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Themenweg

Montanhistorischer Wanderweg

Themenweg • Südwest-Steiermark
  • Sunfixl-Höhle
    / Sunfixl-Höhle
    Foto: Enrico Caracciolo, TV Lipizzanerheimat
  • Jause beim Sunfixl-Heuriger
    / Jause beim Sunfixl-Heuriger
    Foto: Enrico Caracciolo, TV Lipizzanerheimat
  • Eingang zur Sunfixl-Höhle
    / Eingang zur Sunfixl-Höhle
    Foto: Ernst Lasnik, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • Alte Arbeitsstätten bei der Verarbeitung von Gesteinen
    / Alte Arbeitsstätten bei der Verarbeitung von Gesteinen
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • Führung durch die Sunfixlhöhle
    / Führung durch die Sunfixlhöhle
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
  • Montanhistorischer Wanderweg in der Sunfixl-Höhle
    / Montanhistorischer Wanderweg in der Sunfixl-Höhle
    Foto: Enrico Caracciolo, Tourismusverband Lipizzanerheimat
Karte / Montanhistorischer Wanderweg
450 600 750 900 1050 m km 0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4 1.6 Sunfixl-Heuriger

Die Gemeinde Kohlschwarz richtete im Jahre 2001 mit Hilfe von Prof. Dr. Ernst Lasnik und mit Unterstützung des Landes Steiermark in der Sunfixl-Höhle einen "Montanhistorischen Wanderweg" ein. Auf Schautafeln mit historischen Abbildungen und alten Texten wird gezeigt, wie hier über Jahrhunderte gearbeitet wurde.

Ausgehend vom Reintalerhof, eine Außenstelle des Lipizzanergestüts Piber, führt uns der Wanderweg bis zur Sunfixlhöhle, wo wir im Inneren des Berges Kultur und Bergbau hautnah und auf beeindruckende Art und Weise erleben können.

Führungen in der Sunfixlhöhle können nur nach telefonischer Vereinbarung angeboten werden:

Tel. +43 (0) 3148 / 23 174 oder im Gemeindeamt +43 (0) 3148 / 236

leicht
1,8 km
0:30 Std
100 m
100 m

Über die Sunfixl-Höhle - ein geschichtlicher Überblick von Prof. Dr. Ernst Lasnik

Josef Carl Kindermann berichtet 1798 von einem "in der Nachbarschaft zu Kainach" liegenden "Schleifsteinbruch". Ebenfalls Hinweise darauf liefert uns Carl Schmutz - er nennt ihn "Groß- Schleifstein-Erzeugnis" und Andreas Janisch schreibt: "In der Gemeinde ist auch ein Steinbruch, in welchem gute Schleifsteine erzeugt werden".
Da die Stollen hoch am steilen Berg lagen und keine für schwere Fuhrwerke befahrbare Zufahrtsstraße bestand, mussten die fertigen Steinprodukte nach der Zutagebringung aus den unterirdischen Abbaustätten unter Zuhilfenahme von Seilen, Ketten und "Steinschleifen" (ähnlich einem Schlitten) in einer "Riesn" (Trensportrinne) zu einem unter den Brüchen gelegenen Weg hinunterbefördert werden. Eine sicherlich schwere und auch nicht ungefährliche Arbeit.

Zum Abtransport eines der großen, für die Gradenberger Eisen- und Sensenhammerwerke bestimmten Schleifsteines mussten vier bis sechs Ochsen vorgespannt werden. Das gut erhaltene "Bestellbuch für Schleifsteine" gibt uns für den Zeitraum von neunzehn Jahren einen geschlossenen Überblick über Herkunft der Kunden, ihre Wünsche und auch das Lieferdatum der ausgeführten Aufträge. Im Jahre 1911 wurden z. B. 14 Handschleifsteine (bis max. 1 Meter Durchmesser), 13 Sautröge, eine Brunnenplatte, 30 Obstmühlsteine, 2 Gartensäulen, 55 Platten, 3 Stiegenstufen und Einfassungssteine für Gräber, Grundstücke und Brunnenkästen für diverse Besteller aus der näheren und weiteren Umgebung des oberen Kainachtales hergestellt. Weiters wurden 21 große Schleifsteine an eine Reihe von eisenverarbeitenden Betrieben geliefert.

Die Firmen befanden sich in Piesting (NÖ), Bruck a. d. Mur, Zeltweg, Krenhof, Neumarkt, Stainz und Monfalcone (bei Triest). Während des Ersten Weltkrieges gingen die Bestellungen jedoch stark zurück.

Die letzten Abbautätigkeiten wurden durch die Herren Castori und dem vulgo "Stiedlbauer" noch nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Für das Hammer- und Sensenwerk der Krenhof AG in Gradenberg bei Köflach wurden dringend Schleifsteine benötigt.
An verschiedenen Stellen des Grubengebäudes, vor allem "Vor Ort", im Bereich der Abbauzonen, kann man die uns aus historischen Beschreibungen und bildlichen Darstellungen von anderen Bergbauen und untertägigen Steinbrüchen überlieferten Abbautechniken noch sehr gut erkennen.

Die "SUNFIXL-HÖHLEN" stellen somit ein wertvolles und interessantes Zeugnis unserer gewerblichen und bergmännischen Vergangenheit dar. Bei einer Befahrung der untertägigen Abbaue hat man heute noch den Eindruck, als hätten die ehemaligen Arbeiter ihre Arbeitsstätte nur für kurze Zeit verlassen.

Autorentipp

Diese Höhlenwanderung ist sowohl für Reisegruppen als auch Familien ein besonderes Erlebnis und gibt einen wunderbaren und aufschlussreichen Einblick in die Welt des Bergbaus in der Region Lipizzanerheimat. Neben der erlebnisreichen Höhlenwanderung für Jung und Alt haben wir auch die Möglichkeit uns beim Sunfixl-Heuriger kulinarisch zu stärken.

 

outdooractive.com User
Autor
Tourismusverband Lipizzanerheimat
Aktualisierung: 15.12.2016

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
736 m
660 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Für die Besichtigung der Höhle dürfen wir auch im Sommer auf keinen Fall wärmere Bekleidung vergessen.

Ausrüstung

Leichtes Schuhwerk und warme Bekleidung für die Begehung der Sunfixl-Höhle

Weitere Infos und Links

Gemeinde Kohlschwarz

Kainach 19

8573 Kainach

Tel. +43 (0) 3148 / 236

gde@kohlschwarz.steiermark.a

www.kohlschwarz.at

und

Tourismusverband Lipizzanerheimat

An der Quelle 3

8580 Köflach

Tel. +43 (0)3144 / 72 777 -0

Fax.  +43 (0)3144 / 72 777 -20

office@lipizzanerheimat.com

www.lipizzanerheimat.at

Start

Kohlschwarz, Reinthalerhof (659 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.107432 N 15.107421 E
UTM
33T 508150 5217108

Ziel

Kohlschwarz, Sunfixlhöhle

Wegbeschreibung

Ausgehend vom Reinthalerhof, einer Außenstelle des Lipizzanergestüts Piber, gehen wir auf einem Schotterweg ca. 1km ganz leicht ansteigend zur Sunfixl-Höhle. Dort angekommen können wir uns die Höhle besichtigen und so auf interessante Art und Weise vieles zum Thema Bergbau erfahren. Nach diesem Rundgang in der Höhle haben wir die Möglichkeit, beim Sunfixl-Heuriger einzukehren und uns kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Anfahrt

von Graz/Wien: A2 Südautobahn, Abfahrt Mooskirchen, B70 bis Kreisverkehr McDonalds/Rosental fahren (ca. 15 km), dort rechts (= 1. Ausfahrt) abbiegen und der Beschilderung "Montanhistorischer Wanderweg - Sunfixlhöhle".

von Klagenfurt: A2 Südautobahn, Abfahrt Pack, B70 bis Kreisverkehr McDonalds/Rosental fahren, dort links (= 3. Ausfahrt) abbiegen und der Beschilderung folgen.

Parken

Es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
1,8 km
Dauer
0:30 Std
Aufstieg
100 m
Abstieg
100 m
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights Geheimtipp

Statistik

: Std
 km
 m
 m
Höchster Punkt
 m
Tiefster Punkt
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