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Wanderung Etappe

Etappe 27 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Pöllau - Hartberg

Wanderung • Oststeiermark
  • Herbststimmung über Hartberg
    / Herbststimmung über Hartberg
    Foto: TV Hartbergerland/Bernhard Bergmann
  • Schloss Pöllau im Frühling
    / Schloss Pöllau im Frühling
    Foto: Rita Newman
  • Verkaufsraum Ölmühle Fandler
    / Verkaufsraum Ölmühle Fandler
    Foto: TV Naturpark Pöllauer Tal, Ölmühle Fandler
  • Wallfahrtskirche Pöllauberg
    / Wallfahrtskirche Pöllauberg
    Foto: Steiermark Tourismus/Leo Himsl
  • Rast in Pöllauberg
    / Rast in Pöllauberg
    Foto: Steiermark Tourismus/Leo Himsl
  • (c) Rene Langer
    / (c) Rene Langer
    Foto: Oststeiermark – TV Hartbergerland
  • /
    Foto: Oststeiermark – TV Hartbergerland
  • Am Hauptplatz von Hartberg
    / Am Hauptplatz von Hartberg
    Foto: Steiermark Tourismus/ikarus.cc
  • Abendstimmung beim Museum Hartberg
    / Abendstimmung beim Museum Hartberg
    Foto: TV Hartbergerland/Zugschwert
Karte / Etappe 27 Vom Gletscher zum Wein Nordroute Pöllau - Hartberg
400 600 800 1000 1200 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 Wallfahrtskirche Pöllauberg Blumen- und Gartendorf Pöllauberg Ringwarte

Abwechslungsreich wie die Landschaft sind auch die drei Abschnitte dieser Wandertour im Naturpark Pöllauer Tal: Zunächst der Aufstieg zur Wallfahrtskirche Pöllauberg, danach gibt es ein gemütliches Auf und Ab zwischen 700 und 1.000 m Seehöhe und zum Schluss den Abstieg vom Ringkogel, dem Hausberg der Hartberger.

mittel
16,9 km
6:00 Std
761 m
839 m

Vom „Steirischen Petersdom“ in Pöllau geht es auf dem Hirschbirnwanderweg hinauf in das Blumendorf Pöllauberg. Werden wir dabei Hirsche sehen? Eher nicht, denn es handelt sich hier um eine alte steirische Birnensorte, deren Namen auf das Wort „Herbst“ (mundartliche Bezeichnung „Hiascht“) zurückzuführen ist, da sie erst ab Mitte Oktober geerntet werden kann. Im Laufe der Zeit wurde aus der spät reifenden „Herbstbirne“ die Hirschbirne. Der aus ihr gebrannte Hirschbirnenbrand ist von höchster Qualität. Aber nicht nur Schnaps wird aus der Hirschbirne gewonnen, sondern mit viel Geschick stellen die Betriebe des Naturparks Pöllauer Tal aus den Hirschbirnen weitere wahre Köstlichkeiten wie Hirschbirnsaft, Essig, Gelee und Kletzen (gedörrte Birnen) her.

Autorentipp

Von März bis Oktober wird Ihr Urlaub im Thermen- & Vulkanland Steiermark und der Oststeiermark noch attraktiver, denn mit der GenussCard haben Sie freien Eintritt bei über 120 Ausflugszielen und Erlebnisstationen - schon ab der 1 Nächtigung!

outdooractive.com User
Autor
Günther Steininger
Aktualisierung: 03.05.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
969 m
356 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Altstadt Hartberg

Sicherheitshinweise

Notruf Bergrettung: 140

Tipp zur Notfallmeldung – Antworten auf die sechs W-Fragen geben: Was ist passiert? Wieviele Verletzte? Wo ist der Unfall passiert (eventuell GPS-Koordinaten)? Wer meldet (Rückrufnummer)? Wann ist der Unfall passiert? Wetter am Unfallort?

Ausrüstung

Ein richtiges Rucksackpacken macht vieles leichter: Schwere Sachen als erstes einpacken. Die Wasserflasche sollte immer gut griffbereit in einer Seitentasche sein. Alle Dinge, die oft benötigt werden wie Sonnenbrille, Fotoapparat oder Wanderkarte, gehören obenauf. Eine Notfallsausrüstung inklusive Blasenpflaster gehört in jeden Rucksack und eine Einkleidung nach dem "Zwiebelsystem" empfiehlt sich immer!

Weitere Infos und Links

Wenn Sie sich einem Reiseveranstalter anvertrauen wollen, buchen Sie einfach bei Steiermark Touristik, dem offiziellen Reisebüro von Steiermark Tourismus: Tel. +43 316 4003 450, www.steiermark-touristik.com

Weitere Informationen:
Steiermark Tourismus, Tel. +43 316 4003, www.steiermark.com

Oststeiermark Tourismus, Tel. +43 3113 20678, www.oststeiermark.com

Naturpark Pöllauer Tal, Tel. +43 3335 4210, www.naturpark-poellauertal.at

Hartbergerland, Tel. +43 3332 603300, www.hartbergerland.at

Die Steiermark Touren App, die gratis auf Google Play und im App Store zur Verfügung steht (Android, iOS), bietet detaillierte Informationen aus erster Hand: Shortfacts (Länge, Dauer, Schwierigkeit, Aufstieg und Abstieg in Höhenmetern, Bewertungen), Karte, Wegbeschreibungen, Höhenmesser, Kompass, Gipfelfinder, Navigation entlang der Tour. Zudem kann man seine persönliche Favoritenliste von Lieblingstouren und –punkten erstellen, Touren und Ausflugsziele offline speichern, social media - Kanäle bespielen und mehr.

Start

Pöllau (424 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.302115 N 15.833073 E
UTM
33T 562976 5239074

Ziel

Hartberg

Wegbeschreibung

Vom Markt Pöllau mit seinem imposanten Schloss und der Stiftskirche inmitten des Ortszentrums geht es für uns zunächst zum Kreisverkehr auf der L 406, der Ortseinfahrt Pöllau-Mitte. Ein kurzes Stück nach Norden und dann rechts abzweigend gelangen wir auf den Hirschbirnweg, der auch mit der Weg Nr. 942 versehen ist. Auf diesem geht es bergan bis zum Kreuzweg mit seinen gemauerten Stationen, der uns bis zur Herz-Jesu-Kirche beim Kalvarienberg begleitet, wo wir kurz danach rechts abzweigen, um einen Bach überquerend durch einen Wald bergauf Richtung Pöllauberg zu wandern. Der Ort Pöllauberg mit seiner weithin sichtbaren Wallfahrtskirche widmet sich seit Jahrzehnten auch mit viel Liebe und Gespür dem Blumenschmuck und ist mehrfacher Landessieger und wurde sogar als Europablumendorf ausgezeichnet.

Nach einer Besichtigung der Kirche und der 10 Themen- und Erlebnisgärten rund um die Kirche geht es in nördlicher Richtung leicht bergab zur Landesstraße. Bei einem der Themengärten, der "Blumeninsel", halten wir uns rechts und sehen geradeaus vor uns schon in etwa 300 m Entfernung die Abzweigung der Hochstraße. Dieser Weg ist auch als Pankratiusweg gekennzeichnet, der nach Vorau mit seinem bekannten Stift führt. Wir aber folgen dieser Hochstraße nur etwa 600 m, um dann scharf nach rechts abzubiegen und bald darauf wieder parallel zur Straße über eine Wiese zu einem markanten Strommasten zu gelangen. Von diesem geht es bergab in einen Schatten spendenden Wald und über eine Brücke, um danach wieder bergauf und nach Überquerung einer Weide nochmals bergab zu einem wunderschön gelegenen Bauernhof zu gelangen. Der weitere Weg führt uns zum Krollerkreuz, einem schönen Verweilplatz im Naturpark Pöllauer Tal. Von hier geht es weiter geradeaus bergauf bis zum Bauerngehöft vlg. Scherf, wo wir nun dem Schachenweg folgen um zum höchsten Punkt des Tages, die Schwaig auf 970 m Seehöhe, zu gelangen.

Auf der Schwaig verlassen wir nun den Pankratiusweg und marschieren weiter auf dem Weitwanderweg 07 über Wiesen und durch Wälder hinunter zu einem kurzen Abschnitt einer asphaltierten Straße. Diese verlassen wir nach zirka 1,5 km nach links in den Wald, um nach einer nochmaligen Abzweigung nach links zu einem Bachlauf zu gelangen, der uns Rätsel aufgibt. Ein kleiner Bach fließt nicht den Schwerkraftgesetzen folgend zu Tal, sondern mit wenig Gefälle durch den Wald. Kein Zweifel, er muss künstlich angelegt worden sein. Aber von wem? Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser künstliche Bachlauf vor etwa 900 Jahren im Zusammenhang mit der Gründung von Hartberg mühsam im damaligen Urwald angelegt wurde und der Wasserversorgung von Hartberg diente. Von den über 5 km dieses künstlichen Wasserlaufes begehen wir nur zirka ein Fünftel und kommen zu einer Einsattelung mit der Bezeichnung Spielstätte. Woher dieser Name kommt? Sagen erzählen von Ritterspielen und allerhand frevelhaften Veranstaltungen.

Von der Spielstätte marschieren wir an der Hubertuskapelle vorbei hinauf zur Ringwarte, die auf 789 m liegt. Alternativ können wir beim Knotenpunkt und Parkplatz Spielstätte auch schon direkt nach Hartberg absteigen, würden in deisem Fall aber den wunderschönen Panoramablick von der Ringkogelwarte versäumen. Schon in vorchristlicher Zeit war der Ringkogel von Menschen besiedelt. Reste der Befestigung sind noch zu sehen, von den Bauwerken ist nichts übrig geblieben. Die jetzige Ringwarte mit 30 Metern Höhe und 99 Stufen wurde 1906 erbaut und 2007/08 renoviert. Wir haben zwar schon ein schönes Stück hinter uns, aber den Aufstieg auf die Ringwarte dürfen wir uns nicht entgehen lassen, denn dieses Panorama lässt uns nicht nur auf unsere heutige Etappe zurückblicken, sondern auch schon unser Ziel, die historische Stadt Hartberg mit ihren umgebenden Weingärten erspähen. Von der Ringwarte weg geht es nun nur mehr bergab. Bevor wir Hartberg erreichen, hilft uns noch die beachtliche Steinerne Stiege mit 92 Stufen beim Abstieg. Schließlich erreichen wir das Zentrum der geschichtsträchtigen Stadt Hartberg, die sich auch mit zahlreichen Kulturveranstaltungen im Rahmen des "Kulturgenuss im Grünen" einen Namen gemacht hat. Ein Kulturspaziergang erlaubt uns einen Blick in die bewegte Vergangenheit dieser wunderschönen Kleinstadt. Von der schlichten Architektur des Kapuzinerklosters über ein architektonisch ausgezeichnetes Schloss mitten in der Stadt bis zur lebendigen Innenstadt. Anspruchsvoll und kostbar sind die gut erhaltenen Häuser und Bauten, wie die eindrucksvolle spätbarocke Stadtpfarrkirche mit dem romanischen Karner. Kultur steht in Hartberg am Programm bevor wir am nächsten Tag auf unserer Etappe nach Bad Waltersdorf ins Thermenlnad Steiermark eintreten.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

ÖBB www.oebb.at oder Verbundlinie Steiermark www.busbahnbim.at

Mit der BusBahnBim App der Verbundlinie ist eine Fahrplanauskunft so einfach wie noch nie: Alle Verbindungen mit Bus, Bahn und Straßenbahn in Österreich können durch die Eingabe von Orten und/oder Adressen, Haltestellen bzw. wichtigen Punkten abgefragt werden. Erhältlich ist die App als Gratis-App für Smartphones (Android, iOS) – auf Google Play und im App Store

Anfahrt

www.google.at/maps

Parken

In Pöllau stehen Wanderern beim Schlosspark und beim Park & Ride Parkplatz bei der Umfahrung mehrere Parkplätze zur Verfügung.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Frido Hütter, Gery Wolf: Oststeiermark – Vom Eiswinkel zum Garten Eden, Leykam Verlag, ISBN 3701178674

Kartenempfehlungen des Autors

Gratis Pocket Card Wanderroute "Vom Gletscher zum Wein" finden Sie auf www.steiermark.com/prospektbestellung

Kompass WK221 Grazer Bergland, Fischbacher Alpen, Joglland, Oststeirisches Raabtal, Wechsel

Freytag & Berndt WK21 Grazer Bergland · Schöckl · Teichalm · Stubenbergsee & WK423 Steirisches Thermenland · Südliches Burgenland · Steirisches Vulkanland

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
16,9 km
Dauer
6:00 Std
Aufstieg
761 m
Abstieg
839 m
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

: Std
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