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Wanderung Etappe

Etappe 21 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Mürzzuschlag - Pretul Rosegger Schutzhaus

Wanderung • Hochsteiermark
  • Am Gipfel des Stuhleck
    / Am Gipfel des Stuhleck
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Südbahnmuseum
    / Südbahnmuseum
    Foto: Tourismusverband Semmering-Waldheimat-Veitsch
  • Herbststimmung in den Fischbacher Alpen
    / Herbststimmung in den Fischbacher Alpen
    Foto: Steiermark Tourismus/Andreas Steininger
  • Zwischen Stuhleck und Pretul
    / Zwischen Stuhleck und Pretul
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Perfekte Beschilderung
    / Perfekte Beschilderung
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Die Peter Bergner Warte auf der Pretul
    / Die Peter Bergner Warte auf der Pretul
    Foto: Steiermark Tourismus/Harry Schiffer
  • Brahmsmuseum
    / Brahmsmuseum
    Foto: Tourismusverband Semmering-Waldheimat-Veitsch
Karte / Etappe 21 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Mürzzuschlag - Pretul Rosegger Schutzhaus
900 1200 1500 1800 2100 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 SÜDBAHN Museum Schutzhütte, Alois-Günther-Haus

Auf dieser Etappe der "Vom Gletscher zum Wein" Wanderroute sind wir in mehrfacher Hinsicht auf historischen Spuren unterwegs. Führt uns der erste Teil der Wandertour entlang des UNESCO Welterbes Semmeringbahn am gleichnamigen Bahnwanderweg, gelangen wir gegen Ende der Tour auf das Stuhleck, den ersten Alpengipfel, der im Jahr 1892 mit Skiern bestiegen wurde und somit als Wiege des Skilaufs gilt. Der erste Abschnitt bis Spital am Semmering ist recht gemütlich, danach geht es knapp 1.000 Höhenmeter bergauf auf den höchsten Gipfel der Ostalpen, das Stuhleck, um abschließend die letzten Kilometer gemütlich über den Almböden der Fischbacher Alpen bergab auf die Pretul zu marschieren.

mittel
21,8 km
8:00 Std
1335 hm
416 hm

In Mürzzuschlag ist man nicht nur auf den historischen Spuren der Bergretter - wie auf der 19. Etappe der Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein" beschrieben - unterwegs, sondern auch auf jenen der Skipioniere. Max Kleinoscheg, Toni Schruf und Walther Wenderich waren es, die am 13. Februar 1892 den 1.782 Meter hohen Gipfel mit Skiern des Stuhleck bestiegen und am 2. Februar 1893 in Mürzzuschlag auch das erste Skirennen Mitteleuropas veranstalteten. Zudem organisierten sie 1894 eine Wintersportausstellung und machten damit den Skisport im Alpenraum populär. Daher finden wir auch in Mürzzuschlag das FIS Wintersportmuseum mit der größten Anzahl wintersporthistorischer Exponate der Welt.

Wir bewegen uns hier auch auf einer Etappe der Rundtour BergZeitReise, die durch die wildromantische Gebirgslandschaft der Hochsteiermark führt.

Autorentipp

Im Frühjahr 2018 wurden im Zuge eines Castings von einer Jury sowie den Lesern einer großen österreichischen Tageszeitung mit Martina Traisch aus dem Ennstal und Manfred Polansky aus dem Mürztal 2 „Superwanderer“ gewählt, die im Sommer die Nord- und die Südroute erwanderten. Auf www.steiermark.com/superwanderer sind ihre Erfahrungen und Erlebnisse nachzulesen: Von idealen Fotopunkten bis zu versteckten Weinkellern in Berghütten. Will man nun auf den Spuren von Martina und Manfred wandeln und auch „Superwanderer“ werden? Dies geht ganz einfach: Auf www.steiermark.com/superwanderer anmelden und im Anschluss Postings, Videos und Kommentare zu seinen Erlebnissen entlang der Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ posten – ganz egal, ob die gesamte Route oder nur ein Abschnitt erwandert wird. Alle 5 Etappen winkt zudem eine kleine Belohnung!

outdooractive.com User
Autor
Günther Steininger
Aktualisierung: 16.08.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1779 m
671 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Schutzhütte, Alois-Günther-Haus
Roseggerhaus auf der Pretul

Sicherheitshinweise

Notruf Bergrettung: 140

Tipp zur Notfallmeldung – Antworten auf die sechs W-Fragen geben: Was ist passiert? Wieviele Verletzte? Wo ist der Unfall passiert (eventuell GPS-Koordinaten)? Wer meldet (Rückrufnummer)? Wann ist der Unfall passiert? Wetter am Unfallort?

Ausrüstung

Ein richtiges Rucksackpacken macht vieles leichter: Schwere Sachen als erstes einpacken. Die Wasserflasche sollte immer gut griffbereit in einer Seitentasche sein. Alle Dinge, die oft benötigt werden wie Sonnenbrille, Fotoapparat oder Wanderkarte, gehören obenauf. Eine Notfallsausrüstung inklusive Blasenpflaster gehört in jeden Rucksack und eine Einkleidung nach dem "Zwiebelsystem" empfiehlt sich immer!

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus: Tel. +43 316 4003450, www.steiermark-touristik.com

Weitere Informationen:

Steiermark Tourismus, Tel. +43 316 4003, www.steiermark.com

Hochsteiermark, Tel. +43 3862 55020, www.hochsteiermark.at

Semmering-Waldheimat-Veitsch, Tel. +43 3852 3399, www.waldheimat-semmering-veitsch.at

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Start

Mürzzuschlag (671 hm)
Koordinaten:
Geographisch
47.606570 N 15.673940 E
UTM
33T 550653 5272793

Ziel

Rosegger Schutzhaus

Wegbeschreibung

Wir starten unsere Tour in der wunderschön am Fuße des Semmering gelegenen Kleinstadt Mürzzuschlag. Falls wir die Tour etwas abkürzen wollen, weil wir noch eines der Mürzzuschlager Museen besuchen möchten, besteht die Möglichkeit ein Teilstück der Semmeringbahn von Mürzzuschlag bis Spital am Semmering zu fahren oder mit dem Öffentlichen Bus diesen Abschnitt zu überwinden - hier finden wir den Fahrplan (Bahn und Bus).

In Mürzzuschlag geht es für uns zunächst Richtung Bahnhof um vor diesem durch eine Unterführung auf die Obere Bahngasse zu gelangen. Ab hier führt uns die Wanderung bis Spital am Semmering auf dem südlichsten Stück des steirischen Bahnwanderweges, der als Themenweg geführt wird. Peter Rosegger (1843 - 1918), der weltweit bekannte Dichter, Schreiber und kritische Zeitgeist, begleitet uns sinngemäß hier auf deisem Abschnitt und trifft dabei bedeutende Zeitgenossen wie Viktor Kaplan, dem Erfinder der Wasserturbine, oder den Schauspieler und Dichter Otto von Sommerstorff, der 1934 in Spital am Semmering verstarb. So eröffnet sich auf dem Weg eine kleine, informative Kulturgeschichte über den steirischen Teil des Semmering. Über den Stadtteil Edlach gelangen wir immer leicht bergauf, der Bahnlinie entlang und vorbei an Viadukten nach Spital am Semmering. Bevor wir in den beschaulichen Ort, der vor allem mit dem Skigebiet Stuhleck, zu einem der größten Urlaubsorte des Mürztales zählt, kommen, bekommen wir noch die Möglichkeit noch tiefer in die Geschichte der Region einzutauchen. Oberhalb unserer Route inmitten des dichten Waldes finden sich die Räuberhöhlen. Die Große Räuberhöhle mit zwei noch ersichtlichen Wehranlagen ist über einen etwas versteckt liegenden Weg in 5 - 10 Minuten erreichbar. Der Sage nach sollen in ihr die Räuber gelebt haben. Das einzige sichere Indiz dafür ist eine aus dem Jahr 1220 stammende Urkunde, in der diese Räuber genannt werden. Im 17. und 18. Jahrhundert hielten sich, durch mehrere Quellen belegt, in der Höhle mehrfach Gruppen abgerüsteter Soldaten auf, die sich diese Höhle als Unterschlupf wählten und von dort aus das Umland drangsalierten.

Zurück auf unserem Hauptweg zweigen wir oberhalb von Spital am Semmering bei dem idyllisch am Fuße einer kleinen Felswand gelegenen Zatzka-Kircherl rechts ab um über den Bahnhof und vorbei am Hotel Onkel Fritz direkt ins kleine Zentrum des Ortes zu gelangen. Beim Rathaus überqeuren wir die Bundesstraße und wandern vorbei an der Kirche mit seinem schönen Pfarrhof Richtung Stuhleck. Der Name der Gemeinde geht übrigens auf ein Hospiz (Spital) zurück, das 1160 hier an der Stelle der Pfarrkirche von Ottokar III. gegründet wurde. Nach der Kirche zweigen wir rechts ab und folgen für etwa 200 Meter der Stuhleckstraße. Gleich nach einer langgezogenen Linkskurve halten wir uns links um über den Lärchenwaldweg - nomen est omen - in die wunderschönen Wälder des Hocheck eintauchen, wobei wir vorher noch unter der Vierersesselbahn Stuhleck durchgehen. Der weitere Weg führt uns vorbei am Urlaub am Bauernhof Betrieb Gaißschlager über das Hocheck zum Karl Lechner Haus (nur von Juni bis Ende Oktober am Wochenende und Feiertags geöffnet, Winterraum ist immer verfügbar, Tel. +43 1 2902409 oder +43 676 4464643 an den bewirtschafteten Tagen).

Vom Karl Lechner Haus geht es nun auf unserer Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein" weiter bergauf zunächst noch durch einen Schatten spendenden Wald Richtung Stuhleck Gipfel mit dem direkt daneben gelegenen Alois Günther Haus (Tel. +43 3853 300). Der Wald wird aber bald von den Latschenfeldern und Almmatten des Stuleckmassivs abgelöst. Durch und über diese führt uns der Weg knapp unterhalb des Gipfles noch einmal zu einem historischen Kleinod, das uns in die Skihistorie zurückblicken lässt. Wir begegnen den Mauerresten der Nansenhütte, der ersten Skihütte im Alpenraum. Nun sind es nur noch wenige hundert Meter bis wir endlich den höchsten Punkt am Ostrand der Alpen erreichen, den Gipfel des Stuhleck mit dem Alois Günther Haus (Tel. +43 3853 300), wo übrigens auch eine Mautstraße hinführt. Dieser Punkt zählt sicherlich zu den beeindruckendsten Aussichtspunkten in den Ostalpen, da man auf der einen Seite den Blick Richtung Alpenraum mit Rax, Hochschwab und der Bergwelt im Süden Österreichs richten kann, auf der anderen Seite aber auch in die hügelige Landschaft der Oststeiermark und der dahinter liegenden Pannonischen Tiefebene richten kann. Vom Stuhleck wandern wir nun weiter durchwegs leicht bergab führend am Kamm der Fischbacher Alpen entlang zur Pretul mit der Peter-Bergner Warte und dem darunter liegenden Rosegger Schutzhaus (Tel. +43 3170 522), zu dem auch vom Ort Ratten in der Region Joglland-Waldheimat in der Oststeiermark eine Mautstraße führt. Der nächste Tag führt uns weiter duch die Fischbacher Alpen in den namensgleichen Ort Fischbach am Fuße des mystischen Teufelstein.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

ÖBB www.oebb.at oder Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Anfahrt

Detaillierte Informationen zur Anreise finden Sie hier.

Parken

In Mürzzuschlag steht ein großer Park & Ride Parkplatz hinter dem Bahnhof (Zufhart zum Südbahnmuseum) zur Verfügung. Im Zentrum der Stadt beachten Sie bitte die Kurzparkzonen.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Wanderführer BergZeitReise des TRV Hochsteiermark www.hochsteiermark.at

Kartenempfehlungen des Autors

Gratis Pocket Card Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein" finden Sie auf www.steiermark.com

Wanderkarte BergZeitReise durch die Hochsteiermark finden Sie auf www.hochsteiermark.at

Kompass WK221 Grazer Bergland, Fischbacher Alpen, Joglland, Oststeirisches Raabtal, Wechsel www.kompass.at

Freytag & Berndt WK21 Fischbacher Alpen · Roseggers Waldheimat · Schneeberg · Mürzzuschlag www.freytagberndt.at

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
21,8 km
Dauer
8:00 Std
Aufstieg
1335 hm
Abstieg
416 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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