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Denkmal

Denkmal Findlingspyramide

Denkmal · Teutoburger Wald
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  • Denkmalfindlingspyramide
    / Denkmalfindlingspyramide
    Foto: Fotostudio Warias, Stadt Borgholzhausen
Karte / Denkmal Findlingspyramide

Borgholzhausen als Ort unterhalb einer Burg neigte stets, wie alle Orte unterhalb einer Burg, zu Sonderwegen. Ein solcher führte zu einem Denkmal in Form einer Findlingspyramide, errichtet am 02. September 1909. Unauffällig, weil der Platz entgegen verschiedener Planung etwas abseits blieb, steht die steinerne Erinnerung noch heute an gleicher Stelle und ist mit ihrem Bautypus eine der letzten ihrer Art. Wie eine Akte im Stadtarchiv belegt, brachte Albert Müller, Protestant aus Pommern, seit 1901 Amtmann in Borgholzhausen, die Denkmalsidee aus Neustettin in Pommern mit: eine Findlingspyramide. Das Denkmal repräsentiert eine doppelte Erinnerung: die an die seit dem Jahre 1609 währende Zugehörigkeit der Grafschaft Ravensberg zum Kurfürstentum Brandenburg wie auch die an eine ganz außerordentliche Amtsfeier zur Erinnerung an eben jene Zugehörigkeit.

Die Vorzüge eines solchen Denkmals lagen auf der Hand. Zum einem war es kostengünstig, wenn nicht gar kostenlos, zu errichten. Landwirte wurden aufgerufen, Findlinge in gewünschter Größe zur Verfügung zu stellen, die sie dann im Wege der gewohnten Spanndienste zum Denkmalplatz zu verfrachten hatten. Dort erfolgte, wiederum ehrenamtlich, die Aufschichtung und Vermauerung. Nur für die Widmungstafel oder das Emblem entstanden Kosten, die aber zu verkraften waren, konnten doch die seriell gefertigte Bismarck- oder Kaiser-Konterfeis katalogmäßig in verschiedenen Größen zu erschwinglichen Preisen geordert werden. Im Ergebnis entstand nach einem solchen Rezept stets ein ebenso massives wie repräsentatives Monument, das den örtlichen Zugehörigkeitsbekundungen zur Nation vollkommen Genüge tat.

Die weitere Konzeption sah vor, dass jede der 12 Landgemeinden des Amtes mit ihrem Namen auf jeweils einem Stein vertreten sein sollte. Die Anregung dazu stammte aus Herford, wo am 17. August 1900 anlässlich der Einweihung des neuen Kreishauses ein Steinensemble zu Ehren der Familie von Borries errichtet worden war. Ihr entstammten seit mehreren Generationen die Landräte des Kreises Herford. Zur Zierde der Borgholzhausener Pyramide sollten Reliefs von Kaiser Wihelm II. sowie des Kurfürsten Johann Sigismund angebracht werden. Der Kurfürst fehlte jedoch im Angebot der Berliner Bronzegießerei Gladenbeck, zudem hatte die Gießerei statt Wilhelm II. dem Amt Wilhelm I. offeriert. Im Streit mit Amtmann Müller wurde schließlich der ganze Bildnisauftrag storniert, übrig blieb allein das Ravensberger Sparrenwappen. 

 

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Autor
Tamara Kisker
Aktualisierung: 15.02.2010

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