Themenweg

TERRA.natura Tipp 7: Auf verschlungenen Pfaden

Themenweg · Osnabrücker Land
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Natur- und Geopark TERRA.vita Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Fenster in die Erdgeschichte
    / Fenster in die Erdgeschichte
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Hüggel im Morgendunst
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Rotbuchenwälder
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Schluchtwälder im alten Steinbruch
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Stollenmundloch im Silbersee
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
m 400 300 200 100 6 5 4 3 2 1 km
NATURA 2000? Schon mal gehört? Vielleicht, was aber genau sich dahinter verbirgt, wissen die Wenigsten: NATURA 2000-Gebiete bestehen aus EU-Vogelschutzgebieten und FFH-Gebieten. Die Abkürzung „FFH“ steht hierbei für Fauna-Flora-Habitat. Fauna bedeutet Tierwelt, Flora ist die Pflanzenwelt und Habitat beschreibt den Lebensraum. Es werden durch NATURA 2000 also nicht nur einzelne Tier- und Pflanzenarten, sondern auch deren Lebensräume geschützt. Ziel ist es, die biologische Vielfalt in Europa zu erhalten.

Im Landkreis Osnabrück liegen insgesamt 28 dieser „europäischen  Premiumschutzgebiete“. Grund genug, einige dieser besonders staunenswerten Landstriche in den TERRA.natura Tipps aufführlich vorzustellen. Neben Informationen rund um die vorkommenden Tiere, Pflanzen und Lebensräume gibt es spannende geologische Exkurse. Außerdem werden Fragen zu Ökologie und Naturschutz beantwortet. Beschriebene Wanderrouten durch ausgesuchte Gebiete vermitteln Wissen über die Besonderheiten am Wegesrand. Die komplette Begleitbbroschüre erhalten Sie beim Natur- und Geopark TERRA.vita.

mittel
6,2 km
2:06 h
136 hm
130 hm
Eine Wanderung durch den Hüggel bietet ein besonderes Erlebnis – einerseits erleben wir eine wunderschön vielflältige Natur mit wilden, schluchtwaldartigen Wäldern und naturnahen Mischwäldern, andererseits liegt der außergewöhnliche Höhenzug wie ein geologisches und kulturhistorisches Tagebuch offen vor uns: Der Hüggel ist aus erdgeschichtlicher Sicht das wohl interessanteste Gebiet im gesamten Natur- und Geopark TERRA.vita. Seine geologische Vielfalt machte ihn über Jahrhunderte besonders lohnend für Bergbautätigkeiten. Was bereits im 12. Jahrhundert mit kleinen Schürfen begann, endete in einem industriellen Abbau von Erzen und Zuschlagkalk. Der letzte aktive Kalksteinbruch wurde erst im Jahr 1963 stillgelegt.

Durch den intensiven Bergbau ist der Hüggel ober- wie auch unterirdisch völlig zerklüftet. Es gibt kaum eine Stelle, an der sich die bergmännische Nutzung nicht ablesen lässt. Der durchlöcherte Höhenzug könnte auch als „Industriebrache“ bezeichnet werden, die sich die Natur in den letzten Jahrzehnten zurückerobert hat ... und das hat sie wirklich hervorragend gemacht! In den ehemaligen Steinbrüchen haben sich schluchtwaldartige Wälder mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Vor allem in den stillgelegten Stollen befinden sich Winterquartiere von überregionaler Bedeutung gleich mehrerer Fledermausarten. Außerhalb der Abbauflächen beeindrucken großflächige, naturnahe Buchen- und Eichen-Mischwälder. Eine weitere Besonderheit: Am Roten Berg haben sich Schwermetallrasen entwickelt. Wenn auch kleinflächig, haben sie dennoch mit ihrer seltenen Vegetation eine große Bedeutung für den Naturschutz!

Autorentipp

Es lohnt sich auf jeden Fall, den Besucherstollen im Hüggel zu besichtigen und auch das Geozentrum Hüggel ist einen Besuch wert.

Achtung!
Der Steinbruch darf nur im Rahmen einer geführten Tour betreten werden. Der Stollen ist verschlossen und nur während einer Führung begehbar. Gerne organisieren wir eine Besichtigung für Sie!

Für Einzelpersonen, Familien, Kleingruppen etc. bietet TERRA.vita öffentliche Führungen zu festen Terminen jeweils um 11:30, 13:00, 14:30 und 16:00 Uhr an, zu denen Sie sich telefonisch bei uns anmelden können. Termine und weitere Anmeldeinformationen finden Sie auf unserer Internetseite www.naturpark-terravita.de .
Treffpunkt für die Führungen ist die Schutzhütte am Gasthaus Jägerberg • Zum Jägerberg 40 • 49170 Hagen a.T.W.

Geozentrum Hüggel:

Öffnungszeiten des Museums Geozentrum Hüggel im Naturpark TERRA.vita, Osnabrücker Str. 21 (L89), 49205 Hasbergen: Sonntags von 10 Uhr bis 12 Uhr 14 Uhr bis 16 Uhr (und nach Vereinbarung, nicht an Feiertagen)

Weitere Informationen erhalten Sie beim Kultur- und Verkehrsverein Hasbergen e.V., Herrn Werner Wessel
Tecklenburger Straße 44, Tel.: 05405/69497 und im Internet: www.hüggel.de oder www.kulturportalnordwest.de

 

Profilbild von Cornelia Kleemann
Autor
Cornelia Kleemann
Aktualisierung: 30.03.2016
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
227 m
Tiefster Punkt
132 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Wanderparkplatz Roter Berg, Osnabrücker Straße, 49205 Hasbergen (134 m)
Koordinaten:
DG
52.228786, 7.952949
GMS
52°13'43.6"N 7°57'10.6"E
UTM
32U 428487 5787001
w3w 
///miteinander.wirkung.presse

Ziel

Wanderparkplatz Roter Berg, Osnabrücker Straße, 49205 Hasbergen

Wegbeschreibung

Der Startpunkt der Tour liegt am Wanderparkplatz Roter Berg (Osnabrücker Straße, 49205 Hasbergen) am Rande des Hüggels. Hier beginnt auch ein geologischer Lehrpfad, dessen Routenverlauf wir folgen. Es handelt sich um den auf der Wandertafel dargestellten Großen Rundwanderweg Nr. 2, der im Gelände durch rote Punkte markiert ist.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

Wanderparkplatz Roter Berg

Osnabrücker Straße

49205 Hasbergen

Koordinaten

DG
52.228786, 7.952949
GMS
52°13'43.6"N 7°57'10.6"E
UTM
32U 428487 5787001
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///miteinander.wirkung.presse
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Das bewegte Relief und der oft felsige Untergrund erfordern gutes Schuhwerk!

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
6,2 km
Dauer
2:06h
Aufstieg
136 hm
Abstieg
130 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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