Teilen
Merken
Drucken
GPX
KML
Einbetten
Fitness
Radtour

TERRA.trail 13 - Rund um Stahl und Kohle

Radtour · Osnabrücker Land
Verantwortlich für diesen Inhalt
Natur- und Geopark TERRA.vita Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Kirche St. Peter und Paul - Stilvoll: Trotz der kurzen Bauzeit wurde am Detail nicht gespart. Als Baustoff diente der sogenannte Osning-Sandstein.
    / Kirche St. Peter und Paul - Stilvoll: Trotz der kurzen Bauzeit wurde am Detail nicht gespart. Als Baustoff diente der sogenannte Osning-Sandstein.
    Foto: Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Im Hintergrund sehen Sie die alte Papiermühle! Sie wurde bereits 1890 stillgelegt!
    / Im Hintergrund sehen Sie die alte Papiermühle! Sie wurde bereits 1890 stillgelegt!
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Der Funke springt über: Wie bei einem überdimensionalen Elektroschweißgerät  entsteht zwischen einer gigantischen Elektrode und dem Metall ein „Blitz“, eben der Lichtbogen, der das Roheisen schmelzen lässt.
    / Der Funke springt über: Wie bei einem überdimensionalen Elektroschweißgerät entsteht zwischen einer gigantischen Elektrode und dem Metall ein „Blitz“, eben der Lichtbogen, der das Roheisen schmelzen lässt.
    Foto: Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Industrieromantik: Ein Blick vom Osterberg zum Hüttenwerk im Dütetal um 1870, 14 Jahre nach seiner Gründung. Im Hintergrund der Teutoburger Wald.
    / Industrieromantik: Ein Blick vom Osterberg zum Hüttenwerk im Dütetal um 1870, 14 Jahre nach seiner Gründung. Im Hintergrund der Teutoburger Wald.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Beamter oder Arbeiter? Auch hier gab es Klassenunterschiede. Die Wohnungen für die Beamten waren viel geräumiger.
    / Beamter oder Arbeiter? Auch hier gab es Klassenunterschiede. Die Wohnungen für die Beamten waren viel geräumiger.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • Ver“stollener“ Blick ins Mundloch: Der Ein- und Ausgang des Malberger Stollens wurde sehr schön restauriert. Der Lichtschalter rechts ermöglicht einen tieferen Einblick!
    / Ver“stollener“ Blick ins Mundloch: Der Ein- und Ausgang des Malberger Stollens wurde sehr schön restauriert. Der Lichtschalter rechts ermöglicht einen tieferen Einblick!
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Weder Tonziegel noch Bruchsteine: Welches Baumaterial wurde denn hier verwendet? Es handelt sich schlichtweg um Hochofenschlacke, die beim Erschmelzen von Eisen übrig geblieben ist. Da früher so einiges an Schlacke anfiel, hat man eigens eine Steinfabrik gebaut, in der die sogenannten „Hüttensteine“ gepresst wurden.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Schichtstufen: Wo ein Berg entsteht und wo ein Tal, hängt vor allem mit der Anfälligkeit des Gesteins gegen Verwitterung zusammen.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Da hört man das Grubenwasser aber plätschern: Und auch früher war das so. Fast wie eine „Wasserleitung“ wurde der Suttmeyer Stollen genutzt, denn seine Sohle liegt von allen Stollen in der Umgebung am niedrigsten. In Abbauzeiten lenkten die Bergmänner (z.B. vom Schacht Kronprinz) das Grubenwasser an der Verbindungsstelle einfach in den Suttmeyer Stollen um.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Nach alten Plänen gezeichnet: 1. romanische Johanneskirch; 2. Konvents- und Gästehaus; 3. Torhaus
    Foto: Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Unscheinbar: Mit einer Höhe von nur 60 cm ist dieser Grabhügel fast nicht zu erkennen. Wer genau hinsieht, bemerkt in der Kuppe eine alte Eingrabungsmulde. Bei den Ausgrabungen wurde neben einer jungsteinzeitlichen Körperbestattung eine altbronzezeitliche Baumsargbestattung und eine eisenzeitliche Urnenbestattung entdeckt.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Schussfahrt: Auf solchen Schleichwegen lernt man die Gegend immer noch am besten kennen.
    Foto: Mareike Wessling, Natur- und Geopark TERRA.vita
0 150 300 450 m km 5 10 15 20 25 Alte Papiermühle Gaststätte Forsthaus Oesede Museum Villa Stahmer Aussichtspunkt Stahlwerk Georgsmarienhütte GmbH Malberger Stollen Hof Gartmann Ottoschacht Bergwerk außer Betrieb Suttmeyer Stollen

Georgsmarienhütte – ein Stahlwerk, zentral zwischen den Abbaugebieten von Kohle und Eisenerz, das namensgebend für eine ganze Stadt wurde. Auf dem TERRA.trail 13 wollen wir den Ursprüngen des heutigen Stahlwerkes auf den Grund gehen und eine Reise in die Vergangenheit zu den Bergleuten in den Stollen und den Arbeitern an den Hochöfen der Eisenverhüttung machen. Rund um´s Stahlwerk radeln wir auf dieser Tour, mit kleinen Auf´s und Ab´s durch das Dütetal und das Osnabrücker Hügelland zwischen Malbergen und Kloster Oesede. Diese kurze Route verläuft hin und wieder über schlecht befestigte Wege, steil bergauf geht es nur zweimal. Eine Entdeckungsreise der besonderen Art – denn der Trail 13 führt uns zu vielen kleinen Relikten des ehemaligen Bergbaus, die schon fast in Vergessenheit geraten sind. Darum wünschen wir uns heute einfach mal: Glück auf!

Los geht’s!

 

mittel
29 km
2:02 h
209 hm
208 hm

Die katholische Kirche St. Peter und Paul in Georgsmarienhütte (1) wurde in nur drei Jahren zu Beginn des 20. Jh. erbaut. In der alten Kirche von Oesede herrschte nämlich sonntags schon Platzmangel. Immer mehr Arbeiter mit Bergbauerfahrung siedelten mit ihrer Familie in der Nähe der Georgsmarienhütte.

 

Fast 300 Jahre lang spielte die Papierherstellung in Oesede eine große Rolle. 1602 nahm die erste Papiermühle (2) ihre Arbeit auf.

Ausgedient: Die alte Papiermühle wurde schon 1890 stillgelegt. Dabei fehlte es nicht an Holz, sondern an Wasser. Ein Stollenbau veränderte die Ergiebigkeit der „Sieben Quellen“. 

Richtig industriell wurde die Produktion aber erst 1810. Nach holländischem Vorbild ließ ein Osnabrücker Kaufmann die Mühlen modernisieren. Doch dann lieferten die Sieben Quellen für den Antrieb der Mühlen nicht mehr genügend Wasser. Durch den Bau eines Stollens am Lammersbrink wurden wasserführende Schichten angezapft und das hier so benötigte Wasser floss an anderer Stelle ab.

Zu diesen Sieben Quellen radeln wir jetzt hoch. Jetzt heißt‘s kurz die Zähne zusammenbeißen, denn die ersten Meter sind ganz schön steil. Wir passieren die Gaststätte Forsthaus Oesede, die tatsächlich ursprünglich eine kleine Försterei war. Ein geschäftstüchtiger Förster eröffnete hier eine Schankwirtschaft, die sich später zu einem beliebten Ausflugslokal entwickelte.


Als Belohnung für den Anstieg folgt jetzt eine schnelle Abfahrt, auf der wir gleich noch einen Schlenker zum Museum Villa Stahmer (3)machen. Feudal lebte damals die Fabrikantenfamilie Stahmer mit Blick auf das Stahlwerk. In dieser 30-Zimmer-Villa ist heute ein Museum untergebracht.

 

Museum Villa Stahmer
Karl Stahmer Weg 13
49124 Georgsmarienhütte

Tel: 05401/8050-0 40755

Öffnungszeiten

 

Weiter geht’s auf die andere Seite der Hauptstraße, wo wir nach einem kurzen Stück einen Aussichtspunkt mit einigen Erläuterungen zum Stahlwerk finden.

Wir kommen zum Aussichtspunkt auf das Stahlwerk (4)!

Rund 1300  Beschäftigte arbeiten hier und produzieren Rohstahl, Walzstahl und Blankstahl, also Vorprodukte, die dann z. B. in der Automobilindustrie weiterverarbeitet werden.

Wer jetzt gerade wegen fehlender Gangschaltung oder aus anderen Gründen seinen alten Drahtesel verflucht hat, der kann ihm hier mit dem Einschmelzen drohen. Denn das Georgsmarienhütter Stahlwerk verwendet als Rohstoff heute ausschließlich Schrott. Mit dem „Elektrolichtbogenofen“ schmilzt man dort heute das Eisen ein. 600 000 Tonnen Rohstahl werden pro Jahr produziert.

Aus den Lorenwagen der Hüggeleisenbahn wurde das Eisenerz zusammen mit Kalkstein in die Hochöfen gestapelt. Erst bei einer Temperatur von 1800-2000 C löst sich das schwere Eisen vom restlichen Gestein, der sogenannten Schlacke. Um diese Temperaturen zu erhalten, benötigte man ziemlich viel Kohle aus den Abbaugebieten in Oesede und Borgloh. Das flüssige Roheisen und die Schlackenschmelze wurden durch getrennte Öffnungen, die Stichlöcher, abgelassen. Ca. alle 4 Stunden schoss das flüssige Roheisen funkensprühend aus dem Abstichloch, um dann durch eine Sandrinne in Sandbetten oder Pfannenwagen zu fließen. Heute erzeugt ein sogenannter „Lichtbogenofen“ die nötige Hitze, um das Eisen zu schmelzen. 

Nur wenig später sind links der Straße ehemalige Werkswohnungen (5) zu sehen, die ab 1871 für Mitarbeiter des Stahlwerks gebaut wurden. Sie sind nur der Rest einer ursprünglich viel größeren Kolonie, die leider Ende der 70er Jahre größtenteils abgerissen wurde. Die grauen Steine, aus denen das Mauerwerk besteht, werden wir später noch genauer kennen lernen.

 

Das Parkgelände, das sich an die Werkswohnungen anschließt, gehört zum „Kasino“. Eigentlich ist es das ehemalige Gesellschaftshaus des Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins, das früher der gesellschaftliche Mittelpunkt der Gemeinde Georgsmarienhütte war. Der Park selbst ist für seine Vielzahl an heimischen und exotischen Bäumen bekannt; die beiden Teiche dienen auch heute noch als Wasserreservoir für das Stahlwerk.

Über die Ulmenstraße gelangen wir schließlich auf die Malberger Straße. Hinter einer Bahnunterführung geht´s im Kreisel halb links und wenig später erscheint links das Gebäude der Stadtwerke Georgsmarienhütte. Dass es direkt an der Düte, dem Hauptgewässer der „Hütteraner“ steht, ist kein Zufall: Das 1930 errichtete Bauwerk diente ursprünglich als Mühle. Die eigentliche Sehenswürdigkeit liegt hier etwas versteckt unterhalb der linken Straßenböschung: Der Malberger Stollen (6).

Ein kühnes Vorhaben wurde hier 1847 angegangen: Auf über sechseinhalb Kilometer Länge wollte man von hier aus einen Stollen anlegen, der alle Kohlevorkommen zwischen Malbergen (wo wir uns hier befinden) und Borgloh erschließen sollte. Sechs Jahre lang schufteten hier tagtäglich drei bis fünf Bergleute unter Tage. Um die für den Kohletransport nötigen Gerätschaften aufnehmen zu können, musste man mit 1,6 m Höhe und 1 m  Breite arbeiten. Als Schutz vor dem nachstürzenden Gestein wurde der Gang laufend durch Zimmerung oder Mauerung gesichert. Weil aber die Bergleute nicht die erhofften Mengen an Steinkohle antrafen, wurden die Arbeiten 1853 eingestellt. Immerhin rund 3000 Meter weit, etwa bis zum Oeseder Bahnhof hatte man den Stollen bis dahin in Richtung Osten vorangetrieben. Ganz umsonst waren die Mühen aber auch nicht: Ganz in der Nähe nutzte später ein Landwirt den Stollen als unterirdische Kühlkammer, indem er das kühle Grubenwasser aufstaute und leicht verderbliche Produkte darin lagerte.

 

Nach so viel Industrie- und Bergbaugeschichte folgt nun ein etwas ruhigerer Streckenabschnitt. Ein würziger Geruch kitzelt vielleicht noch einmal kurz die Nase, wenn wir an einer großen Gewürzfabrik vorbei kommen, dann überqueren wir rechts die Bahn und fahren durch die eigentliche Malberger Siedlung.  Hier bietet sich auch noch einmal ein Blick auf die Rückseite des Stahlwerkes. Ein zweites Mal geht´s durch den Ortsteil Oesede bevor wir nach links in einen schönen Privatweg einbiegen, der auf den Harderberg zuführt.

Mitten auf der Strecke passieren wir den Hof Gartmann (7). 

Das Mauerwerk des Wohnhauses links der Straße besteht aus den gleichen grauen Steinen, die wir schon bei den Werkswohnungen gesehen haben.

Solche „Hüttensteine“ waren früher die Angstgegner der Maurerlehrlinge: Nur ein wirklich guter Maurer war in der Lage, die extrem zähen Schlackensteine mit einem Hammerschlag sauber zu halbieren bzw. zu vierteln und zu achteln.

Weiter geht‘s zum Ortsteil Harderberg, der uns kräftemäßig noch einiges abverlangt. Durch die Neubausiedlung radeln wir auf die Große Egge hinauf, zum höchsten Punkt dieser Tour. Die Mühe des Anstieges haben wir der Härte des Gesteins zu verdanken: Ablagerungen aus der Jura-Zeit vor rund 140 Millionen Jahren haben hier der Verwitterung wiederstanden und ein Höhenzug wurde herauspräpariert.

 

Ganz oben auf der Großen Egge verbirgt sich im Buchenwald ein kleiner Grabhügel (8).

Wäre da nicht eine Tafel am rechten Wegesrand könnte man diese historische Stätte glatt verpassen.

Von der großen Egge führt eine Straße auf ein Plateau, wo wir in einen Waldweg einbiegen. Da, wo wir wieder aus dem Wald herauskommen, können wir ein kleines Päuschen einlegen: Hier bietet sich sich uns eine tolle Aussicht mit Blick über das Dütetal und auf den Teutoburger Wald. Auch der Iburger Wald mit dem Dörenberg (Höchste Erhebung im Naturpark, 331 m über dem Meeresspiegel) ist gut zu erkennen. 

Und jetzt aufgepasst! Ein holpriger Weg führt steil den Berg hinunter und bringt uns schließlich bis zur „Glückaufstraße“, die Oesede mit Kloster Oesede verbindet. „Glück auf“ gibt uns auch gleich das richtige Stichwort: Hier im Westen von Kloster Oesede wurde reichlich Kohle gefördert. An zwei unscheinbaren Spuren dieses Bergbaus sind wir gerade zügig vorbeigerauscht: In dem Waldstück am Hang links der Straße gibt es noch einige „Pingen“, Bodenvertiefungen, in denen früher nahe der Oberfläche nach Kohle gegraben wurde. Direkt hinter der Gasstation unten am Waldrand befindet sich der tiefste Punkt des gesamten Stollensystems, das diese Gegend durchzieht. Das Wasser, das hier entlangfließt, ist durch seinen hohen Gehalt an Eisen rot gefärbt.

Ein Radweg begleitet die Straße bis nach Kloster Oesede hinein. Die Straßennamen in der Siedlung, die hier am Hang liegt, erinnern noch an die Bergbaugeschichte: „Im Kohlsiek“ wohnen die Leute hier, im „Schürffeld“ oder an der „Steigerstraße“. Auch der „Ottoschacht“ (9) ist als Straßennahme verewigt. 

Dieser Schacht in Kloster Oesede ist ein Zeugnis der damaligen Kohleförderung. Die Kohle hier entstammt aus der unteren Kreide-Zeit vor rund 140 Millionen Jahren und ist damit wesentlich jünger als die Kohle aus dem Ruhrgebiet oder aus Ibbenbüren (300 Millionen Jahre, Karbon-Zeit).

Hauptabnehmer der Kohle, die hier gefördert wurde, waren übrigens die Salinen in Bad Rothenfelde. Mit ihr wurde das Feuer betrieben, mit dem das Solewasser zur Salzgewinnung eingekocht wurde.

Kohle entwickelt sich aus den Überresten von Pflanzen, die in großen Mengen tief unter die Erde geraten und dort dem Druck des darüber liegenden Gesteins ausgesetzt sind. Viele Bestandteile der Pflanzensubstanz entweichen dabei. Übrig bleibt vor allem der Kohlenstoff. Der Ursprung der Oeseder Kohle liegt in der unteren Kreide-Zeit, als diese Region eine flache Fluss- und Seenlandschaft war, die hin und wieder vom Meer überflutet wurde. Bei warmem Klima war die Landschaft vermutlich dicht bewachsen.
Mit ihrem Alter von rund 140 Millionen Jahren ist diese Kohle wesentlich jünger als die, die im Ruhrgebiet und in Ibbenbüren abgebaut wird (300 Millionen Jahre, Karbon-Zeit). Auch ihre Qualität ist weniger hoch.

 

Unsere nächste Station ist das Kloster, das diesem Ortsteil seinen Namen gibt - Kloster Oesede (10)!

Anfang des 12. Jahrhunderts gründete hier Edelherr Ludolf von Oesede ein adeliges Frauenstift. Zwei seiner eigenen Töchter bildeten sozusagen den personellen Grundstock. Aber was hat ein Frauenkloster mit dem Bergbau zu tun? Man wird doch keine Nonnen in die Gruben geschickt haben?

Nein, natürlich nicht. Aber man liest von sogenannten „Laienbrüdern“, die für das Kloster arbeiteten. Und weil das Kloster lange Zeit die Abbaurechte für Steinkohle hielt, durften diese Laienbrüder in mühsamer Arbeit die Kohle ans Tageslicht befördern. Noch lange Zeit nach dem Ende des Abbaus sprach man beim Auffinden alter Bergwerksstollen vom „Alten Mönch“.

Um 1500 begann man hier mit der Kohleförderung. Mit Unterbrechungen lief er bis 1890. Nach den Weltkriegen lebte der Bergbau kurzzeitig wieder auf.

Wir gelangen wieder auf die Hauptstraße und verlassen bald den Ortsteil Kloster Oesede. Am Kreisverkehr geht´s rechts ab Richtung Wellendorf. Gemütlich fahren wir durch das Waldstück und überqueren vor dem Hof Suttmeyer den Bahnübergang. Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zu unserer nächsten, recht unscheinbaren Station, dem Suttmeyer Stollen (12).

Leider ist das Mundloch dieses Stollens – es befand sich direkt neben der Brücke über die Düte – verschüttet. Eine Sichtluke unterhalb der rechten Straßenböschung ermöglicht uns jedoch einen Blick in die Tiefe. Ab 1809 wurde hier 55 Jahre lang fleißig gearbeitet. Recht dicht unter der Erdoberfläche verläuft der Suttmeyer Stollen durch das von uns gerade durchquerte Waldgebiet, am Georgschacht vorbei, bis zum Schacht Kronprinz, der sich bei Wellendorf nahe der A33 befindet.
Links der Straße „auf der Insel“ passieren wir noch die Fundamente der ehemaligen Ölmühle des Klosters Oesede. Kurz darauf geht es noch am Mühlenteich vorbei und dann hinauf zur Wellendorfer Straße

Auf den nächsten fünfeinhalb Kilometern erwarten uns keine anstrengenden Streckenabschnitte mehr. Gemütlich radeln wir neben den Feldern zu unserem Start- und Endpunkt in Oesede zurück.

Und wieder einmal konnten wir sehen, wie die natürlichen Gegebenheiten (in diesem Fall die Rohstoffvorkommen) die Geschichte einer Region beeinflussen können.

 

__________________________________________________________________________________________________________ 

Wenn Ihnen die Tour gefallen hat, probieren Sie doch mal die anderen TERRA.trails . Oder stöbern Sie einfach auf unserer Website . Haben Sie weitergehende Fragen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten? Auch dann helfen wir Ihnen natürlich gerne weiter.

Autorentipp

Gönnen Sie sich eine Pause!

Hierfür ist das Forsthaus Oesede ein perfekter Ort.

Genießen Sie das gute Essen in einem tollen rustikalen Ambiete oder genießene Sie ein kühles Blondes oder einen guten Wein im Garten der Gaststätte.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: http://www.forsthaus-oesede.de/

 

Wer die Fahrradtour mit einem spektakulären Besuch im Freilichttheater verbinden möchte, dem kann ich die Waldbühne Kloster-Oesede ans Herz legen!

Hier finden Sie das aktuelle Programm:

http://www.ticketmaster.de/venue/waldbuhne-kloster-oesede-georgsmarienhutte-tickets/geowaldoes/740

 

Viel Spaß!

 

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
164 m
Tiefster Punkt
80 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gaststätte Forsthaus Oesede

Sicherheitshinweise

Helm, verkehrssicheres Rad, Fahrradkarte und/oder GPS Navigator ...

 

Weitere Infos und Links

Die Stadt Georgsmarienhütte bietet eine Vielfalt an Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten und Ausflugszielen für die ganze Familie!

Ausführlichen Informationen finden Sie hier!

 

Start

Kirche "St. Peter und Paul" in Georgsmarienhütte im Ortsteil Oesede, Oeseder Str. 68, 49124 Georgsmarienhütte (86 m)
Koordinaten:
Geographisch
52.206225, 8.065076
UTM
32U 436112 5784387

Ziel

Kirche "St. Peter und Paul" in Georgsmarienhütte im Ortsteil Oesede, Oeseder Str. 68, 49124 Georgsmarienhütte

Parken

Hier finden Sie eine Übersicht öffentlicher Parkmöglichkeiten!

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
mittel
Strecke
29 km
Dauer
2:02 h
Aufstieg
209 hm
Abstieg
208 hm
Rundtour aussichtsreich familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.