Themenweg empfohlene Tour

TERRA.tipp: Auf dem Tecklenburger Hexenpfad

· 3 Bewertungen · Themenweg · Münsterland
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Natur- und Geopark TERRA.vita Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Ausgangspunkt ist das Haus des Gastes am Marktplatz
    / Ausgangspunkt ist das Haus des Gastes am Marktplatz
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Der Hexenpfad ist im Gelände beschildert
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Altstadt Tecklenburg
    Foto: Münsterland e.V.
  • / Übersichtskarte
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Das Torhaus Legge
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Ein Mahnmahl gegen die Hexenverfolgung - der Wierturm
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Kleine Klettertour auf klobigen Klötzen.
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Folgen Sie dem Hexenzeichen
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Auf dem Hexentanzplatz führten die Hexen wilde Tänze auf
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Die Hexenküche lädt zum Klettern ein
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Teufels Fußspuren sind noch heute im harten Fels zu erkennen
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Gewaltig liegen die Felsen im Wald
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Münsterlandblick
    Foto: Cornelia Kleemann, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Rolands Grab
    Foto: Melanie Schnieders, Natur- und Geopark TERRA.vita
  • / Bismarckturm in Tecklenburg
    Foto: J.-H. Janßen
m 400 300 200 100 5 4 3 2 1 km Parkplatz "Münsterlandblick" Wanderparkplatz Altstadt Wanderparkplatz am Bahnhof Tecklenburg Wanderparkplatz Bismarckturm Rolandsgrab Bismarckturm Heidentempel Hexenküche Fabula
Der rund 5 km lange Tecklenburger Hexenpfad ist ein offizieller Wanderweg mit vielen sagenhaften Stationen. Tauchen Sie ein in die Welt der Tecklenburger Geschichten und Mythen ...
schwer
Strecke 5,1 km
1:38 h
118 hm
118 hm

Ausgangspunkt ist das Haus des Gastes am Marktplatz. Von hier aus folgen Sie dem Hexenzeichen durch das Torhaus Legge in Richtung Burg.

Entdecken Sie die Burgruine der alten Tecklenburg. Dort steht auch der Wierturm, der einem mutigen Kämpfer gegen den Hexenwahn gewidmet ist. Weiter geht‘s zum Hexentanzplatz und zur Hexenküche. Zu dieser beeindruckenden Felsformation mitten im Wald sollen Hexen zur Mitternachtsstunde auf ihren Besenstielen geflogen sein, um dort ihre Tränke zu brauen und wilde Tänze aufzuführen. Manchmal kam auch der Teufel vorbei. Sein Fußabdruck ist noch heute im harten Fels erkennbar.

Zurück zur Straße, vorbei am beeindruckenden Münsterlandblick taucht der Weg wieder in den Wald und führt zum Rolands Grab. Es ist vermutlich eine alte Grabkammer, die in den Sandstein geschlagen wurde und um die sich schauerliche Geschichten ranken. Von dort ist es nicht mehr weit zum Heidentempel, einer weiteren Felsformation, die früher Opferritualen gedient haben soll.

Kurz darauf treffen wir auf den Hermannsweg. Am Bismarckturm vorbei geht es zurück zum Marktplatz.

Ein Faltblatt aus der Serie der TERRA.tipps können Sie HIER herunterladen oder kostenlos in unserem SHOP bestellen.

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Ein Hexenpfad-Führer in deutscher und niederländischer Sprache ist bei der Tecklenburg Touristik für 1 € (zzgl. Versandkosten) erhältlich. Auch eine individuelle Hexenpfad-Führung kann dort gebucht werden.
Profilbild von Melanie Schnieders
Autor
Melanie Schnieders
Aktualisierung: 12.03.2021
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
187 m
Tiefster Punkt
107 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Fabula
Historische Altstadt Tecklenburg

Sicherheitshinweise

Einige Wegstücke sind sehr steil und zum Teil rutschig. Das Klettern auf den Felsen machst zwar großen Spaß, erfordert aber Vorsicht und Trittsicherheit.

Weitere Infos und Links

Tecklenburg Touristik GmbH
Markt 7
49545 Tecklenburg
Telefon: 05482 93 89 0
info@tecklenburg-touristik.de

http://www.tecklenburg-touristik.de/natur-erleben-freizeit-aktiv/wandern/

http://www.tecklenburg-touristik.de/service/infomaterial-broschueren/

Start

Haus des Gastes, Markt 7, 49545 Tecklenburg (176 m)
Koordinaten:
DG
52.219739, 7.811800
GMS
52°13'11.1"N 7°48'42.5"E
UTM
32U 418830 5786143
w3w 
///honig.neben.enger

Ziel

Haus des Gastes, Markt 7, 49545 Tecklenburg

Wegbeschreibung

Torhaus Legge (1)
Vom Haus des Gastes führt uns der Weg durch die Legge. Das Torhaus wurde 1577 gebaut und war die erste landesherrliche Leinenprüfanstalt Westfalens. Hier musste das Leinen vorgelegt und versteuert werden. Wanderhändler zogen mit ihren derben Leinen, aus denen Segel, Arbeitskleidung und Planen gefertigt wurden, über Land und boten ihre Ware feil. Der Leggemeister kontrollierte die Qualität des Tuches. Entsprechend der Qualität erhielt das Leinen ein Gütesiegel und erst danach wurde der Weber entlohnt. Nach dem Löwenbild auf dem Siegel wurde das Produkt „Löwendlinnen“ genannt. Nach dem Niedergang der Leinenherstellung durch das Aufkommen von Baumwolle und Jute wurde die Legge Rathaus und Arrestanstalt. Heute finden hier wechselnde Ausstellungen statt - von Kunsthandwerk bis zur bildende Kunst. Nachdem wir das Torhaus passiert haben, bietet sich zur Rechten ein malerischer Blick über Tecklenburg und den Hang des Teutoburger Waldes.

Burgruine und Freilichtbühne (2)
Das „Krönchen“. So nennen die Tecklenburger die Reste der alten Burg Tecklenburg, die tatsächlich wie eine Krone den höchsten Punkt der Innenstadt markieren. Vermutlich im elften Jahrhundert erbaut, sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Anlage erhalten. Doch sie lassen erahnen, dass es sich damals um einen durchaus imposanten Bau gehandelt haben muss. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Burg jedoch bereits so weit verfallen und durch Machtverschiebungen in die Bedeutungslosigkeit abgesunken, dass sie schlicht als Steinbruch frei gegeben wurde. Was von ihr übrig bleib, dient heute zu Teilen als Kulisse der Freilichtbühne.

Wierturm (3)
Hier erwartet uns auch schon die nächste Sehenswürdigkeit, der Wierturm. Und dieser hat einen engen Bezug zum Thema Hexerei. Denn errichtet wurde der Turm als erstes Denkmal in Deutschland für einen Bekämpfer des Hexenwahn: Johannes Wier. Der Arzt, der im Jahr 1588 in Tecklenburg verstarb, war einer der mutigsten Kämpfer gegen den Hexenhammer und die daraus resultierende Hexenverfolgung.Der Hexenpfad führt uns nun weiter zur Straße „Am Weingarten“. Hier verwundert nicht nur der Name, sondern auch der Ausblick: Der Wanderer blickt hier tatsächlich auf eine ganze Anzahl von Weinreben. Diese wurden in den 80er Jahren angepflanzt und erinnern nicht zuletzt daran, dass die früheren Burgherren von Tecklenburg tatsächlich versucht hatten, hier auf künstlich angelegten Terrassen, Wein anzubauen. Wer den Turm hinaufklettern möchte, kann sich gegen ein Pfand im Haus des Gastes bei der Touristik-Info auf dem Marktplatz den Schlüssel abholen.

Hexenküche & Hexentanzplatz (4)
Wir überqueren die Straße und gelangen nun zur dritten Station, der Hexenküche nebst Hexentanzplatz. Laut Überlieferung trafen sich hier die Hexen der Region in einer verborgenen Höhle, um ihre Salben und Zaubertränke anzumischen. Begleitet wurde die Herstellung von feierlichen Zeremonien, an die auch der Teufel regelmäßig teilgenommen haben soll. Am Felsen kann man Vertiefungen finden, die laut Sage Faust- und Fußabdrücke des Teufels sein sollen. Für normalsterbliche Menschen waren diese Feiern tabu – wer sie versehentlich beobachtete und dabei erwischt wurde, musste sterben.Der Weg geleitet uns durch diese verwunschenen Felsen, führt anschließend noch ein kurzes Stück an der Straße entlang,

Münsterlandblick (5)
Der Aussichtspunkt auf dem gleichnamigen Parkplatz am Stadtrand von Tecklenburg hat den Titel „Münsterlandblick“ wirklich verdient: Vom Hang desTeutoburger Waldes bietet sich in Richtung Süden eine schöne Aussicht überweite Teile des Münsterlandes bis nach Münster. Auf den bequemen Bänkenhinter dem immergrünen Torbogen kann man die Beine mal so richtig langmachen und die Aussicht genießen. Dabei können Sie zwei sagenhaften TERRA.vista-Hörspielen lauschen.  Nach einem kurzen Päuschen geht es kurz darauf wieder hinab geht in die Felsenstiege. Von nun an gewinnt der Weg noch mehr an Zauber und führt durch die Natur und noch zu zwei weiteren magischen Orten …

 

Rolands Grab (6)
Nach einiger Strecke durch die Tecklenburger Wald am Hang des Teutos führt der Weg steil und schmal hinauf zum Rolandsgrab, das wie ein weit aufgerissener Rachen düster und unheilvoll den Wanderer anstarrt. Der fast quadratische Felsenraum ist von Menschenhand in den Felsen geschlagen worden. Früher war der Eingang mit einer Tür verschlossen. Die Idee zur Gruft im Wald hatte im letzten 19. Jahrhundert ein Mann, der sich diesen Luxus leisten konnte. Bonaventura Roelants hatte es aus Belgien nach Tecklenburg verschlagen. Er kaufte sich das Gut Hülshoff am Südhange des Brochterbecker Berges. Ob er seine letzte Ruhestätte wirklich im Felsengrab gefunden hat, das seinen eingedeutschten Namen trägt, ist unbekannt.

Heidentempel (7)
Schließlich erreichen wir ganz in der Nähe schon die fünfte und letzte Station, den Heidentempel. Und gleich auf den ersten Blick sehen wir, dass dieser Platz kaum geeigneter für die Gebräuche unserer heidnischen Vorfahren nicht geschaffen werden konnte: Auf dem erhöhten Platze zwischen den Felsen vollzog der Priester das Opfer. Das Opfertier lag mit dem Kopfe am Felsen und rieselte das Blut in die steinerne Rinne nach unten. Das auf der Vorwiese versammelte Volk verfolgte in Andacht die Handlung. An der interessanten Felswand sind noch heute an vielen Stellen Runen sichtbar.

Hermannsweg (8)
Der 156 Kilometer lange Hermannsweg gilt als einer der schönsten Höhenwege Deutschlands und verläuft über den Kamm des Teutoburger Waldes. Sein Name leitet sich von Hermann dem Cherusker ab, der im Jahre 9 nach Christus den römischen Feldherren Varus besiegte und drei römische Legionen schlug. Beginnend in der Münsterländer Parklandschaft in Rheine führt der Hermannsweg über Höhen von 100 bis 400 m nach Horn-Bad Meinberg, wo er auf der 441 m hohen Felsgruppe der Lippischen Velmerstot endet und Sie einen herrlichen Ausblick in die Umgebung haben. An die historischen Ereignisse erinnert das Hermannsdenkmal, eines der vielen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die ebenso wie die Dörenther Klippen, die Externsteine, die Sparrenburg in Bielefeld und die Adlerwarte Berlebeck die Strecke säumen. Der Weg bietet mit seinem von zahlreichen Tälern unterbrochenen Gebirgskamm ein abwechslungsreiches Höhenrelief mit weitreichenden Aussichten in die Landschaft.

Bismarckturm (9)
Der Bismarckturm in Tecklenburg ist ein von 1908 bis 1909 erbauter 18 m hoher Aussichtsturm im Westen der Stadt auf einem Höhenzug des Teutoburger Waldes. Er ist nach Otto von Bismarck benannt. Vorläufer des Bismarckturms war eine Windmühle, die 1851 auf dem Windmühlenberg errichtet wurde, jedoch 1906 nach Blitzeinschlägen ausbrannte. Der verbliebene Mühlenstumpf wurde 1908 vom Bismarckverein des Kreises Tecklenburg erworben und für den Bau des heutigen Turms verwendet. Die feierliche Einweihung des Bismarckturms fand am 1. August 1909 statt. Seine Errichtung steht in Zusammenhang mit dem Bau vieler weiterer Bismarcktürme im Deutschen Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 1912 wurde neben dem Turm eine Bismarckhalle gebaut, aus der das heutige Hotel Bismarckhöhe hervorging. 2009 und 2010 wurde der Turm außen saniert und wiedereröffnet. Der Turmschlüssel ist gegen eine Gebühr von 0,50 € pro Person an der Rezeption des Hotels Bismarckhöhe entleihbar.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Westfalenbahn fährt von Münster oder Osnabrück nach Lengerich. Von hier Bus-Linie R45, Bushaltestelle Tecklenburg-Stadt.

Parken

Wer den Tecklenburger Hexenpfad wandern möchte, findet in Tecklenburg eine ganze Reihe an Parkplätzen, die in einem Leitsystem ausgeschildert sind. Als Ausgangspunkt für den Hexenpfad eignen sich besonders die Parkplätze Altstadt und Chalonnes Platz.

Koordinaten

DG
52.219739, 7.811800
GMS
52°13'11.1"N 7°48'42.5"E
UTM
32U 418830 5786143
w3w 
///honig.neben.enger
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Die Broschüre zum Tecklenburger Hexenpfad können Sie hier bestellen:

www.tecklenburg-touristik.de

Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist unbedingt nötig, da die in Route in ständigem Auf und Ab in Teilen durch den Wald und über Felsen führt.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,3
(3)
B B
04.07.2020 · Community
Leider nach 1/3 des Weges aktuell gesperrt (04.07.2020). Soweit sah der Weg aber spaßig aus. Kann mich bzgl. der Beschilderung nur Oliver Ebbing anschließen.
mehr zeigen
Oliver Ebbing
24.11.2019 · Community
Super schöner Weg und nicht zu lang. Die Wegweiser sind manchmal schwer zu erkennen, aber mit der Karte aus der App und GPS habe ich den Weg schnell wieder gefunden. Ich würde Empfehlen den Weg am linken Ende der Untersten Schleife zu starten und entgegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Dadurch endet der Weg mit einem entspannten Weg bergab bis zum Parkplatz anstatt das man wie ich den Berg an der Straße entlang erklimmen muss. Auch gut geeignet für Kinder. Wer Klettern möchte findet in großen Findlingen genügend Möglichkeiten. Es sollte aber mindestens 4-5 Tage vorher sonnig und trocken gewesen sein. Die Felsen sind sonst deutlich zu rutschig da das Moos lange feucht bleibt. Ich bin diesen Weg barfuß gegangen und habe dabei kaum Probleme gehabt. Es war feucht und kalt (Ende Oktober) aber mit etwas Training kann auch ein Einsteiger hier Barfuß wandern. Vorsicht ist geboten, da der Boden von Laub bedeckt ist, Steine sind daher schwer zu erkennen. Und die Erde rutscht beim auftreten gerne mal zur Seite was schnell zum Stolpern führen kann. Bei gutem Wetter bestimmt keinerlei Probleme.
mehr zeigen
Verena Baune 
26.12.2018 · Community
Gemacht am 03.10.2018

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
5,1 km
Dauer
1:38 h
Aufstieg
118 hm
Abstieg
118 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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