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Mountainbike

Tour 1439 - Senter del Guardia - Auf den Schleichwegen des Jagdaufsehers

· 1 Bewertung · Mountainbike
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APT Val di Non Verifizierter Partner 
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    Foto: Silvia Gentilini, APT Val di Non
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    Foto: Silvia Gentilini, APT Val di Non
m 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 500 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km

Abwechslungsreiche Singletrailrunde in den Wäldern oberhalb der „Dolomiti di Brenta Bike“- Strecke.
mittel
18,5 km
3:00 h
830 hm
830 hm
Waren in Grenzregionen früher die Schmuggler auf verbotenen Pfaden unterwegs, so mögen es hier im Nonstal die Wilderer gewesen sein. Um nicht entdeckt zu werden, nahmen sie in den dichten Wäldern oftmals Spuren, die außer ihnen sonst niemandem bekannt waren. Doch einem guten Aufseher blieben diese natürlich nicht verborgen. Soll noch einer sagen, Pensionistendasein sei zu nichts gut. Als der ehemalige Jagdaufseher des Waldbezirks an den Osthängen des Monte Peller-Bergrückens in den Ruhestand ging, verordnete er sich flugs eine andere Aufgabe: mit Hilfe von Freiwilligen ließ er verborgene, verlassene und zugewachsene Wege frei putzen, von deren Existenz allerhöchstens Bären, Wilderer und Pilzesammler gewußt haben. Herausgekommen ist dabei eine Ode an den schmalen Pfad. Oder um es in der Sprache der Mountainbiker zu sagen: ein kleines Singletrail-Feuerwerk!

Autorentipp

Fahrtrichtung: im Uhrzeigersinn. Einkehrmöglichkeiten im Sommer gibt es beim Agriranch Pra de Dont oberhalb Tuenno und am Parkplatz Bersaglio oberhalb Cles. Sehenswert während der Apfelernte ist auch der „frutteto storico“ oberhalb Cles, eine Schauplantage für historische Apfelsorten.
outdooractive.com User
Autor
APT Val di Non
Aktualisierung: 08.11.2019

Schwierigkeit
S1 mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1134 m
Tiefster Punkt
666 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

AGRIRANCH PRADEDONT

Sicherheitshinweise

Respekt, Rücksichtnahme und “trail tolerance” auf allen schmalen Wegen dieser Tour. Die Pfade werden selbstverständlich auch von Spaziergängern begangen.

Da sich die Bedingungen im Naturraum sehr schnell ändern können und von Naturphänomenen und Wetterumständen beeinflusst sind, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass keine Garantie für die Aktualität der Inhalte übernommen werden kann. Deshalb hole dir bitte bevor du zur Tour aufbrichst die aktuellen Infos bei deinem Gastgeber, einem Hüttenwirt, einem Bergführer, bei den Besucherzentren der Naturparke oder im örtlichen Tourismusverein.

Weitere Infos und Links

Typ: AM = Allmountain

Start

Cles (688 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.366510, 11.029330
UTM
32T 656093 5136771

Ziel

Cles

Wegbeschreibung

Diesen feinen Trail verdanken wir Adriano,  einem ehemaligen Jagdaufseher des Waldbezirks an den Osthängen des Monte Peller. Als Pensionist suchte er sich andere Aufgaben. Mit Hilfe von Freiwilligen putzte er verborgene, verlassene und zugewachsene Wege an den Berghängen oberhalb von Cles frei.

Dabei bewies Adriano ein Gespür fürs Gelände, das es mit dem eines professionellen Trailbauers jederzeit aufnehmen kann. Zwischen der Agriranch Pra de Dont oberhalb von Tuenno und der Peller-Zufahrtsstraße oberhalb von Cles kam dank dieser Intervention ein Singletrail-Sahnestück heraus, welches in keiner Karte verzeichnet ist. Wohlgemerkt, ein Waldpfad, den man sich erarbeiten muss. Den Begriff „Flowtrail“ zu bemühen, wäre ein Schimpfwort für das, was Adriano und seine Helfer da geschaffen haben. Dabei ist Adriano nicht mal ein Biker. Ja er ist noch nicht mal ein Jogger oder Trailrunner. Er kennt halt sein ehemaliges Arbeitsrevier wie seine Westentasche.

Doch zunächst einmal muss man sich das Vergnügen erarbeiten: Aus der Ortsmitte von Cles (bei der Realschule V. Inama in der Via Eusebio Chini) starten wir bergwärts, um auf der Zufahrtsstraße zum Rifugio Peller den Wanderparkplatz Bersaglio zu erreichen (km 1,2). 200 Meter darauf beschreibt die Straße eine Rechtskurve, wir biegen aber links in die Gegenrichtung zur „Dolomiti Brenta Bike“-Trasse ein. Man passiert das allein stehende Haus von San Vito alto (km 2,0) und muss nach flotter Abfahrt an der Kreuzung von San Vito basso (km 2,4) aufpassen, den rechten Abzweig Richtung Mechel zu erwischen (immer noch auf der DBB-Strecke). Mechel passiert man bei Kilomter 4 und folgt weiter der DBB in südliche Richtung bis zur Kreuzung Ciaretar (km 5,2). Kurz darauf zweigt die sehr steile Auffahrt rechts Richtung Agriranch Pra de Dont ab und man wird auf den kleinsten zur Verfügung stehenden Gang schalten müssen. Langsam schrauben wir uns die 300 Höhenmeter auf etwas über 2 km hinauf und erreichen die Malga (bei km 7,6). Endlich dürfen wir durchatmen: Rechts führt ein schmaler Weg in die Wiesenflanke, der alsbald im Wald verschwindet. Vorher können wir aber noch dem Tierpark und Streichelzoo der Malga einen Besuch abstatten. Das Prinzip des neuen Trails ist, dass er weitgehend höhengleich verläuft, aber natürlich gelingt ihm das nur mit Ausnahmen. Bis zur ersten Zwischenstation, dem Malghetto di Tassullo (km 9,3) verliert unser schmaler Pfad bereits knapp 160 sehr unterhaltsame Höhenmeter. Dabei muss man durchaus den Untergrund im Auge behalten und die Haken, die der Singletrail schlägt. Ab und an gibt es nämlich verführerische Abzweiger, die einen allerdings nur nach unten bringen würden und somit aus dieser Achterbahn heraus werfen. Das aber sollte man tunlichst vermeiden, denn der Pfad des Jagdaufsehers zündet bis an sein Ende nördlich von Cles noch das eine und andere Trailfeuerwerk ab und es wäre schade, das zu verpassen.

Vom Malghetto di Tuenno führt der Wanderweg nun wieder bergauf und er ist für Biker nur schiebend zu bewältigen. Wir nehmen anstatt dessen die geschotterte Waldstraße zur Linken in Richtung Campo Nanno und fahren auf dieser etwa 1 km und 100 Höhenmeter bergauf. In einer auffälligen Linkskehre (km 10,2) verlassen wir die Fahrstraße zur Rechten und treffen 100 m später auf den von rechts herauf führenden Waldpfad. Wir bleiben auf dem Karrenweg und folgen diesem nun nordwärts immer noch leicht ansteigend bis zur nächsten auffälligen Kreuzung (km 10,7; 1115 m). Hier bleiben wir rechts auf dem höhengleich verlaufenden Weg. Bei km 11,9 kreuzen wir eine querende Waldstraße. Weiter geht es nun auf einem schmaler werdenden Pfad, bis wir kurz darauf auf einen unscheinbaren Abzweig rechts bergab stoßen (Achtung: man kann ihn schon mal übersehen!). Der Downhill erfordert Fahrsicherheit und am Ende werden für über ein paar Holzstufen wieder auf eine scheinbar ungenutzte Forststraße ausgespuckt. (Würde man den Abzweig verpassen, mündete man auf eine Schotterstraße, die ebenfalls bergab führt.) Auf diese stoßen wir bei km 12,9, folgen ihr rechts bergab für maximal 100 Meter und schlagen uns sofort wieder links seitlich in die Büsche (die Schotterstraße würde rechts bergab zum Parkplatz Bersaglio führen). Wieder verläuft unser höhengleicher Pfad nordwärts, diesmal hat er die Malga Boiara Bassa (km 13,6) zum Zwischenziel. Die Malga wird auf einem schön angelegten Weg unterhalb passiert, dann quert man den alten Fahrweg (313) und gewinnt zur linken erneut einen spaßigen Singletrail bergab. Dieser kreuzt bei km 14,5 die geteerte Fahrstraße zum Monte Peller. Mit ihr halten wir uns nicht lange auf, sondern kreuzen auf die rechte Seite zum Maso Keller (km 14,9). Der Fahrweg am Landgut beschreibt einen Rechtsbogen, aber wir zweigen sofort (km 15,0) wieder in eine linkerhand abzweigende Waldstrasse Richtung Pian delle Cionare (km 16,1). Auf dieser grünen Freifläche inmitten des Tannenwaldes befindet sich ein Sportplatz und am anderen Ende gibt es einen Picknickplatz mit Brunnen. Wer nun denkt, unser Trail habe hier sein natürliches Ende gefunden, dem verraten wir, dass es hinter dem Haus weiter geht. Wieder taucht der Pfad in den Wald ein und nimmt alsbald in Abwärtsrichtung Fahrt auf. Nach rund 180 m wird eine Schotterstraße gequert und der Trail wird steiler und enger, beschreibt zwei Kehren, ehe er uns nach ein paar Stufen bei km 16,9 nun endgültig in der Nähe der Kapelle Santo del Ciatar endgültig aus dem Gestrüpp entlässt. Der Schotterstraße folgen wir nun südwärts Richtung Ortsteil Dres (km 17,5). Kurz vor der Ampel an der Hauptstraße können wir noch entscheiden, ob wir uns rechterhand über die Dorfstraße und Caltron (Via Andreas Hofer, Via Fabio Filzi, Via Eusebio Chini) zum Ausgangspunkt zurückradeln möchten, oder doch lieber auf der einfacheren Hauptstraße, die uns direkt ins Zentrum von Cles führt, wo wir uns nach diesem Abenteuer tatsächlich ein Gelato oder einen Aperitiv verdient haben. Um auf Adriano, den ehemaligen Jagdaufseher, anzustoßen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem lokalen Zug, der Cles und trient verbindet (Hier zum Fahrplan)

Anfahrt

Von der Brennerautobahn A22 an der Ausfahrt Trento Nord ausfahren und auf der SS43 Richtung Val di Non fahren. In Dermulo die Beschilderung nach Cles  folgen.

Parken

Freier Parkplatz im Piazza Fiera, nordlich von Cles
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

4Land Wanderkarte, Val di Non N. 155

Ausrüstung

Die Tour kann mit jedem Typ Mountainbike befahren werden.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,0
(1)

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Bewertung
Schwierigkeit
S1 mittel
Strecke
18,5 km
Dauer
3:00h
Aufstieg
830 hm
Abstieg
830 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour botanische Highlights

Statistik

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