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Long distance hiking trail recommended route

Via Vigilius - Weitwanderweg vom Vigiljoch oberhalb von Lana nach Trento

· 1 review · Long distance hiking trail · Brenta Group
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  • 1. Tag - Der Weg zum Vigiljoch
    1. Tag - Der Weg zum Vigiljoch
    Photo: Christjan Ladurner, www.christjanladurner.com
m 1500 1000 500 100 80 60 40 20 km
Die Via Vigilius folgt den Spuren des Bischofs Vigilius von Trient, der um 355 geboren und vermutlich um 405 im Trentiner Rendenatal zu Tode kam. Vigilius wirkte vor allem im oberen Etschtal als Missionar und bereiste die die weitere Umgebung von Trento bis hin zum südlichen Gardasee. Viele neue Pfarreien entstanden durch sein Zutun, zudem wurden viele sakrale Bauten auf seine Initiative hin errichtet. Zahlreiche Kirchen und Bergkapellen, wie auch das Kirchlein am Vigiljoch, tragen heute noch seinen Namen. Als er im Rendenatal eine Saturn-Statue zerstörte, wurde er von aufgebrachten Bewohnern mit Knüppeln und Holzschuhen erschlagen. Beigesetzt wurde Vigilius in der von ihm erbauten Kathedrale in Trento, wo sich immer noch ein kunstvolles Reliquiar befindet.

St. Vigilius ist einer der Patrone Südtirols und des Trentino, sowie Patron der Bergwerke. Sein Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet der Wachsame. Entlang der Via Vigilius trifft man immer wieder auf die Spuren des Bischofs. Man wandert am Vigiljocher Kirchlein vorbei, kehrt im Wallfahrtsort Unsere liebe Frau im Walde ein, geht am Kloster San Romedio vorbei und steigt am Ende der Tour über die Via Vili ab, die in etwa dem Weg folgt, den Bischof Vigilius von Trient in das Val Rendena genommen hat, wo er dann zu Tode gesteinigt wurde.

moderate
Distance 116 km
40:01 h
6,970 m
7,090 m
1,771 m
196 m
Die Via Vigilius ist ein Weitwanderweg, der von der Bergstation der Seilbahn Vigiljoch bis in die Ortschaft Vela außerhalb der Stadt Trento verläuft. Der Weg kann in acht Tagesetappen begangen werden, wobei man auf einzelnen Abschnitten auch bis zu 1300 Höhenmeter im Aufstieg meistern muss. Die längste Tagesetappe misst 20 Kilometer. Die einzelnen Etappen der Via Vigilius können aber auch als Tagestouren erwandert werden. Gute öffentliche Verkehrsverbindungen, wie Eisenbahn und Bus, machen die Anreise zu den jeweiligen Ausgangspunkten und die Rückreise vom jeweiligen Etappenziel relativ einfach. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist jedoch die gesamte Begehung des Weges in sieben oder acht Tagen. Die Gesamtstrecke misst 109,2 Kilometer, im Aufstieg werden dabei 6970 Höhenmeter begangen und im Abstieg 7090 Höhenmeter. Der Weg beginnt in Südtirol und überschreitet am dritten Tag die Provinzgrenze ins Trentino. Ein Großteil der Via Vigilius zieht sich durch die relativ unbekannte, sehr eigene und vor allem sehr ruhige Mittelgebirgslandschaft des Val di Non. Entlang der Tagesetappen gibt es immer wieder die Möglichkeit zu Rast und Einkehr; übernachtet wird zumeist in kleinen Hotels oder Pensionen, ein oder zwei Mal auch auf Hütten. Die Via Vigilius ist bis auf einige kurze Abschnitte, auf denen etwas Trittsicherheit vorausgesetzt wird, ein einfach zu begehender Weitwanderweg, der jedoch einen steten Schritt und gute Kondition verlangt.

Author’s recommendation

Einen Tag früher anreisen und im Vigilius Mountain Resort am Vigiljoch übernachten

www.vigilius.it/de

 

Profile picture of Christjan Ladurner
Author
Christjan Ladurner
Update: June 04, 2016
Difficulty
moderate
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
1,771 m
Lowest point
196 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Track types

Show elevation profile

Safety information

Die Tour weist keine besonderen technischen Schwierigkeiten auf. Die Ausnahme bildet der Abschnitt Malga Bodrina - Weiler Monte (6. Tag). Eine Querung (exponierte Stellen, zum Teil mit Stahlseil gesichert) führt durch eine Schlucht und ausgesetzt unterhalb der Wand entlang bis zu einem Hubschrauberlandeplatz (1600 m). Trittsicherheit ist Voraussetzung. 

 

Die Begehung der Via Vigilius verlangt eine relativ gute Kondition, aber vor allem Ausdauern auf langen Wegstrecken. 

Tips and hints

Unterkünfte entlang der Strecke besonders in den Monaten Juli und August früh genug buchen!

Die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel, besonders der Seilbahnen und der Verbindung ins Ultental, bzw. den Zugfahrplan Mezzocorona-Mezzolombardo im Voraus konsultieren! 

 

Landkartenausschnitte und Wegbeschreibungen in drei Sprachen zum Herunterladen auf

www.viavigilius.com

Start

Vigiljoch oberhalb von Lana in der Nähe von Meran, Südtirol - Auffahrt zum Vigiljoch mit der Seilbahn (1,487 m)
Coordinates:
DD
46.627462, 11.117156
DMS
46°37'38.9"N 11°07'01.8"E
UTM
32T 662071 5165943
w3w 
///posted.bleeped.smoke
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Destination

Stadt Trento in der Provinz Trentino

Turn-by-turn directions

1.Tag

Bergstation Seilbahn Vigiljoch - Gasthaus Jocher

 

Der Auftakt der Via Vigilius ist eine gemütliche Reise in eine ruhige und nahezu unberührte Welt. Meran ist gut mit der Eisenbahn erreichbar und in unmittelbarer Nähe der Talstation der Seilbahn aufs Vigiljoch gibt es einen kleinen Busbahnhof. Linienbusse verbinden Meran mit diesem Terminal. Man kann also ohne große Hektik zu Mittag oder am frühen Nachmittag aufs Joch hinauf schweben und vor dem Losmarschieren in aller Ruhe einen Kaffee auf der Terrasse des Hotel Vigilius zu sich nehmen. Das Panorama zeigt sich gleich schon von seiner besten Seite. Der Weg führt ohne große Steigung durch den schönen Lärchenwald aufwärts, verschwindet dann im dichten Fichtenwald um am Ende über eine schöne Almweide, auf der sich im Winter die Skifahrer tummeln, zum Gasthaus Jocher zu führen. Dort wird das erste Nachtquartier aufgeschlagen. Man sollte sich auf alle Fälle Zeit nehmen zum nahen Vigiliuskirchlein hinauf zu steigen, denn von dort oben hat man einen sehr schönen Blick auf das Vinschgau und die nahe Texelgruppe. Übrigens ist die kleine Kirche mit ihren 1796 Metern der höchste Punkt der Via Vigilius. Nach dem Abendessen ist nochmals ein kleiner Ausflug angesagt: Man wandert vom Jocher hinauf zum großen Umsetzermasten und kann dort auf den Sonnenuntergang warten. Nur ein leises Brummen lässt die Hektik des Etschtals erahnen; am Joch herrscht absolute Ruhe …

 

Höhenmeter im Aufstieg 320

Weglänge 2,8 km

Wegbeschaffenheit 2,8 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen 1-1½ Stunden

 

Wegbeschreibung: Von der Bergstation der Vigiljoch-Seilbahn (1489 m) wandert man am Hotel Vigilius vorbei kurz aufwärts Richtung Sessellift. Man folgt der Beschilderung zum Jocher (Markierung Nr. 34). Der Weg führt von der Seilbahn zuerst gemütlich in der Nähe des Sesselliftes durch den lichten Lärchenwald aufwärts und verschwindet dann im dichten Fichtengehölz. Mühelos wandert man über den breiten Fahrweg weiter, vorbei am ehemaligen Gasthaus "Waldkönigin" und erreicht schließlich eine große Lichtung. Am Waldrand stehen zwei Holzhäuser; dort zweigt man rechts ab (Markierung Nr. 8) und geht über die große Wiese hinauf zum Gasthaus Jocher (1770 m).

Übernachtungsmöglichkeit: Gasthaus Jocher - www.jocher.it

Tourismusverein: www.lana.info

 

 

2. Tag  

Gasthaus Jocher - Pawigl - St. Pankraz - Gampenpass - Unser Liebe Frau im Walde

 

Ein langer Tag steht dem Wanderer bevor, daher ist ein früher Auftakt angesagt. Der Morgen beginnt mit dem Abstieg vom Gasthaus Jocher hinunter in den kleinen Bergweiler Pawigl. Mit dem Pawigler-Bahnl, einer privaten Retroseilbahn, schwebt man "fahrplanlos" abwärts zur Hauptstraße im Ultental. Ein kleines Schild an der Bergstation gibt Anweisung: bitte läuten; Fahrten ab 2 Personen, aber die Maschinistin drückt schon einmal ein Auge zu und man wird auch als einsamer Wanderer problemlos ins Tal transportiert. In der Nähe der Talstation gibt es eine Haltestelle des Linienbusses, mit dem man in einer Viertelstunde nach St. Pankraz, der ersten Ortschaft im Ultental, fährt. Von der Ortschaft steigt man kurz Richtung Falschauerbach ab und folgt ein kurzes Stück dem Ultner Talweg taleinwärts, um dann auf der gegenüberliegenden Bachseite mit dem langen und recht steilen Aufstieg zu beginnen. Der Weg aus dem Bachgrund hinauf zum ersten Hof ist urig, der Rest des Anstieges führt durch eine relativ naturbelassene und sehr ruhige Landschaft. Während des Anstieges öffnet sich immer wieder der Blick auf den Zoggler Stausee und im Talschluss kann man die vergletscherten Berge der Ortlergruppe erkennen. Vom Platzerer Jöchl wandert man gemütlich Richtung Gampenpass. Leider muss man die letzten 1,5 km zum Pass hin über die viel befahrene Gampenpass-Straße wandern. Wegalternative gibt es keine, man trifft jedoch bei der Einmündung in die Straße auf eine Haltestelle des Linienbusses, der über den Gampenpass nach Unsere Liebe Frau im Wald, dem Etappenziel der heutigen Tour, fährt. Wer schon etwas müde ist oder die Straße vermeiden möchte, kann also eventuell auf vier Räder umsteigen. Vom Gampenpass wandert man ein kurzes Stück entlang der Straße und steigt dann über den Schöpfungsweg (später auch Saurierlehrpfad "Triassic Park") in den winzigen Wallfahrtsort Unsere Liebe Frau im Wald ab.

 

Höhenmeter im Aufstieg 1150 m

Höhenmeter im Abstieg 1080 m

Weglänge 16,3 km

Wegbeschaffenheit 2,4 km Asphalt und 14,9 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen 7-8 Stunden

 

Wegbeschreibung: Vom Gasthaus Jocher (1770 m) wandert man kurz hinunter zum unscheinbaren Übergang Vigiljoch (1750 m) und folgt dort der Beschilderung zur Bärenbad-Alm (Markierung Nr. 2). Bald schon trifft man auf den Forstweg zur Alm und geht nach links über diesen weiter. Man folgt am besten der Straße über zwei Kehren abwärts, bis man in einer sanften Linkskurve auf die Abzweigung nach Pawigl (Beschilderung - Markierung Nr. 34A) trifft. Der Weg führt zum Teil auch recht steil durch den Wald abwärts zu einer Lichtung mit Gehöften, quert eine Hofzufahrtsstraße und führt dann über die Wiesen abwärts (Markierung 34A). Bei einer Häusergruppe erreicht man die geteerte Hauptstraße, die man überquert. Auf der anderen Seite der Straße (Beschilderung Pawigl - Markierung Nr. 34) geht man über den alten, zum Teil gepflasterten Weg abwärts zur Bergstation der Pawigler Seilbahn. Man fährt mit der Seilbahn ins Tal und folgt kurz der Teerstraße, bis diese in die Provinzstraße ins Ultental mündet. Dort ist die Bushaltestelle. Mit dem Linienbus fährt man bis St. Pankraz (730 m) und steigt dort bei der Feuerwehrhalle aus. Man folgt kurz der Hauptstraße weiter taleinwärts, geht durch den kurzen Tunnel und biegt gleich danach (Beschilderung Völlan – Markierung Nr. 27) links ab zu einer kleinen Hütte. Dort verzweigt sich der Weg. Man geht taleinwärts weiter (Markierung Nr. 25 - Ultner Talweg), überquert die Holzbrücke beim Klärwerk und erreicht über einen gemütlich zu begehenden Forstweg den Sportplatz von St. Pankraz. Dort folgt man ein kurzes Stück der asphaltierten Straße, bis auf der linken Seite der gut beschilderte Aufstieg Nr. 25 zum Platzerer Jöchl beginnt. Über den schmalen und sehr steilen Pfad geht es weiter aufwärts, wobei man einige Male auf kurzen Abschnitten über die asphaltierte Höfezufahrt wandert. Bei einem Hof endet die Asphaltstraße und man steigt, immer gut markiert, über Wiesen und durch den Wald zum nächsten Hof auf (ca. 370 Höhenmetern vom Beginn des Steiges).  Der Weg führt  durch die Hofstelle hindurch und mündet kurz darauf in die asphaltierte Bergstraße. Man folgt der Straße etwa 100 Meter bergauf und biegt beim Schweighof rechts auf den Steig Richtung Platzerer Jöchl ab (Beschilderung Platzerer Jöchl- Markierung Nr. 25). Zuerst noch durch den Wald und dann über die Wiesen steigt man zum nächsten Hof auf. Vom Gehöft  folgt man kurz der Zufahrtsstraße, um bei der nächsten Wegverzweigung rechts abzubiegen (Markierung Nr. 25). So erreicht man den Hof Pfrollen (1410 m), einen Hofschank bei dem man gut eine Rast einlegen kann. Der beschilderte Weg führt weiter zum Platzerer Jöchl (1548 m). Vom Jöchl folgt man zuerst der Beschilderung nach Platzers (Markierung Nr. 10) und dann den Hinweisen zum Gampenpass (Markierung Nr. 11A und Nr. 1 /Gampenpass) und erreicht so die Hauptstraße SS 238. (Haltestelle Linienbus bergwärts). Über die Straße wandert man zum Gampenpass (1518 m) und folgt noch ein kurzes Stück der Straße über den Pass, bis rechts (Beschilderung) der Weg nach Unsere Liebe Frau im Walde (1352 m) abzweigt.

 

Busverbindung ins Ultental (Haltestelle auf der Hauptstraße in der Nähe der Talstation Seilbahn Pawigl) und Busverbindung nach Unser Liebe Frau im Walde. Fahrplan unter: www.sii.bz.it

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Hofschank Pfrollen

Übernachtungsmöglichkeit: Gasthöfe und Pensionen in Unsere Liebe Frau im Walde

Tourismusverein: www.ultental-deutschnonsberg.info

 

 

3. Tag

Unsere Liebe Frau im Walde - St. Felix - Felixer Weiher - Fondo

 

Heute wird auf ungefähr halber Wegstrecke die Provinzgrenze Südtirol - Trentino überschritten. Der Morgen beginnt gemütlich. Man verlässt die kleine Ortschaft auf bequemen Wegen und steigt zum Bach Rio Novella ab. Die Landschaft im kühlen Bachgrund ist wild und urig. Bald schon erreicht man die Wiesen von St. Felix und wandert bis zur Kirche im Ortszentrum weiter. Dort beginnt der Aufstieg zum See, der zwei Namen trägt und der hart an der Provinzgrenze liegt. Das ist der Felixer Weiher oder der Lago di Tret, wie ihn die Italiener nennen. Der Aufstieg zum See ist eine relativ gemütliche Angelegenheit und der idyllische See lädt zu einer Rast ein. Bald schon ist man im Trentino und beginnt den kurzen Abstieg zur Malga (Alm) Tret. Nun folgt der lange Abstieg nach Fondo. Anfangs geht man noch über einen schönen Waldweg abwärts, der etwas weiter unten in die Forststraße mündet. Leider; denn das Gehen auf der für den Verkehr gesperrten Strecke ist etwas mühselig. Dafür entschädigen die Ankunft am Lago Smeraldo und der kurze Weiterweg durch die sehenswerte Schlucht "il Burrone" bis in den Ortskern von Fondo.

 

Höhenmeter im Aufstieg ca. 550

Höhenmeter im Abstieg ca. 950

Weglänge ca. 17 km

Wegbeschaffenheit ca. 5,3 km Asphalt und  11,7 km   Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen 6-7 Stunden

  

Wegbeschreibung: Vom Dorfplatz in Unsere Liebe Frau im Walde (1352 m) folgt man der Wegmarkierung Nr. 1 (Schilder) und geht über den asphaltierten Höfeweg, immer der Markierung Nr. 1 folgend, hinunter zum Bach Rio Novella. Dort trifft man auf Hinweisschilder, die den Weiterweg nach St. Felix (1267 m) über den Weg Nr. 1A weisen. Man wandert bis in das Ortszentrum und geht direkt gegenüber der Kirche aufwärts. (Wegschild Felixer Weiher - Markierung Nr. 9). Beim Beginn der Rodelbahn, die im Sommer ein Forstweg ist, gibt es einen Parkplatz. Dort ist der Weiterweg zum Felixer Weiher nochmals beschildert (Markierung Nr. 9). Man wandert zum Teil über die Forststraße und zum Teil über etwas steilere Wegstücke abkürzend bis in eine Linkskurve. Dort folgt man nicht mehr der Straße, sondern geht geradeaus über einen Weg aufwärts (Wegschild Felixer Weiher). Beim kleinen Weiher (1605 m) angekommen geht man nach rechts weiter (Wegschild Tret) und achtete darauf das nächste Schild (Wegschild Tret - Markierung Nr. 512) nicht zu verpassen. Der Weg führt kurz am See entlang, bis man am Ostufer auf die Hinweisschilder zur Malga Fondo trifft. Über Bergwiesen erreicht man die nächste Abzweigung; man geht geradeaus weiter (rechts zweigt der Weg Nr. 57 ab) bis man auf die Beschilderung zur Malga Fondo (1480 m) trifft (Wegmarkierung Nr. 511). Man geht bis zur Alm weiter und folgt dort der Beschilderung nach Fondo (Wegmarkierung Nr. 511). Anfangs steigt man noch über einen schönen, verwachsenen Forstweg ab. Dieser mündet schließlich in den Forstweg zur Malga Fondo, dem man abwärts bis zum Holzlager folgt. Dort beginnt die Asphaltstraße, über die man bis zur Sporthalle wandert. Direkt nach der Anlage (keine Beschilderung - keine Markierung) biegt man links ab, überquert den Bach und wandert am orographisch linken Bachufer zum Lago Smeraldo. Man folgt dem Seeufer bis fast ans Ende und steigt dort über eine Metallstiege in die Schlucht "il Burrone" ab (Beschilderung). Durch die Schlucht auswärts wandernd erreicht man eine schmale Straße auf der rechten Seite. Über diese verlässt man den "Burrone" und steigt auf zum Hauptplatz in Fondo (978 m), wo eine große, wasserbetriebene Uhr steht. Wenn man kurz geradeaus weitergeht und die Straße überquert, steht man vor dem örtlichen Tourismusverein (Pro Loco)

 

Kurze Variante: Nach der Kirche in St. Felix geht man rechts die Straße hinunter und weiter über den Wasserfallweg, der bis zum Hotel Aurora in Tret führt. Man geht weiter in den Ortskern und folgt der Markierung SAT 542 nach Fondo. Dabei wird die alte Verbindungsstraße von Tret nach Fondo begangen. Gehzeit von Tret nach Fondo ca. 2 Stunden.

 

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Gasthäuser in St. Felix und Malga di Tret (geöffnet vom 15. Juni bis zum 15. September)

Übernachtungsmöglichkeiten: Hotels und Pensionen in Fondo

Tourismusverein: www.visitvaldinon.it

 

 

4. Tag

Fondo - San Romedio - Sfruz

 

Von Fondo führt der Weiterweg durch die sanfte und Ruhe ausstrahlende Mittelgebirgslandschaft des Nonsbergs Richtung San Romedio. Am Anfang ist der Weg eingesäumt von schön angeordneten Obstanlagen und von Wiesen. Kein Autolärm stört den Wanderer in dieser lieblichen Landschaft. Obwohl der auch für Wanderer reservierte Radweg geteert ist, tut dies der gemütlichen Etappe über Romeno nach Salter keinen Abbruch. Von Salter steigt man über einen relativ steilen, manchmal auch schmalen und rutschigen Waldweg in eine malerische Klamm ab, die zum Kloster San Romedio führt. Der vielbesuchte Wallfahrtsort ist ein mystischer Ort, der zum Einkehren und Verweilen einlädt. Neben dem Kloster gibt es auch ein Bärengehege. Der Weg führt nun etwas steiler hinauf zum See Lago di Tavon und dann zum Teil sehr steil durch den Wald bis zu einem Aussichtspunkt mit wunderbarem Blick auf San Romedio und die nahe Brentagruppe. Über eine ebene Waldpromenade wandert man gemütlich durch den schattigen Wald in die Ortschaft Smarano. Entlang des Weges gibt es immer wieder Aussichtspunkte mi Blick auf die beiden darunter liegenden Seen Lago di Tavon und Lago di Coredo, sowie auf die beeindruckenden Felszacken der Brentagruppe. Von Smarano ist es dann nicht mehr weit bis in die putzige Ortschaft Sfruz.

 

Höhenmeter im Aufstieg 750

Höhenmeter im Abstieg 730

Weglänge 16,4 km

Wegbeschaffenheit 10,8 km Asphalt und 5,6 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen  6-7 Stunden

 

Wegbeschreibung: Vom Dorfplatz in Fondo (978 m) wandert man vorbei am Tourismusverein (Pro Loco) hinunter zur Hauptstraße und geht links Richtung Bozen - Mendelpass (Straßenschilder). Kurz darauf zweigt rechts eine schmale Straße ab (Straßenschild Vasio). Man folgt der Straße bis zur ersten Kreuzung und geht dort geradeaus weiter (Radweg nach Romeno). Bei der darauf folgenden Weggabelung hält man sich rechts und sieht dann die Verkehrsschilder des Radweges, dem man nun folgt. Nach einer Linkskurve zweigt rechts bei einer Kapelle ein schmaler Weg ab. Hier wandert man geradeaus weiter und biegt bei der darauf folgenden T-Kreuzung rechts ab (immer Radweg). Weiter zur Straße, die Sarnonico mit Seio verbindet und geradeaus über den Radweg zum Golf Club Dolomiti (rechts gelegen). An diesem geht man vorbei, bis der Weg ein kurzes Stück durch den Wald führt. Gleich nach dem Verlassen des Waldes erreicht man eine Weggabelung, wo man sich links hält und zu einem markanten Hügel (Waldzunge) mit Kinderspielplatz gelangt, den man links liegen lässt und nach Romeno (960 m) zur Hauptstraße absteigt. Man überquert die Straße und wandert zur Dorfkirche weiter. Geradeaus weiter zu den letzten Häusern am südlichen Dorfende. Nun auf dem Radweg Richtung Salter (972 m) weitergehen. Am Ortseingang von Salter (T-Kreuzung) geradeaus über die Straße abwärts, die dann nach rechts zu einer größeren Straßenkreuzung führt. Dort biegt man links ab (Wegschilder San Romedio - Nr. 535). Hier beginnt ein steiler, schattiger, oft rutschiger Pfad, der nach ca. 300 Hm bergab in eine malerische Klamm mündet.  Nun auf der Straße ca. 400 m taleinwärts gehen, bis man zu den Steintreppen gelangt, die zum bekannten Wallfahrtsort und Kloster San Romedio (871 m) führen. Gegenüber dem Klostereingang folgt man der Beschilderung Tres (SF - 535) und geht über die Straße dem Bach entlang aufwärts. Die kleine Brücke lässt man rechts liegen und wandert weiter zur nächsten Wegkreuzung. Man geht rechts weiter (Beschilderung Tres - SF) und gelangt bald schon zum kleinen Hügel Dos Canestrin (820 m - Schild). Gleich darauf folgt eine Weggabelung (Wegschild Smarano - SF), der Weiterweg führt steil aufwärts zum See Lago di Tavon, 870 m. Man biegt links ab (Wegschild Samarano, Tres - SF) und geht am Seeufer entlang bis am Nordende wiederum ein Schild den Weg nach Smarano, Tres - SF weist. Man biegt links ab und gelangt bald schon zum Beginn des Forstweges (Schild - Strada Forestale Savior). Bei der darauffolgenden Weggabelung geht man geradeaus weiter Richtung Smarano (Wegschild). Zum Teil recht steil durch den Wald ansteigend erreicht man einen Aussichtspunkt. Dort wendet man sich nach rechts (Wegschild Smarano, Tres - SF) und wandert fast eben weiter bis zu einem Campingplatz auf der rechten Seite (Örtlichkeit Merlonge, 1030 m - Schild auf der linken Seite). Man geht geradeaus weiter und trifft gleich schon auf ein Wegschild (Smarano, Tres - SF). Kurz weiter bis zur Teerstraße. Man überquert die Straße und geht geradeaus weiter (schlechte Markierung / nur rot - weiß) zwischen den Villen hindurch. Der Weg führt zur Feuerwehrhalle von Smarano (970 m). Es gibt wieder Wegschilder (Tres, Vervò - SF). Man überquert die Straße und geht beim großen Betonkreuz geradeaus abwärts (schlechte Markierung / nur rot - weiß) bis zur Kreuzung mit der Hauptstraße (Wegschild Tres, Vervò - SF). Die Hauptstraße wird überquert  und man folgt der Straße auf der gegenüberliegenden Seite (schlechte Markierung) Richtung Ortskern und Kirche Smarano. Man geht nur kurz abwärts, bis man rechts einen interessanten Brunnen (mehrere Schalen) und einen Parkplatz sieht. Dort biegt man links ab (schlechte Markierung) und geht bis zur Straßengabelung weiter. Man hält sich dort rechts (schlechte Markierung / nur rot - weiß) und geht zwischen einer schön renovierten Villa auf der linken Seite und einem Stadel auf der rechten Seite abwärts bis zur nächsten Kreuzung. Die Kreuzung ist beschildert. Man hält sich links und erreicht über eine schmale Straße den Ortskern von Sfruz (964 m).

 

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: in Romeno und kleiner Kiosk beim Parkplatz in San Romedio

Übernachtungsmöglichkeiten: Pensionen, Zimmervermietung, Hotel und Agritur (Urlaub am Bauernhof) in Sfruz

Tourismusverein: www.visitvaldinon.it

 

5. Tag

Sfruz - Tres - Vervò - Vigo di Ton

 

Die heutige Etappe ist eine der längsten der Via Vigilius. Auf alle Fälle ist ein früher Start angesagt, denn die Ortschaft Vervò eignet sich ausgezeichnet für eine kurze Mittagspause. Dort gibt es in unmittelbarer Nähe der Dorfkirche ein Restaurant, in dem sich gut einkehren lässt. Der Tag beginnt mit einem relativ gemütlichen Abstieg; man wandert von Sfruz hinunter zum Bach Rivo delle Sette Fontane, vorbei an einem ehemaligen Kalkofen und über eine Forststraße hinaus Richtung Tres. Die Ortschaft wird nur am Rand berührt; der Weiterweg führt hinauf nach Vervò, wo man eine Zeitlang durch freies Gelände streift, wobei die Landschaft sehr stark an die Toskana erinnert. Von Vervò wandert man kurz der Straße entlang aufwärts bis zu einer Forststraße, die zum Aussichtspunkt Verginaz führt. Man folgt einer imposanten Schlucht hinunter zum Rio Pongaiola, der nur nach langen Regenperioden oder nach einem heftigen Gewitter Wasser führt. Auf der anderen Seite gilt es ein paar betonierte Steilstufen zu bewältigen; ein etwas mühevolles Unterfangen, das den Wanderer schließlich an den unteren Rand der Bergwiesen der Alm Malga Vervò bringt. Man geht in stetem Auf und Ab lange über eine Forststraße weiter, die zur Val Marzana führt. Vorbei an der Abzweigung nach Prà d’Arzia gelangt man zur Weggabelung oberhalb vom Schloss Castel Thun. Kurz oberhalb vom wunderbar gelegenen Schloss endet der Wald und der Blick öffnet sich in Richtung Brenta, Val di Sole und die hohen Berge darüber. Durch eine sanfte Landschaft, eingesäumt von Obstwiesen, erreicht man schließlich das Tagesziel Vigo di Ton.

 

Höhenmeter im Aufstieg 760 m

Höhenmeter im Abstieg 1300 m

Weglänge 18,6 km

Wegbeschaffenheit 3,9 km Asphalt und 14,7 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen Stunden 8-9 Stunden

 

Wegbeschreibung: Von der Kirche in Sfruz (964 m - Wegschild Smarano) wandert man kurz zurück Richtung Smarano, geht an einer kleinen Kapelle vorbei und biegt bei der Weggabelung (großes Betonkreuz) links ab (Wegschild Sentèr dei Plazi - Markierung 6). Der Weg führt durch die Obstwiesen abwärts, bis er in einer Linkskurve auf einen anderen Weg trifft. Dort zweigt  ein schmaler Forstweg ab (Wegschild Tres, Vervò - SF). Über den Forstweg steigt man in den Bachgrund ab und wandert auf der anderen Seite über eine breite Forststraße (Wegschild Tres, Vervò - SF) bis zum Staubecken am Ortseingang und weiter über die Straße Richtung Tres (848 m). Bevor man die Hauptstraße nach Vervò  erreicht (rechts kleiner Park), biegt man links auf die Via Brociai (Straßenschild links - ansonsten schlechte Markierung) ab und geht bis zum Wohnmobil-Parkplatz aufwärts. Dort trifft man wieder auf rot- weiße Markierungen (SF) und wandert am Rande des Parkplatzes und neben der Straße nach Vervò aufwärts, bis der Weg in einer Rechtskurve auf die Hauptstraße trifft. Man folgt der Beschilderung Sores - Markierung SF und steigt durch den Wald auf bis zu einer Forststraße. Diese überquert man (schlechte Markierung) und geht noch ein kurzes Stück durch den Wald zu einer schmalen Betonstraße weiter. Über diese Straße erreicht man eine beschilderte Weggabelung. Der Weg nach Vervò (Wegschild Vervò - SF) zweigt rechts ab und führt durch die Wiesen bis zur Kirche in der Ortschaft Vervò (910 m). Man geht links ((Wegschild Vigo di Ton - Markierung SF) über die Zufahrtsstraße nach Predaia aufwärts bis zur ersten Linkskehre. Der Weiterweg nach Vigo di Ton (geradeaus über die Naturstraße) ist beschildert und als SF markiert. Der Forstweg führt vorbei am Aussichtpunkt Verginaz (936 m) und  leicht bergab bis zum Ende der imposanten Schlucht des selten wasserführenden Baches Rio Pongaiola. Man quert die Brücke und wandert über ein paar betonierte Steilstücke aufwärts.  Der Weg führt am Rande der Bergwiesen der Alm Malga Vervò entlang und verschwindet dann wieder im Wald. Ohne Orientierungsschwierigkeiten und immer im Wald steigt man in das Val Marzana ab und wandert weiter bis man auf die Forststraße 510 (Prà d'Arza) trifft. Man geht geradeaus weiter bis zur Wegkreuzung bei einem Wasserspeicher in der Nähe des Schlosses Castel Thun (631 m). Der Weiterweg nach Vigo di Ton (Beschilderung) führt links weiter. Der kurze Umweg über Castel Thun (Wegschild) führt geradeaus weiter zum Schloss und links an diesem vorbei zum Parkplatz. Man folgt der schmalen Straße abwärts Richtung Vigo di Ton (558 m) und trifft bald schon auf eine Weggabelung, wo links der Verbindungsweg (Schild Vigo di Ton) in die Ortschaft abzweigt.

 

 

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Gasthäuser in Sfruz

Übernachtungsmöglichkeiten: mehrere Möglichkeiten in Vigo di Ton

Tourismusverein: www.visitvaldinon.it

 

6.Tag

Vigo di Ton - Malga Bodrina - Monte

 

Die heutige Etappe verlangt Ausdauer und wieder ist ein früher Start angebracht. Obwohl der Weg streckenmäßig nicht besonders lang ist, gilt es sowohl im Auf- als auch im Abstieg eine gehörige Portion Höhenmeter zu bewältigen. Zudem ist der erste  Teil des Weges von der Malga Bodrina hin zum Baito degli Aiseli der technisch anspruchsvollste Streckenabschnitt der Via Vigilius (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden vorausgesetzt). Von Vigo di Ton (482 m) geht man zunächst noch recht gemütlich über die Straße hinauf zur Brücke über den Bach Rio Rinsassico und wandert einen halben Kilometer über die schmale asphaltierte Straße weiter. Nun beginnt der anstrengende Aufstieg zur Alm Malga Bodrina (1562 m). Man steigt gut 1000 Höhenmeter durch den Wald über einen urigen, steilen Steig zur Alm auf, wo man freies Gelände erreicht. Der Blick über das gesamte Nonstal, auf die Brenta- und Adamellogruppe, sowie auf die weit im Nordwesten gelegene Maddalenengruppe ist atemberaubend. Die Malga Bodrina ist in den Sommermonaten bewirtschaftet und bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten. Bald schon beginnt der Abstieg Richtung Monte. Über eine ausgesetzte Querung bewältigt man eine Schlucht. Obwohl kurze Wegabschnitte mit einem Handlauf (Stahlseil) versehen sind, ist Trittsicherheit eine Grundvoraussetzung. Ohne Eile und konzentriert sollte man diesen relativ kurzen Wegabschnitt meistern. Kurz darauf bietet sich dem Wanderer ein großartiger Panoramablick auf das Etschtal mit der Stadt Trento, dem Monte Bondone, auf die Brenta- und Lagoraigruppe bis hin zu den Pale di San Martino weit im Osten. Der Weiterweg führt  bergab zum Baito degli Aiseli (1416 m) und über einen schönen Steig mit 217 Stufen zum Tagesziel, dem kleinen Bergweiler Monte (891 m). 

 

Höhenmeter im Aufstieg ca. 1250

Höhenmeter im Abstieg ca. 820

Weglänge ca. 8,9 km

Wegbeschaffenheit ca. 1,0 km Asphalt und 7,9 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

 

Zeitaufwand ohne Rastpausen Stunden 6½-7½

 

Wegbeschreibung:

Von der Hauptstraße im Ortskern von Vigo di Ton (558 m) folgt man den Straßenschildern Richtung Malga Bodrina bis zur Brücke über den Rio Rinassico. Ein Wegweiser und die Markierung weisen den Weg zur Alm. Man geht noch ca. 500 Meter über eine schmale Asphaltstraße weiter, steigt immer der Beschilderung folgend steil zur Malga Bodrina (1560 m) auf und geht kurz Richtung Süden leicht aufwärts (Markierung 509) zu einer Weggabelung. Dort trifft man auf den von links kommenden Weg 500. Wegschilder Mezzocorona / Monte weisen den Weiterweg, der bald schon im Wald verschwindet und hin zum technisch schwierigsten Abschnitt der Via Vigilius leitet. Eine Querung (exponierte Stellen, zum Teil mit Stahlseil gesichert) führt durch eine Schlucht und ausgesetzt unterhalb der Wand entlang bis zu einem Hubschrauberlandeplatz (1600 m). Man geht abwärts zur Alm Baito degli Aiseli (1416 m); dort gabelt sich der Weg. Der Weg 500 nach Monte führt nach links weiter. Über den schönen Steig mit seinen vielen Stufen steigt man ab zur Fortstraße, die zur Malga Kraun führt und wandert über die Straße Richtung Monte (858 m).

 

Kürzere und technisch einfache Variante: über die Via Frassati von Vigo di Ton nach Mezzolombardo.

Diese kürzere und einfachere Variante führt von Vigo di Ton um den Berg herum nach Mezzolombardo, wo man das Nachtquartier aufschlägt. Von der Hauptstraße im Ortskern von Vigo di Ton folgt man den Straßenschildern Richtung Malga Bodrina zwischen den Häusern hindurch aufwärts. Kurz vor der Brücke über den Rio Rinassico zweigt rechts die Via Frassati (Wegschild und Markierung SF) ab. Beschildert und markiert führt sie nach Mezzolombardo.

Wegdaten: ca. 310 Hm Aufstieg, 680 Hm Abstieg, Weglänge 11,4 km, Zeitbedarf 4-5 Stunden

 

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Malga Bodrina

Übernachtungsmöglichkeiten: Hotels in Monte

Tourismusverein: www.visitvaldinon.it

 

 

7. Tag

Monte - Mezzolombardo – Vallene (Monte Terlago)

 

Man verlässt den Bergweiler Monte, schwebt die 620 Höhenmeter mit der ersten Bahn in 3 Minuten hinunter nach Mezzocorona und geht in ca. 15 Minuten durch das Dorfzentrum zum Bahnhof der Schmalspurbahn Trento-Malè. Der Bahnhof liegt am südlichen Ortsrand. Mit dem Zug fährt man zum Bahnhof in der auf der anderen Talseite gelegenen Ortschaft Mezzolombardo. Dort beginnt der Aufstieg nach Fai della Paganella. Der Abschnitt Mezzolombardo-Terlago ist die Königsetappe der Via Vigilius. Nur wer sich nach den vielen Wandertagen noch fit fühlt und weiterhin schnell voran kommt, sollte sie in Angriff nehmen. Ansonsten bietet sich die Möglichkeit, mit dem Linienbus von Mezzocorona nach Fai della Paganella zu fahren und von dort nach Terlago zu wandern. Von Mezzolombardo führt der Weg zuerst noch relativ steil und in vielen Serpentinen aufwärts zum Hochplateau von Fai della Paganella. Man wandert oberhalb der Ortschaft hindurch bis nach Santel, wo die Lifte auf die Paganella beginnen. Wer den Weg mit der Busfahrt von Mezzocorona herauf abkürzt, steigt hier aus. Von Santel führt diese Etappe der Via Vigilius über Pfade und Forstwege talabwärts in das Val Manara, vorbei am Cros dei Francesi“ wo laut Erzählung die französischen Truppen unter Napoleon biwakiert hatten. Weiter bergab gelangt man zum El Cason, einer renovierte Selbstversorgerhütte und beim Mulinel, einem schönen Aussichtpunkt mit Blick über das weite Etschtal bis nach Trient, folgt man der Beschilderung zum Lago di Lamar. Unterhalb des Monte Paganella, steil bergauf querend, erreicht man eine Schneise, die im Jahre 1955 ein gewaltiger Erdrutsch schuf und das im Tal liegende Dorf Zambana Vecchia fast völlig zerstörte. Nach einem Anstieg von 400 Höhenmetern gelangt man zum Prà della Bedola, unweit vom malerischen Lago di Lamar. Er ist der erste der drei Seen auf dieser Hochebene. Der Lago Santo liegt etwas südlicher, der Lago di Terlago in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft. Man wandert zuerst am Seeufer des Lago di Lamar entlang und erreicht schließlich über einen schönen Waldweg das Tagesziel Vallene.

 

Strecke Mezzolombardo - Lago di Lamar – Vallene (Monte Terlago)

 

Höhenmeter im Aufstieg ca. 1480 m

Höhenmeter im Abstieg ca. 970 m

Weglänge ca. km 18,9 km

Wegbeschaffenheit 18,9 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen Stunden 8½-9½ Stunden

 

Strecke Fai della Paganella (Santel) - Lago di Lamar - Vallene (Monte Terlago)

Hinweis: Mezzolombardo - Mezzocorona mit dem Zug.

 

Höhenmeter im Aufstieg ca. 690

Höhenmeter im Abstieg ca. 950

Weglänge ca. 13 km

Wegbeschaffenheit 13 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen Stunden 3 - 4 Stunden

 

Wegbeschreibung: Am Dorfrand von Mezzolombardo (227 m), bei der Kirche San Giovanni, beginnt der Weg hinauf zum Hochplateau auf dem die Ortschaft Fai della Paganella liegt. Man geht links der Kirche aufwärts und folgt der Straße bis zu den letzten Häusern. Der steile Aufstieg durch das Val del Ri (Wegnummer 602B) führt am Friedhof vorbei durch den Wald aufwärts bis zur Kreuzung mit dem Weg 602C. Man folgt weiterhin dem Weg 602B aufwärts bis man die Straße nach Fai della Paganella erreicht. Man überquert die Straße und wandert immer oberhalb derselben bis zur Quelle Fontana Fredda. Ein schöner Panoramaweg, jetzt Markierung  680, quert zuerst am Rande der Ortschaft Fai della Paganella (968 m) und führt dann neben der Straße aufwärts bis zum  Passo del Santel (1033 m) dem höchstem Punkt dieser Tagesetappe. Man quert die Hauptstraße nach Andalo direkt am Passübergang und folgt auf der anderen Seite dem Steig 680. Der Steig beginnt direkt neben einer schlecht erkennbaren Elektro-Umspannkabine. Über Pfade und entlang von Forstwegen steigt man, vorbei am Cros dei Francesi, in das Val Manara ab. Beim Abstieg zum Cros dei Francesi gelangt man zwei Mal zu einer Weggabelung; an der ersten hält man sich links (rechts zweigt der Weg 682 ab) und an der folgenden geht man ebenfalls links weiter (rechts zweigt der Weg 680A ab). Bald schon erreicht man, immer noch absteigend, die Selbstversorgerhütte El Cason und geht zum Aussichtspunkt Mulinel weiter (der Beschilderung zum Lago di Lamar folgen). Ohne weitere Wegverzweigungen führt der lange Weg unterhalb der Paganella entlang bis Prà della Bedola (810 m) und zum Lago di Lamar. Kurz vor dem Gasthof Ai Tre Faggi geht man am östlichen Seeufer entlang bis zur einer Weggabelung und folgt dort dem Hinweisschild Terlago/Vallene. An der darauf folgenden Wegkreuzung hält man sich rechts (immer der Beschilderung Terlago/Vallene folgen) und wandert durch den schattigen Wald bis zum Camping Laghi di Lamar. Von dort steigt man weiterhin ab und erreicht in Kürze den Weiler Vallene (711 m).

 

Fahrplan Schmalspurbahn Trento - Malè / Strecke Mezzocorona-Mezzolombardo www.ttesercizio.it/Treno/

Dieselbe Seite gibt auch in deutscher Sprache Auskunft über die Fahrzeiten des Linienbusses von Mezzocorona nach Fai della Paganella.

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Fai della Paganella, Albergo Ai Tre Faggi in der Nähe des Lago di Lamar

Übernachtungsmöglichkeiten: Agritur Vallene (ganzjährig geöffnet - www.prolocoterlago.it). Je nach gewählter Übernachtung kann sich die letzte Etappe vom Raum Terlago nach Vela etwas verlängern.

Tourismusverein:  www.prolocoterlago.it

 

 

8. Tag

Vallene - Vela - Trento

 

Der letzte Abschnitt der Via Vigilius, der von Vallene nach Vela/Trento führt, folgt dem ersten Teil des Sentiero di San Vili. Diese Weitwanderung wurde vom Alpenverein Trient SAT geschaffen und folgt in etwa dem Weg, den Bischof Vigilius von Trient in das Val Rendena genommen hat, wo er dann zu Tode gesteinigt wurde. Es ist ein wunderbarer Zufall, dass sich die zwei Wege, die Vigilius auf Teilstrecken beging, so kurz vor der Stadt Trento treffen und zusammen verlaufen. Anfang und Ende überschneiden sich wieder einmal, wie so oft im Leben. Die Wanderung führt von Terlago hinunter in die kleine Ortschaft Vela im Etschtal. Um sich nach einer langen und für den Geist hoffentlich erholsamen Woche nicht vom Treiben im Tal überrumpeln zu lassen, nimmt man am besten den Linienbus von Vela bis in die Stadt Trento.

 

Höhenmeter im Aufstieg ca. 570

Höhenmeter im Abstieg ca. 1100

Weglänge ca. 11 km

Wegbeschaffenheit ca. 1,6 km Asphalt und 9,4 km Wald- und Wiesenweg, Steig, Forststraße

Zeitaufwand ohne Rastpausen Stunden 4-5 Stunden

 

Wegbeschreibung: Von Vallene (711 m) wandert man zum Camping Laghi di Lamar und folgt kurz einer Forststraße durch den Kiefernwald (Hinweisschilder "Lago di Terlago"), bis man rechts abzweigen kann und hält sich, mehrere Abzweigungen ignorierend, auf dem breiten bewaldeten Rücken (800 m) auf der Südseite der Coste di Lamar. Ein breiter und bequem zu begehenden Weges mit Blick auf den Lago di Lamar leitet den Hang entlang abwärts zu einer  Forststraße (Pontaroi). Man geht weiter abwärts bis in die Nähe des kommunalen Lagerplatzes in der Örtlichkeit Spiaggi (550 m). Der Weiterweg führt in stetem Auf und Ab durch den Wald zum Weg SAT 611, über den man in abwechselnden Gegenanstiegen die Kreuzung mit dem Weg sentiero San Vili (Markierung 627) erreicht. Über den sentiero San Vili wandert man zum höchsten Punkt am Monte Soprasasso (800 m), einer geschichtsträchtigen Erhebung hoch über Trento. Hier begegnet man mehreren restaurierten Kriegsstellungen aus dem Ersten Weltkrieg. Der Weg führt vorbei an der Baita Laura, wo während der Sommermonate Getränke ausgeschenkt werden. Auf diesem Abschnitt, gegen das Etschtal hin, ist der Steig etwas ausgesetzt und verlangt einen sicheren Tritt. Auf alten Militärpfaden geht es steil abwärts nach Vela (197 m), einem kleinen Vorort unweit von Trient.

 

Fahrplan Linienbus von Vela nach Trento - www.ttesercizio.it

 

Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: die kleine Hütte Baita Laura am Sorasass

Übernachtungsmöglichkeiten: Hotels und Pensionen in Trento

Tourismusverein: www.discovertrento.it

 

 

 

 

 

 

Note


all notes on protected areas

Public transport

Public-transport-friendly

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Oberlana:

Busverbindung vom Bahnhof Meran nach Lana zur Bushaltestelle in Oberlana

Busverbindung vom Bahnhof in Burgstall zur Bushaltestelle in Oberlana

Fahrplan unter: www.sii.bz.it

Bei der Bushaltestelle in Oberlana (Kreisverkehr) überquert man die Straße und geht kurz Richtung Ultental (Straßenschild). Die Talstation der Seilbahn zum Vigiljoch liegt gut sichtbar auf der rechten Straßenseite.

Getting there

Von Bozen über die Schnellstraße MeBo bis zur Ausfahrt Meran-Süd und weiter nach Oberlana. Der Beschilderung ins Ultental folgen. Kurz darauf erreicht man auf der rechten Seite den Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn Vigiljoch.

Fahrplan der Seilbahn unter www.vigilio.com

 

Parking

Kostenloser Parkplatz direkt bei der Talstation der Seilbahn Vigiljoch

Coordinates

DD
46.627462, 11.117156
DMS
46°37'38.9"N 11°07'01.8"E
UTM
32T 662071 5165943
w3w 
///posted.bleeped.smoke
Arrival by train, car, foot or bike

Author’s map recommendations

1. & 2. Tag -TABACCO - Blatt 046 - 1:25.000 / Lana - Etschtal /// 3. bis 6. Tag - 4Land - Blatt 155 - 1:25.000/ Val di Non /// 7. Tag - 4Land - Blatt 142 - 1:25.000/ Val dei Laghi – Monte Bondone – Basso Sarca /// 8. Tag - 4Land - Blatt 144 - 1:25.000/ Trento, Monte Bondone,Valle dei Laghi

Equipment

Leichte Trekkingschuhe mit guter Profilsohle, wetterfeste Zusatzbekleidung, einen Regenschirm, Trinkflasche und etwas Tagesproviant, Sonnenbrille und Sonnenschutz.

Die spezifische Ausrüstung ist sehr stark von der Jahreszeit und den Bedingungen entlang der Via Vigilius abhängig. Eine gute Tourenplanung ist Voraussetzung.

Gewicht sparen ist bei einem Unternehmen dieser Länge ein wichtiger Faktor! 


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(1)
Johann Mayr
August 21, 2020 · Community
Sehr schöne Wanderung. Wir haben die Strecke St. Pankratz bis Mezzo Lombardo in 4 Etappen gemacht.
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Christjan Ladurner
July 18, 2019 · alpenvereinaktiv.com
Die Sperrung der Via Vigilius ist nicht korrekt, da die Route den als gesperrt angegebenen Weg Nr. 30A gar nicht berührt!
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Jul Rt
June 11, 2019 · Community
Die 3. etappe ist nicht so schön. Es ist viel Asphalt und auch sonst wenig schönen Wege. Nur der Lago di Tret ist schön und den Canyon in Fondo muss man sich angucken. Alternativ kann man die Strecke gut mit dem Bus von u. l. Frau i. Walde bis Fondo fahren.
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Dienstag, 11. Juni 2019, 17:12 Uhr
Photo: Jul Rt, Community
Dienstag, 11. Juni 2019, 17:12 Uhr
Photo: Jul Rt, Community
Lago di Tret
Photo: Jul Rt, Community
Canyon in Fondo
Photo: Jul Rt, Community
Canyon
Photo: Jul Rt, Community
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Reviews
Difficulty
moderate
Distance
116 km
Duration
40:01 h
Ascent
6,970 m
Descent
7,090 m
Highest point
1,771 m
Lowest point
196 m
Public-transport-friendly Scenic Refreshment stops available Cultural/historical interest Cableway ascent/descent Insider tip Linear route

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Distance  km
Duration : h
Ascent  m
Descent  m
Highest point  m
Lowest point  m
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