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Wanderung Etappe

Etappe 10 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Gesäuse Mödlingerhütte - Heßhütte

Wanderung • Alpenregion Nationalpark Gesäuse
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    Foto: Ernst Kren
  • Blick in den Nationalpark Gesäuse
    / Blick in den Nationalpark Gesäuse
    Foto: Steiermark Tourismus/Popp-Hackner
  • Der Bergsteigerfriedhof in Johnsbach
    / Der Bergsteigerfriedhof in Johnsbach
    Foto: Ernst Kren
Karte /  Etappe 10 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Gesäuse Mödlingerhütte - Heßhütte
900 1200 1500 1800 2100 m km 2 4 6 8 10 12 Alpinpark Johnsbach Bergsteigerfriedhof Johnsbach Aussichtspunkt Wasserfall

Diese Tour führt uns mitten durch das Gesäuse, den jüngsten Nationalpark Österreichs. Von der Mödlinger Hütte am Fuße des Reichensteins geht der Wanderweg über das Bergsteigerdorf Johnsbach zur Heßhütte, die aufgrund ihrer Lage wohl wichtigste Schutzhütte im Gesäuse. Der Namensgeber Heinrich Heß, der als Erschließer der Gesäuseberge gilt, war auch Mitinitiator für den Bau einer Hütte unterhalb des Hochtorgipfels, da damals der Andrang an Bergsteigern insbesondere aus Wien derart enorm anstieg, dass das bestehende Heulager auf der nahe gelegenen Stadelfeldalm als Unterschlupf nicht mehr ausreichte. Für heutige Begriffe war die 1893 eröffnete Schutzhütte sehr bescheiden. Sie bestand aus einem kleinen einstöckigen Blockbau und bot Schutz, einfaches Essen und ein Nachtlager. Heute ist die Hütte mit Lagern und Zimmern, einer ausgezeichneten Küche und seit 2004 auch mit einer vollbiologischen Kläranlage ausgestattet.

mittel
13,2 km
6:00 Std
940 m
761 m

Es geht für uns heute auch durch das Johnsbachtal, das gleichermaßen der Südseite des Gesäuses zu Füßen liegt. In Alpinkreisen ist das Bergsteigerdorf Johnsbach neben der Einzigartigkeit der Landschaft und des Tourenangebotes auch für einen traurigen Superlativ - seinen Bergsteigerfriedhof bekannt, denn dieser Bergsteigerfriedhof ist der größte der Welt. Es besteht hier wohl eine besondere Beziehung zwischen Himmel und Erde, wenn man vom Friedhof über den Kirchengrat in einer Linie zum Hohen Ödstein blickt. Es sind hier im Bergsteigerfriedhof all jene Menschen begraben, die in den Gesäusebergen verunglückten. Grabsteine und Grabkreuze erinnern an die 83 hier begrabenen Alpinisten. Die Innschriften auf den Grabsteinen können einige Geschichten erzählen: von tödlichen Wetterstürzen, Steinschlägen und Abstürzen.

Autorentipp

Im Gesäuse braucht sich ein (Weit)Wanderer keine Sorgen um seine Mobilität abseits des Wanderschuhs machen. Die sanft-mobilen Angebote der Gseispur lässt Sie einfach und flexibel mobil - ganz ohne eigenes Auto - den Urlaub im Gesäuse verbringen. Wählen Sie einfach die für Sie passende Mobilitätsform der Gseispur und über die Nationalpark Gesäuse App oder die Hotline +43 3637 212 können Sie diese bestellen. So einfach kommen Sie bei uns "nachhaltig" ans Ziel!

outdooractive.com User
Autor
Günther Steininger
Aktualisierung: 28.03.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1694 m
754 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Notruf Bergrettung: 140

Ausrüstung

Ein richtiges Rucksackpacken macht vieles leichter: Schwere Sachen als erstes einpacken. Die Wasserflasche sollte immer gut griffbereit in einer Seitentasche sein. Alle Dinge, die oft benötigt werden wie Sonnenbrille, Fotoapparat oder Wanderkarte, gehören obenauf. Eine Notfallsausrüstung inklusive Blasenpflaster gehört in jeden Rucksack und eine Einkleidung nach dem "Zwiebelsystem" empfiehlt sich immer!

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus: Tel. +43 316 4003450, www.steiermark-touristik.com 

Weitere Informationen:
Steiermark Tourismus, Tel. +43 316 4003, www.steiermark.com

Gesäuse, Tel. +43 3613 21160 10, www.gesaeuse.at

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Im Gesäuse braucht sich ein (Weit)Wanderer keine Sorgen um seine Mobilität abseits des Wanderschuhs machen. Die sanft-mobilen Angebote der Gseispur lässt Sie einfach und flexibel mobil - ganz ohne eigenes Auto - den Urlaub im Gesäuse verbringen. Wählen Sie einfach die für Sie passende Mobilitätsform der Gseispur und über die Nationalpark Gesäuse App oder die Hotline +43 3637 212 können Sie diese bestellen. So einfach kommen Sie bei uns "nachhaltig" ans Ziel!

Start

Mödlingerhütte (1513 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.528720 N 14.553021 E
UTM
33T 466354 5264018

Ziel

Heßhütte

Wegbeschreibung

Von der Mödlinger Hütte (Tel. +43 680 2057139) inmitten der Gesäuseberge führt uns der Weg zunächst stetig in Serpentinen über die Huberalm bergab ins Bergsteigerdorf Johnsbach (Tourismusinformation Tel. +43 3613 2116010). Das Gesäuse, als Universität des Kletterns des Öfteren bezeichnet, bietet tatsächlich lange und schwierige Kletterrouten in meist bestem Fels. Insbesondere die Südseite mit dem Zentrum Johnsbach wartet mit exzellenten Felsrouten auf. So ist es nicht verwunderlich, dass der kleine Ort ein heimeliges Zentrum für Kletterer und Skitourengeher geworden ist.

Über den Schattseitenweg entlang des Johnsbaches gelangen wir zum Kölblwirt (Tel. +43 3611 216), einen der beliebtesten Wander- und Skitourengastgeber im Gesäuse. Ab hier erwartet uns wieder ein Anstieg in die Gesäuseberge. Im Angesicht der Hochtorgruppe wandern wir beeindruckt vom Panorama und den Südwänden des Großen Ödsteins und des Hochtors vorbei am Wolfbauern Wasserfall und über die Untere und Obere Koderalm zu einer Kreuzung beim Gamsbrunn, einer Quellschüttung am Westabhang des Zinödls. Sie wird heute abgeleitet und versorgt die Heßhütte wie auch die Stadelalm mit bestem Trinkwasser. Hier halten wir uns links und gelangen nach wenigen hundert Metern zur Heßhütte (Tel. +43 664 4308060), unserem heutigen Etappenziel an der Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein". Das Ennseck, auf dem die Heßhütte steht, hieß früher das Hochtor, was soviel bedeutet wie "ein hoher Übergang". Seit Jahrhunderten wurde über diesen Gebirgspass das Vieh auf die Hochalmen getrieben. Das Hochtor, mit 2.369 m der höchste Gipfel des Gesäuse, erhielt von diesem Übergang seinen Namen. Vor seiner Besteigung hieß das markante Bergmassiv Hochtorfelsen. Viel Berggeschichte, in die wir auf der nächsten Etappe nach Radmer noch tiefer eintauchen, denn hier erwartet uns das Kupferschaubergwerk mit der kleinsten Stollenbahn Österreichs. Alternativ dazu besteht auch noch eine Alpinvariante nach Radmer zu nehmen, wobei der Abstieg in den idyllisch gelegenen Ort über hohe Felsbrocken herausfordernd ist.

Öffentliche Verkehrsmittel

ÖBB www.oebb.at oder Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Anfahrt

www.at.map24.com

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Tamara Höbinger, Daniel Kreiner Josef Hasitschka: Gesäuse - Landschaft im Wandel www.steiermark.com/buecher

Kartenempfehlungen des Autors

Freizeitkarte Alpenregion Nationalpark Gesäuse, 1:50.000 www.gesaeuse.at Kompass WK69 Gesäuse, Ennstaler Alpen, Pyhrnpass, Eisenerz www.steiermark.com/buecher Freytag & Berndt WK62 Gesäuse · Ennstaler Alpen · Schoberpass www.steiermark.com/buecher

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,2 km
Dauer
6:00 Std
Aufstieg
940 m
Abstieg
761 m
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

: Std
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