Drucken
GPX
Zu Liste hinzufügen
 Teilen
Radfahren Etappe

Etappe 07 Murradweg Leibnitz - Bad Radkersburg

Radfahren • Südwest-Steiermark
  • Durch das Natura 2000 Europa Schutzgebiet Murauen
    / Durch das Natura 2000 Europa Schutzgebiet Murauen
    Foto: Steiermark Tourismus/Gerhard Eisenschink
  • Im Süden steht der Genuss im Mittelpunkt
    / Im Süden steht der Genuss im Mittelpunkt
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Altstadtflair in Bad Radkersburg
    / Altstadtflair in Bad Radkersburg
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Parktherme Bad Radkersburg
    / Parktherme Bad Radkersburg
    Foto: Parktherme/Harald Eisenberger
Karte / Etappe 07 Murradweg Leibnitz - Bad Radkersburg
0 150 300 450 m km 10 20 30 40 50

Willkommen auf der letzten Etappe in Österreich entlang der Mur. Sie führt uns von Leibnitz in der Südsteiermark durch Felder und Auwälder mit Möglichkeiten für Abstecher in die Weinberge in die romantische Thermenstadt Bad Radkersburg direkt an der Grenze zu Slowenien.

leicht
51,8 km
4:00 Std
8 m
65 m

Mit dem Start in Leibnitz und dem benachbarten Flavia Solva sei eine Frage gestattet: Zeit für ein wenig Geschichtsunterricht? Flavia Solva ist die einzige Römerstadt der Steiermark. Kaiser Vespasian gründete sie 70 n. Chr. Flavia Solva war, wie die meisten römischen Städte in rechteckigen Häuserblocks angelegt. Die Höfe nach innen gerichtet. Die Straßen waren rechtwinkelig nach allen Richtungen um ein Forum angelegt. Auch ein Amphitheater stand in der Stadt am heutigen Murradweg. Es waren die Germanen, die die unbefestigte Stadt 166 in Schutt und Asche legten. Danach: ein martialisches Auf- und Ab. In den ersten Jahren des fünften Jahrhunderts gelang es schließlich den Goten, die blühende Metropole endgültig zu zerstören. Weiteres sehenswert sind auf dieser Etappe das Schloss Spielfeld, das sich majestätisch aus dem Auwald erhebt. Stille, seltene Pflanzen- und Tierarten. Einfach innehalten und durchatmen, ein Sprung in den Röcksee wagen und schließlich Bad Radkersburg besuchen und lieben lernen. Als besonderer Tipp sei bei Ehrenhausen das Genussregal mit der Vinofaktur erwähnt!

outdooractive.com User
Autor

Günther Steininger

Aktualisierung: 24.11.2017

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
273 m
208 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Das richtige Fahrrad: Tourenrad oder Citybike, Rennräder sind eher nicht zu empfehlen. Pannen können passieren - selten aber vor der Tür einer der zahlreichen Servicestellen: eine Grundausrüstung an Werkzeug und Zubehör schadet daher nie! Ersatzschlauch und/oder Flickzeug, Universalschraubenschlüssel, Luftpumpe, Brems- und Schaltseil sowie ein Schraubenzieher können nie schaden.

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus:
Tel. +43 316 4003450
www.steiermark-touristik.com

Weitere Informationen:
Steiermark Tourismus
Tel. +43 316 4003
www.steiermark.com

Den Murradweg mit allen Daten und Fakten finden Sie auf www.murradweg.com

Rückreise von Bad Radkersburg nach St. Michael: Bacher Reisen, St. Michael im Lungau, Tel. +43 6477 8111, Anmeldung vorab notwendig. Nähere Informationen: Bacher Reisen, www.murradtour.info

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Start

Leibnitz (272 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.781394 N 15.538337 E
UTM
33T 541094 5181012

Ziel

Bad Radkersburg

Wegbeschreibung

Um unsere letzte Etappe am Murradweg in Österreich zu beginnen, kehren wir zu aller erst einmal nach Hasendorf zurück und folgen dem Murradweg entlang des Flusses bis Flavia Solva. Danach wechselt der Murradweg auf Höhe der Bundesstraße an das linke Murufer - über die Brücke und danach links zur Mur hinunter und unter der Straße hindurch. Bald gelangen wir eine bezaubernde Aulandschaft, die wir vor allem im Frühling mit ihrer Blütezeit und im Sommer als Schattenspender zu schätzen wissen. Bei Ehrenhausen mit seinem Genussregal auf der gegenüberliegenden Murseite und leicht über eine Brücke erreichbar, geht es an besagter Murbrücke wieder aus dem Wald heraus. Unser Weg setzt sich ab Ehrenhausen weiterhin am Murufer fort. Es gibt keine Orientierungsschwierigkeiten, der Weg ist besonders gut zu fahren, denn wir radeln durch ruhige, abgeschiedene Landschaften. Ein grüner Auwald begleitet und verzaubert uns. Bald gelangen wir wieder zu einem Schloss. Diesmal ist es das Schloss Spielfeld, das sich majestätisch aus dem Auwald erhebt. Das Gebäude, das durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges argen Schaden erlitten hat, wird seit 1987 von einer Initiative wieder zu neuem Leben erweckt.

Wir trennen uns vom Auwald, passieren eine Eisenbahnbrücke und kommen zur Bundesstraße. Wenn wir nach Spielfeld wollen, nehmen wir den Weg rechts über die Mur. Wir überqueren die Bundesstraße und fahren unter der Autobahn durch. Jetzt ist der Weg zunächst unbefestigt und führt uns wieder durch Wald, dem Eingang ins Natura 2000 Schutzgebiet Radkersburger Auen. In Oberschwarza bei der Kirche angekommen folgen wir der Dorfstraße nach rechts und halten uns nach kurzem an der Weggabelung wieder rechts und gelangen so nach Unterschwarza. Auch hier zunächst zur Dorfkirche, zum Feuerwehrhaus, danach gleich rechts und nach der Brücke gleich wieder nach links. Einmal quert noch die Straße bei der Rablmühle, wir bleiben geradeaus unterwegs. Herrlich, riechen Sie, was der Auwald alles zu bieten hat? Diese Stille? Die vielen Pflanzen- und Tierarten, die er beherbergt? Innehalten und einfach durchatmen – das sollten wir jetzt tun, wenn wir wieder in das satte Grün eintauchen. Auf dem Weiterweg nach Mureck kommen wir noch an einer Besonderheit vorbei: Bei Weitersfeld bringt eine der letzten Rollfähren Österreichs Gäste nach Slowenien bzw. von Slowenien nach Österreich. Die Rollfähre ist besonders bei Radfahrern, die in der Radregion Bad Radkersburg urlauben, beliebt, denn ein Radweg führt auf beiden Seiten der Mur nach Bad Radkersburg. Aber aufgepasst: den Reisepassbei dieser Tour nicht vergessen!

In Mureck angekommen fällt uns was auf: Mureck ist, wie auch Wildon, an das wir uns gern erinnern, ein richtiges Straßendorf. Anders, als in einem Markt stehen die Häuser mit der Längsseite zur Straße, und nicht mit ihren Giebeln. Und in Mureck erwartet uns außerdem das nächste absolute Muss: der Besuch und die Einkehr bei der Murecker Schiffsmühle. Problemlos zu finden begeistert Sie seit vielen, vielen Jahren alle Murradwegfahrer. Die Beschilderung zur Schiffsmühle und wieder von ihr zurück zum Murradweg ist natürlich bestens. Über Misselsdorf gelangen wir nun vorbei am Klimaschutzgarten und dem Hummelparadies Richtung Röcksee ab. Hier lohnt es sich, ein bisschen zu verweilen und in den See zu springen, bevor wir uns auf den Endspurt auf österreichischer Seite machen. Jetzt ist es nur noch Radfahrern erlaubt, geradeaus weiter zu fahren. Nach einer großen Schottergrube geht es kurvig durch einen wunderschönen Auwald. Unser Weg ist jetzt gleich unsere Orientierungshilfe, er hebt sich deutlich von allen abzweigenden Möglichkeiten ab.

Sehen Sie schon das kleine Ausgleichsgerinne? Wir überqueren es und sehen den neuen Murturm. 30 Meter ist die enorme Stahlkonstruktion hoch. Und ihre Gestalt ist die der DNS, als der Grundlage alles Lebens. Haben Sie den Turm erklommen? Wir „sitzen wieder auf“ und radeln nun nach kurzer Verschnaufpause an der nächsten unbefestigten Querstraße nach links. An der Weggabelung, die 300 Meter weiter kommt halten wir uns rechts. Wir sind immer noch auf dem Schotterweg. Vorbei geht es an der Ortschaft Diepersdorf, jedoch wir sehen sie gar nicht. Die nächste Ortschaft, die wir wahrnehmen, ist schon Fluttendorf. Hier überqueren wir den Mühlbach, und legen noch einen weiteren Kilometer auf „unserer“ Schotterstraße zurück. Dann geht´s nochmals über den Mühlbach. Da, die Mühle, sehen Sie sie? Wir halten auf sie zu. 400 Meter danach folgt ein Linksschwenk, und der Mühlbach will noch einmal, dass wir ihn übersetzen. Wir sind nun in Donnersbach.

Wenn uns die Zeit geblieben ist, hier lohnt es sich noch einmal, einen „Umweg“ zu machen. Und zwar nach Klöch. Der kleine, bezaubernde Weinort liegt 290 Meter hoch. Auf einem Vulkankegel. Die Fahrt dorthin verläuft für uns auf ruhigen Landstraßen, allerdings, Schönheit will verdient sein und es wartet die eine oder andere Steigung auf uns. Wir haben zwei Möglichkeiten: Zum einen führt eine Route südlich des Berges nach Klöch, das ist die etwas kürzere, aber dafür hat die nördliche Variante weniger strenge Steigungen für uns parat. Welche Route auch immer wir wählen, es lohnt sich, danach auf ein Glas des berühmten Traminers von der Klöcher Weinstraße zu gehen.

Diejenigen von Ihnen, die sich entschieden haben, von Donnersbach gleich weiter nach Bad Radkersburg zu fahren, sind nach der Brücke gleich rechts abgebogen. Fünfeinhalb Kilometer führt unsere Route durch Felder, vorbei an einem Häuschen hier, einem da, bis wir nach Halbenrain/Dietzen kommen. Über einen Damm geht es weiter in den Ort hinein. Wir kommen wieder an eine Weggabelung, an der es für uns rechts nach Pfarrsdorf weiter geht. Bei dem kleinen Kirchlein heißt es: Schwenk nach links und nach dem Ortsausgangsschild nach rechts. Zwei Seen sind es, die uns bald in ihre Mitte nehmen, die sogenannten Liebmannseen. Es dauert jetzt ungefähr einen Kilometer, bis wir wieder rechts in einen Schotterweg einbiegen. Unser Blick fällt direkt auf Schloss Oberradkersburg, auf einem Hügel jenseits der Mur - bereits auf slowenischem Gebiet. Ein paar Meter noch und wir sind in Bad Radkersburg, wo unsere siebentägige Tour durch die schönsten Gegenden endet. Jetzt haben wir uns einen Kaffee, ein Eis, was auch immer verdient. Oder einen Besuch in der Parktherme. Oder ein gutes Glas Wein, und lassen die vielen Stationen, schönen Bilder, Almen, Felder, und Menschen, die wir getroffen haben, noch einmal an unserem geistigen Auge vorbei ziehen und Revue passieren. Erinnern wir uns an die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Steirer, die neue „Freundin“, die wir gewonnen haben, die Mur. Die uns treu begleitet hat. Manchmal dezent unsichtbar, manchmal direkt an unserer Seite.

Zur 8. Tagesetappe des Murradweges

Zur Gesamtübersicht des Murradweges

 

Öffentliche Verkehrsmittel

ÖBB www.oebb.at oder
Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Anfahrt

www.at.map24.com

 

Parken

Ideal sind die Parkplätze beim Städtischen Erlebnisbad (im Westen von Leibnitz), Altenmarkt (auch Busparkplatz). Eine andere Möglichkeit zum Einstieg auf den Murradweg besteht neben der B67 bei der Landschabrücke (gegenüber Hotel-Restaurant Neuhold) in Wagna.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Folder "Murradweg - Vom Steirerkas zu Wein und Kernöl" Steiermark Tourismus Tel. +43 316 4003 www.steiermark.com Mur-Radweg 1:50.000, ISBN 978-3-85000-037-6 Verlag Esterbauer - bikeline Tel. +43 2983 28982 www.esterbauer.com

Community

 Kommentar
 Aktuelle Bedingung
Veröffentlichen
  Zurück zur Eingabe
Punkt auf Karte setzen
(Klick auf Karte)
oder
Tipp:
Der Punkt ist direkt auf der Karte verschiebbar
Löschen X
Bearbeiten
Abbrechen X
Bearbeiten
Punkt auf Karte ändern
Videos
*Pflichtfeld
Veröffentlichen
Bitte einen Titel eingeben.
Bitte einen Beschreibungstext unter "Aktuelle Bedingung" eingeben.
mehr zeigen

Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit
leicht
Strecke
51,8 km
Dauer
4:00 Std
Aufstieg
8 m
Abstieg
65 m
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

: Std
 km
 m
 m
Höchster Punkt
 m
Tiefster Punkt
 m
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.