserer Strecke. Lieber einmal öfter stehen bleiben und die Schätze, die Österreich bietet, sehen. Zum Beispiel jetzt, wo das Schloss Moosham doch so nahe liegt.

Nach dieser kulturellen Pause kehren wir wieder an den Ausgangspunkt des kleinen Abstechers zurück und queren erneut den Fluss. Und wieder geht´s über die Mur, jetzt befinden wir uns am rechten Ufer und fahren durch den Ort Neggerndorf. Wir kommen am Wallfahrtskircherl St. Leonhard vorbei. Das Juwel zählte im Spätmittelalter neben Mariazell zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten Österreichs. Ein Besuch lohnt sich! Danach halten wir auf die Bundesstraße zu, überqueren sie auf der Brücke, und gleich danach geht´s auch über die Trasse der Murtalbahn und die Mur Richtung Zentrum. Für alle, die jetzt ihren Proviant auffüllen möchten, eine ideale Gelegenheit.

Danach bringen uns ein paar leicht zu bewältigende, gemütliche Kilometer auf dem Rad nach Ramingstein mit seiner über dem Ort thronenden Burg Finstergrün. Weiter geht`s nach Einach. Achten wir auf den grün bemalten Bauernhof: hier geht´s nämlich nach rechts weg. Und wieder passen wir auf: denn die alte Schmiede, die gleich danach zu sehen ist, sagt uns: wieder nach links abbiegen. Unsere Räder rollen nun auf Asphalt weiter, bis kurz vor dem nächsten Ort der Weg in einen lichten Fichtenwald führt. Wir folgen dem Weg, der nach rechts quert und radeln über eine Holzbrücke. Und jetzt: "Augen auf und Kopf einziehen“, denn zu unserer Linken liegt Schloss Goppelsbach und gleich danach geht´s unter einem Torbogen durch. Das äußerst gepflegte Schloss liegt knapp westlich des Ortes Stadl oberhalb des linken Murufers auf einer kleinen Anhöhe. Es ist ein zweistöckiger Renaissancebau, der einen malerischen zweigeschossigen Arkadengang an seiner Nordseite zeigt. Die großen Bögen des Erdgeschosses stützen sich auf stämmige Mauerpfeiler, während die nur halb so großen Bögen des ersten Obergeschosses auf zierlicheren Steinsäulen ruhen. Es befindet sich übrigens in Privatbesitz.

Wir radeln weiter auf einer asphaltierten Straße vorbei am Gasthof Ortner und weiter nach Stadl an der Mur. Seit ein paar Jahren empfängt uns hier eine neue Radunterführung, die zu einer Rundbogenbrücke aus Holz über die Mur führt. Gleich danach sollten wir links abbiegen, und folgen einer kleinen Dorfstraße, die bis zum Gasthaus Murtalerhof führt. Wer so viel radelt und so viel sieht wie wir, darf sich auch einmal abkühlen. Zur guten Ausrüstung gehört das Badezeug, und das brauchen wir, wenn wir einen kleinen Abstecher zur Freizeitanlage einplanen, dort lädt nämlich der Stadler Badesee ein.

Abgetrocknet, ausgeruht? Dann kehren wir wieder zum Murtalerhof zurück, und fahren eine kleine Gasse links bis in den Ortsteil Steindorf, wo ein Bach unseren Weg kreuzt. Wir radeln gemütlich hinter den Häusern und kommen zu den Geleisen der Murtalbahn. Fünf Kilometer sind es ab da noch, bis uns St. Ruprecht ob Murau begrüßt. Sind wir bei der Haltestelle St. Ruprecht angelangt, verspricht ein Pfeil in Richtung Holzmuseum schon die nächste steirische Attraktion, die wir auf keinen Fall auslassen sollten. Kennen Sie den Begriff „Steirische Holzstraße“? Sie beweist uns, dass der „Holzweg“ nicht immer der falsche sein muss. Wenn man sie entlangfährt, lernt man nahezu alle Facetten dieses natürlichen Rohstoffes kennen. Und hier, wo wir uns jetzt befinden, bietet sich der Besuch des Holzmuseums an! Folgen wir dem hölzernen Wegweiser mit dem „H“. Achtung, auf halbem Weg nach St. Ruprecht steigt der Radweg ein wenig an und wendet sich nach links, während eine Forststraße in den Wald führt.

Bald sehen wir einen kleinen Stausee, den das Kraftwerk Bodendorf verursacht. Hier führt der schmale Weg richtig schnell bergab, bis wir eine größere Murbrücke erreichen. Bleiben wir aber am rechten Ufer und folgen der Straße geradeaus, wo uns eine leichte Steigung erwartet. Die Schmalspurbahn kreuzt unseren Weg, und wir fahren weiter nach St. Lorenzen ob Murau, wo uns der Kreischberg, eines der beliebtesten Wintersportgebiete in Österreich, begrüßt. Aber auch im Sommer ist der Kreischberg einen Besuch wert - die Öffnungszeiten der Kabinenbahn finden wir hier. Nun brauchen wir wieder nahezu keine Pedale, denn der Weg führt hinunter zur Murtalbahn. Wir lassen unseren Weg von ihr begleiten und sie ein paar Mal kreuzen, bis er uns nach links weg ins Zentrum von Murau führt.

Wer nun noch Lust auf einen Ausflug hat, der sollte noch Stift St. Lambrecht im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen besuchen. Dazu bedarf es allerdings noch Reserven, denn Steigungen sind hier angesagt. Aber wenn wir uns noch einmal motivieren, dann werden wir durch bezaubernde Bilder der steirischen Landschaft belohnt. Und vor allem das Ziel, die Abtei St. Lambrecht belohnt uns für die Mühen. Ja, wir sind auf 1.072 Meter Seehöhe! Bravo! Dafür sehen wir aber das 1076 gegründete Stift mit seiner mehr als bewegten Geschichte, die auch eindrucksvoll dokumentiert ist, bis endlich, 1946 die Benediktinermönche wieder zurückkehren konnten.

Zur 3. Tagesetappe des Murradweges

Zur Gesamtübersicht des Murradweges

 

Öffentliche Verkehrsmittel

ÖBB www.oebb.at oder
Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Anfahrt

www.at.map24.com

Parken

Bei den Murradweg - Partnerbetrieben in Muhr im Lungau stehen allen Murradlern kostenlos Parkplätze zur Verfügung! Eine Übersicht über die Partner finden Sie auf www.murradweg.com und im Folder "Murradweg", den Sie bei Steiermark Tourismus gratis bestellen können.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Folder "Murradweg - Vom Steirerkas zu Wein und Kernöl" Steiermark Tourismus Tel. +43 316 4003 www.steiermark.com Mur-Radweg 1:50.000, ISBN 978-3-85000-037-6 Verlag Esterbauer - bikeline Tel. +43 2983 28982 www.esterbauer.com

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
66,4 km
Dauer
5:00 Std
Aufstieg
142 m
Abstieg
442 m
Streckentour Etappentour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

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