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Historische Stätte

Königsstuhl / Weltfriedenskreuz

Historische Stätte · Romantischer Rhein
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  • Der Königsstuhl von Rhens.
    / Der Königsstuhl von Rhens.
    Foto: Klaus-Peter Kappest, Rhein-Mosel-Eifel-Touristik
  • / Königsstuhl Rhens
    Foto: Klaus-Peter Kappest, Rhein-Mosel-Eifel-Touristik

Königsstuhl / Weltfriedenskreuz

Der Königsstuhl von Rhens ist ein steinerner, zweistöckiger Achteckbau. Er ist eine vergrößerte Darstellung eines Throns an der Stelle des Nussbaumgartens zu Rhens am Rhein.Im Mittelalter wurde hier häufig die Wahl zum Römisch-deutschen König durchgeführt . Das heute zu besichtigende Bauwerk ist ein inzwischen versetzter Neubau aus dem Jahre 1842, nach Zerstörung des Originals im Jahre 1795. Im Jahre 1273 fand erstmals im Nussbaumgarten am Rheinufer zu Rhense eine Vorbesprechung der vier rheinischen Kurfürsten (die Erzbischöfe von Mainz, Trier, Köln und der Pfalzgraf bei Rhein) zur Wahl Rudolfs von Habsburg statt, da dort ihre Territorien zusammentrafen. Nach weiteren Vorbesprechungen für die Wahlen von Heinrich VII. und Ludwig dem Baier zum römisch-deutschen König in den Jahren 1308 bzw. 1313/14, wurde im Jahre 1338 der Kurverein von Rhense geschlossen, der kurz darauf in Frankfurt am Main zum Reichsgesetz erhoben wurde. Die erste Königswahl in Rhens wurde am Königsstuhl im Jahre 1346 bei der Wahl Karl IV. zum Gegenkönig durchgeführt. Zehn Jahre später wurde durch die Goldene Bulle Kaiser Karls IV. Frankfurt als der Ort der Königswahl bestimmt. Im Jahre 1376 wurde deshalb am Königsstuhl die Wahl des Sohn Karls IV. Wenzels zum König vorbereitet und am 10. Juni 1376 in Frankfurt vollzogen. Wenig Tage nach dessen Krönung verfügte Karl am 9. Juli 1376, dass ein »steynen gestuel« (steinernes Gestühl) zu errichten sei, auf dem die Kurfürsten den zukünftigen König zu benennen haben. Erbauen mussten den Königsstuhl die Bürger von Rhens, die allerdings für die entstandenen Kosten und den späteren Unterhalt des Bauwerks von Karl ein Zollprivileg erhielten. Im Jahre 1398 wurde das Gestühl zum ersten Mal schriftlich erwähnt, wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Besuch Wenzels in Rhens. Nach der Absetzung Wenzels im Jahre 1400 wurde Ruprecht III. von der Pfalz als erster König und künftiger Kaiser auf dem steinernen Königsstuhl erhoben. Nach dem Tode Ruprechts verlor Rhens allmählich seine Stellung als Beratungs- und Wahlort, jedoch wurde im Jahre 1433 Friedrich III. auf den Königsstuhl erhoben. Er leistete an dieser Stelle einen Eid auf das Reich und erhielt den Ritterschlag. Maximilian I. bestieg auf der Fahrt von Frankfurt nach Aachen den Königsstuhl bei Rhens. - Nach anderen Quellen war Ruprecht III. von der Pfalz der erste und letzte König, der in Rhens auf dem Königsstuhl gewählt wurde, da Frankfurt als Wahlort bereits festlag, und der Bau des Königsstuhls durch Karl IV. (für künftige Versammlungen zur Vorbereitung der Königswahl) von manchen Historikern als Ausgleich für den verlorenen eigentlichen Wahlort angesehen wird. Die nachfolgenden Könige und Kaiser - auch Friedrich III. - ließen sich in Frankfurt wählen und besuchten nur noch auf der Fahrt zur Krönung nach Aachen den Königsstuhl in Rhens, bestiegen ihn zur Leistung des Treueides und zur Präsentation dem Volke gegenüber. Um 1550 verlor sich dieser Brauch unter den Nachfolgern Maximilians I. ebenfalls. Nach einer Restaurierung des Königsstuhl durch Landgraf Georg II. von Hessen im Jahre 1624 verfiel er in den nächsten hundertsiebzig Jahren allmählich. Nach seiner Zerstörung und Verkauf der Steine an Rhenser Bürger durch französische Soldaten in den Kriegswirren der Napoleonischen Kriege im Jahre 1795 wurde der Königsstuhl 1806 endgültig abgetragen. Nach einer durch eine von Karl Bernhard Hundeshagen im Jahre 1826 entworfene Neujahrsplakette mit dem Relief des Königsstuhls ausgelöste Spendenaktion, die von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen unterstützt wurde, kam es zu einem Aufruf zur Wiedererrichtung des Denkmals, und in den Jahren 1841 bis 1843 zum Neubau des Königsstuhls durch den Baumeister Johann Claudius von Lassaulx. 1848 fand eine feierliche Versammlung aus Anlass der Frankfurter Nationalversammlung statt. Im Jahre 1929 wurde der Königsstuhl vom Nussbaumgarten außerhalb von Rhens an seinen jetzigen Platz auf der Rheinhöhe Schawall nahe der Umgehungsstraße (B9) mit Sicht auf Rhens und das Rheintal verlegt. Eine Tafel am Rhein zeugt vom einstigen Standort des Bauwerks. Von 1979 bis 1982 sanierte die Schlösserverwaltung Rheinland-Pfalz das Denkmal und fügte dem Bauwerk das rheinland-pfälzische Wappen hinzu. Lange Jahre war der Königsstuhl bei Rhens der Ort, an dem die Koblenzer Bürgermeister ihre Amtskette überreicht bekamen. Seit Pfingsten 1978 gab es wieder häufige Treffen der Bürgermeister von Koblenz und Rhens auf dem "Königsstuhl zu Rhense".

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