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Alpine climbing recommended route

Peitlerkofel Nordwand: "Hruschka"-Führe

Alpine climbing · Peitlerkofel Group
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AVS Referat Bergsport & HG Verified partner  Explorers Choice 
  • Peitlerkofel nordwand: "Hruschka"-Führe Wandbild
    Peitlerkofel nordwand: "Hruschka"-Führe Wandbild
    Photo: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
m 3200 3000 2800 2600 2400 2200 2000 1800 8 7 6 5 4 3 2 1 km Peitlerkofel/Pütia Fornella Hütte Würzjoch Würzjoch
Eine beeindruckende Führe auf der imposanten Peitlerkofel-Nordwand
moderate
Distance 8.2 km
6:45 h
927 m
934 m
2,872 m
1,991 m

Vom Würzjoch aus gesehen scheint es unmöglich in 16 überwiegend leichten Seillängen durch diese imposante Wand zu kommen. Hruschka und Co. haben 1919 eine beachtliche Leistung erbracht und den logischen, leichtesten Weg durch die Nordwand gefunden. Die Tour verläuft meist im leichten Fels bis auf einige IVer-Längen und der Schlüssellänge (VII oder VI- A0). Nur stellenweise wird wirklich senkrecht geklettert, meist ist man auf Platten unterwegs. Der Fels ist meist guter kompakter Dolomit, so kompakt, dass es oft unmöglich ist mobile Zwischensicherungen zu platzieren. Der IV. Grad muss suverän beherrscht werden, auch noch 15 m über der letzten Sicherung. Die Mitnahme von Hammer und Normalhaken ist mehr als eine Überlegung wert! Die Schlüsselseillänge ist gut mit Normalhaken abgesichert, erfordert aber trotzdem etwas Einsatz. Besonders im oberen Teil kann die Wegfindung schwierig sein, die generelle Richtung ist zwar immer klar, aber der genauen Verlauf ist in den unüberisichtlichen Platten öfters unklar. Die Bänder der zentralen Plattenflucht und des oberen Schuttkars sind leider mit losen Gestein übersät. Auch die vorsichtigste Seilschaft wird ab und zu Steine lostreten, dementsprechend sollte man es sich gut überlegen unter einer oder gar mehreren Seilschaften einzusteigen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dieser Tour, um einen beindruckenden Aufstieg durch einer imposanten Nordwand.

 

1. SL [25 m, III-]: Einstieg am höchsten Punkt, zwischen einem großen Stein und der Hauptwand. Die Route beginnt in einer großen Verschneidung mit mehreren vertikalen Rissen. Einem deiser Risse einige Meter hoch zu einem breiten Band mit Schutt. Zwischen linker Wand und einem großen Block/Pfeiler hoch und am Beginn des linken Kamins Stand.

2. SL [30 m, IV-: Nicht in den Kamin hoch sondern dem Riss der nach rechts oben führt hoch. Auf gestuften Gelänge etwas weiter rechts hoch und dann zurück nach links. Stand auf einem dünnen Band mit Köpfl.

3. SL [30 m, III+, 2 NH]: Links vom Köpfl zum Kamin und diesen hoch. Bei einem alten Stand an NH und einem Block mit Schlinge vorbei über die Kante steigen. Gleich dahinter Stand am Beginn der großen Platten Stand an einer SU und einem NH.

4. SL [45 m, III]: Rechts der Abbruchkante entlang hoch. Leichte Kletterei mit wenig Absicherungsmöglichkeiten. Stand an 2 NH mit blauen Band auf einem ebenen Platz an der Kante.

5. SL [45 m, III, 3 SU]: Konstant einige Meter links der Kante weiter hoch bis zu einer Stufe mit einem großen dreieckigen Pfeiler (einige SU mit Schlinge weisen den Weg). Links um diesen herum und Stand am Klemmblock dahinter.

6. SL [40 m, IV, 3 SU]: Der kompakten Wand hoch (3 SU). Gerade über die schöne kompakte Platte weiter (schlecht absicherbar) oder diese links umgehen. Stand an dünnem Band mit 2 NH.

7. SL [40 m, IV, 2 SU]: Zuerst im IVer-Gelände weiter und dann IIIer bis zum Stand an 2 NH.

8 .SL [25 m, II]: Kurze Verbindungslänge bis zur Spitze des Pfeilers und der darauffolgenden Schlüsselseillänge. Stand an Block oder an dem einzelnen Haken am beginn des Schlüsselwandls.

9. SL [30 m, VI- A0, 6 NH, 2 SU]: Athletischer Start an Leisten und Löchern. Der erste Haken ist einige Meter höher, diese ersten Meter müssen zwingend geklettert werden (ca. VI-). Nun geht es unter einem kleinen Dach nach rechts diagonal hoch um dieses über einer Schwachstelle mit vertikalen Riss zu überwinden (5 NH) und auf dem darauffolgenden Rastposition verschnaufen. Hier Enden die Schwierigkeiten. Diese ca. 12 m lange Schlüsselstelle kann auch frei geklettert werden (VII-), hohe Kletterer sind im Vorteil. Nach links weiter und dann einem Riss hoch bis zum Stand an 2 NH.

10. SL [35 m, IV, 2 NH, 3 SU]: Nach rechts zur SU mit Schlinge bis fast an die Kante queren und dann wieder zurück nach links zum diagonalen Riss. Diesen bis zum Ende folgen (2 NH). Dem dünnen vertikalen Riss weiter hoch (SU mit Schlinge) und dann linkshaltend hoch bis zum großen Band. Stand an NH und SU mit rosa Seil.

11. SL [45 m, III+, 2 NH]: Leicht aufwärts nach links queren, den Felszacken am linken Ende des langen markanten Dachs anpeilen. Nach ca. 2/3 der Länge ein NH und kurz danach ein zweiter. Am Fixseil das an diesem befestigt ist abklettern und dem Band nach links bis zur Basis des Pfeilers queren. Dem Kamin bis zur Spitze folgen, Stand an SU und 1 NH.

12. SL [45 m, V+, 6 NH]: Vom Stand heikel nach links queren und gerade hoch. Rechts des dunklen, bemoosten Gesteins bleiben bis zu einem alten Stand an 2 NH bei einem Band unter einem Aufschwung. Links von diesem Stand hoch in die Platte mit dem dünnen Riss (3 NH). Danach dem Band (1 NH) nach rechts hinauf bis zum Stand an 2 NH folgen.

13. SL [55 m, IV, 3 SU]: Vom Stand nach rechts queren und dann hoch zu einer SU mit Schlinge. Weiter hoch an 2 weiteren SU vorbei. Die unübersichtliche Platte mit spärlichen Absicherungsmöglichkeiten gerade hoch. Gegen Ende eher rechts halten. Am Ende der Platte noch über Stufen etwas höher steigen und bei einer dunklen Einbuchtung, die von Moose und vom Wasser geschwärtzt ist, auf dessen rechten Seite nach dem Stand an 2 NH mit braunem Seil Ausschau halten.

14. SL [65 m, II]: Vom Stand noch ein paar Meter höher und auf den Bändern nach rechts queren. Immer weiter nach rechts in Richtung Kante Aufsteigen. Stand an Köpfl.

15. SL [45 m, III-]: Im gestuften Gelände höher Steigen bis zur Kante. Stand an Köpfl.

16. SL [70 m, III]; Über die Kante klettern und beim Gipfelbuch nach oben steigen. Dem Grat bis zum Gipfel folgen. Stand an Block.

Author’s recommendation

Nur an warmen und windlosen Tagen einsteigen, sonst kann es schnell sehr ungemütlich werden.
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Author
Luca De Giorgi 
Update: September 10, 2020
Difficulty
VI- moderate
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
Peitlerkofel Spitze, 2,872 m
Lowest point
Parkplatz Würzjoch, 1,991 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec
Cardinal direction
NESW
Access
400 m, 1:00 h
Wall height
550 m
Climbing length
650 m, 6:00 h
Descent
950 m, 2:00 h
Belay stations
pitons, trad gear
Protection
pitons, trad gear
Rope length
2 x 60 m
Number of quickdraws
7
First ascent
J. Hruscka und Kollegen, 1919

Track types

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Safety information

Länge: 16 SL / 650 m

Schwierigkeit: VI- A0 (VII frei)

Qualität der Absicherung / Allgemeine Schwierigkeit: R3 / III

Beschreibung der Absicherung: Klassiche alpine Dolomitentour. Die Stände sind mit Normalhaken versehen, in den schwierigeren Stellen sind auch Normalhaken zu finden. Generell ist die Tour selbst abzusichern, was ohne Hammer und Normalhaken teilweise unmöglich ist (bis zu 15 m runouts).

Felsqualität: Gut, leider immer wieder Bänder mit losen Steinen

Rückzug: Vom Rückzug über die Route ist abzuraten

Tips and hints

Beschreibung der Tour auf X63: http://www.x63.it/?Peitler-Kofel-Nordwand-2875m

 

Start

Parkplatz Würzjoch (1,993 m)
Coordinates:
DD
46.674906, 11.814481
DMS
46°40'29.7"N 11°48'52.1"E
UTM
32T 715262 5172886
w3w 
///reserve.deflect.quacks
Show on Map

Destination

Parkplatz Würzjoch

Turn-by-turn directions

ZUSTIEG: 1h / Vom Parkplatz Würzjoch den Forstweg in Richtung Peitlerkofel einschlagen. Bei der Fornella-Hütte vorbei und bevor der Weg anfängt abwärts zu führen über Wiesen uns später Geröll zur Nordwand aufsteigen aufsteigen. Unter der Wand nach links bis zum Einstieg queren. Der Einstieg befindet sich am höchsten Punkt, zwischen einem großen Stein und einer Verschneidung mit mehreren vertikalen Rissen (siehe Einstiegsfoto).

GPS-Koordinaten Einstieg: 46.661008, 11.821603

ABSTIEG: 2h / Vom Peitlerkofel-Gipfel den ausgeschilderten Klettersteig und dann Wanderweg bis zum Würzjoch absteigen.

Note


all notes on protected areas

Getting there

In Klausen die Autobahn A22 verlassen und auf der SS12 2 km nach Norden fahren. Nach rechts in Richtung Vilnösstal abzweigen und 20 km der SP163 und SP29 bis zum Würzjoch fahren.

Parking

Parkplatz Würzjoch, 5 Euro Parkgebühr.

GPS-Koordinaten Parkplatz: 46.674985, 11.814314

Coordinates

DD
46.674906, 11.814481
DMS
46°40'29.7"N 11°48'52.1"E
UTM
32T 715262 5172886
w3w 
///reserve.deflect.quacks
Arrival by train, car, foot or bike

Book recommendation by the author

Mauro Bernardi: Klettern in Gröden und Umgebung, Band 2, Athesia Verlag

Author’s map recommendations

Tabacco-Karte 30, Brixen/Vilnössertal 1:25.000

Equipment

Normale Alpine Ausrüstung (NAA), ev. Hammer und Haken

 

Zur NAA (Normale Alpine Ausrüstung) gehört u.A.:

• 2 x 60 m Halbseil

• Helm, Gurt, Rucksack, Kletterschuhe usw.

• ausreichend Schlingen (2) und HMS-Karabiner (4) zum Standbauen

• Sicherungs- und Abseilgerät

• Set Friends von 0.3 bis 3 (Größen beziehen sich auf Black Diamond der Serie C4 oder X4)

• Sortiment Klemmkeile

• verlängerbare Expressschlingen (6)

• Hammer und einige Haken

• einige Kevlarschlingen

• Erste-Hilfe-Set, Handy, Biwaksack, Stirnlampe


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Difficulty
VI- moderate
Distance
8.2 km
Duration
6:45 h
Ascent
927 m
Descent
934 m
Highest point
2,872 m
Lowest point
1,991 m
Scenic Summit route Wall Slab Descending on foot

Statistics

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Features
Maps and trails
  • 3 Waypoints
  • 3 Waypoints
Distance  km
Duration : h
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Descent  m
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