Tour hierher planen Tour kopieren
Bergtour empfohlene Tour

Vom Lago di Ledro auf die Cima d'Oro und die Cima Valdés

Bergtour · Gardaseeberge
Verantwortlich für diesen Inhalt
Alpenverein-Gebirgsverein Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Schützengraben aus dem 1. Weltkrieg unter dem Gipfel der Cima d'Oro
    Schützengraben aus dem 1. Weltkrieg unter dem Gipfel der Cima d'Oro
    Foto: Wolfgang Drexler, Alpenverein-Gebirgsverein
m 2000 1500 1000 500 14 12 10 8 6 4 2 km Cima d'Oro Cima Valdes Lago di Ledro
Eine konditionell fordernde Ganztagestour mit spektakulären Tiefblicken auf den Lago di Ledro und den Lago di Garda. Der Aufstieg auf die Cima d'Oro erfolgt teilweise direkt in alten Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg.
schwer
Strecke 15,8 km
8:00 h
1.467 hm
1.467 hm
1.774 hm
606 hm

Neben der landschaftlichen Schönheit und der großartigen Aussicht beeindrucken auf dieser Tour die unglaublichen Ausmaße der Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg und die Reste der alten Bunker hoch oben am Berg. Allein zwischen der Cima Valdés und dem Tomeabrù oberhalb der Malga Salval erstreckt sich eine Linie von mehr als 15 km durchgehender Gräben, die noch heute an den Bergkämmen deutlich erkennbar sind. Tatsächlich verlaufen die aus dem Fels gehauenen Schützengräben auch über den Tofino hinweg bis zum Monte Cadria, was eine Gesamtlänge von mehr als 50 km ergibt.

Heute sind die Gipfel und Bergkämme friedlich und ruhig. Auf der hier beschriebenen Rundtour wird man nur wenige andere Wanderer treffen und der Gipfel der Cima Valdés ist trotz seiner grandiosen Aussicht geradezu einsam.

Autorentipp

Im Sommer sollte man möglichst früh mit dem Aufstieg beginnen, um rechtzeitig das freie Gelände in Gipfelnähe zu erreichen, wo fast immer ein kühlender Wind weht. Nach der Rückkehr bleibt auf diese Weise auch noch ausreichend Zeit für ein erfrischendes Bad im See.
Profilbild von Wolfgang Drexler
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 31.08.2018
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
1.774 m
Tiefster Punkt
606 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Asphalt 24,73%Naturweg 9,87%Pfad 65,39%
Asphalt
3,9 km
Naturweg
1,6 km
Pfad
10,4 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Das Gelände rings um den Gipfel der Cima Valdés ist sehr steil: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier erforderlich.

Start

Mezzolago (673 m)
Koordinaten:
DD
45.880109, 10.760468
GMS
45°52'48.4"N 10°45'37.7"E
UTM
32T 636610 5082233
w3w 
///tafelspitz.aufleben.messende
Auf Karte anzeigen

Ziel

Mezzolago

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz am See geht man zunächst am Fuß- und Radweg oberhalb der Straße nach Mezzolago und nimmt im Ort die Via San Michele bergwärts, die bald zur Via Dromaè wird, der man weiter bergauf folgt. Nach den letzten Ferienhäusern an einer Weggabelung in ca. 830 m Meereshöhe sieht man links einen großen Holzlagerplatz mit einigen Lagerhallen. Hier nimmt man den rechten Weg in Richtung Malga Dromaè und erreicht bald danach einen kleinen Parkplatz im Wald mit diversen Schautafeln.

Nun folgt man dem markierten Wanderweg, der durch das Val di Dromaè in steilen Kehren bergwärts führt, bis er bei der Fonte li Dromaè in ca. 1350 m auf einen mit Beton befestigten schmalen Fahrweg trifft.

Hier gilt es, eine Abzweigung nach rechts (Süden) nicht zu verfehlen und bald danach die ersten Hinweistafeln auf die Cima d'Oro zu finden. Man folgt zunächst einem breiten Weg nach Süden und zweigt dann auf einen schmalen Pfad bergwärts in den Wald (nach Osten) ab. Dieser Pfad wird zunehmend steiler, bleibt aber deutlich zu erkennen und erreicht schließlich auf ca. 1670 m einen schmalen und steilen Bergrücken, der nach Süden hin in Richtung Lago di Ledro schroff abfällt.

Der weitere Aufstieg erfolgt nun sehr steil diesem Rücken entlang, und zwar oft direkt in alten Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg, die vor kurzem soweit hergerichtet wurden, dass sie gut begehbar sind. Man befindet sich hier direkt an der ehemaligen „österreichischen“ Frontlinie und kann dabei ein wenig erahnen, wie hart der Kriegsalltag für die einfachen Soldaten in jener Zeit gewesen sein muss: Noch heute ist der Aufstieg in den Gräben und über steile Felsstufen wirklich schweißtreibend.

Knapp unterhalb des Gipfels weicht der Wald zurück, das Gelände wird flacher und der Blick wird frei. Entlang der Schützengräben ist das Gipfelkreuz der Cima d'Oro nun bald erreicht und die Aussicht ist wirklich eindrucksvoll.

Von der Cima d'Oro könnte man nach einem sanften Abstieg nach Norden einen flachen Sattel oberhalb der Alm Malga Dromaè erreichen, und von dort auf einem markierten Wanderweg direkt zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Vom Sattel oberhalb der Malga Dromaè kann man auch weglos die Cima Sclapa und die Cima Pari besteigen und anschließend an der Westseite über steiles Grasgelände direkt ins Tal unterhalb der Malga Saval absteigen.

Man kann von Sattel oberhalb der Malga Dromaè aber auch dem markierten Sentiero della Pace bis zur Bocca Saval folgen, um dann über die Malga Saval abzusteigen. Der Rückweg vom Tal der Malga Saval führt zunächst auf einem markierten Pfad bis zu einem Sattel unterhalb des Monte Cocca. Dort zweigt ein unmarkierter, aber deutlich erkennbarer Pfad nach links ins untere Val di Dromaè ab und führt zurück zum Ausgangspunkt.

Der Weiterweg vom Gipfel der Cima d'Oro zur Cima Valdés führt über die Bocca Guimella. Man steigt zunächst ein Stück weit am Bergrücken nach Norden ab und nimmt dann eine markierte Abzweigung nach Osten. Dieser Pfad führt auf einem steilen Bergrücken bergab und wendet sich dann allmählich nach Süden, wobei er flacher wird. Die Markierungen sind hier nicht immer leicht zu finden und der Steig scheint wenig begangen zu sein. Im Zweifelsfall bleibt man einfach direkt am Bergrücken und steigt auf ihm weglos nach unten ab, bis man die Einsattelung der Bocca Guimella erreicht hat. Im lichten Wald dieses Bergrückens stößt man neuerlich auf alte Schützengräben, die hier völlig sich selbst überlassen sind.

Auf dem Sattel der Bocca Guimella befinden sich mehrere Wegweiser: Eine markierte Route führt über die Cima Sat nach Riva di Garda, eine andere über die Malga Guimella zur Madonna Adolorata und nach Molina di Ledro. Dies ist die hier vorgeschlagene Abstiegsroute.

Um zur Cima Valdés zu gelangen, nimmt man am Sattel den markierten Weg in Richtung Rocchetta Giochello und steigt nach Südosten steil bergauf. Bei einer Weggabelung weiter oben hält man sich rechts und bleibt am Bergkamm, der nach oben hin immer schroffer wird, bis man schließlich nach einer etwas ausgesetzten Querung in sehr steilem Grasgelände die Cima Valdés erreicht hat und einen wunderbaren Ausblick auf den Lago di Garda genießen kann.

Für den Abstieg folgt man zunächst der Aufstiegsroute zurück bis zu den Wegweisern am Sattel der Bocca Guimella, steigt von dort ins Valle Guimella ab, wo oberhalb der Malga Guimella ein markierter Pfad nach rechts zur Madonna Adolorata und nach Molina di Ledro abzweigt, dem man folgt.

Von der Kapelle der Madonna Adolorata geht man talwärts fast bis zur Hautstraße weiter und biegt dort in die Via San Carlo ein, um an ihrem Ende oberhalb einer Kehre für ca. 200 Meter der Hauptstraße zu folgen und dabei den Ortskern von Molina di Ledro zu erreichen. Im Ort biegt man in die Via Roma ein und hält sich nach einer Brücke rechts, um auf einem Fußweg entlang des Bachlaufes knapp vor dem Ufer des Lago di Ledro eine Nebenstraße zu erreichen. Man kehrt über eine Brücke zu einem Parkplatz neben der Hauptstraße zurück und zweigt nach wenigen Metern links ab, um das weitläufige Areal des Camping- und Badeplatzes „Camping al Sole“ zu durchqueren. Vor seiner Westseite führt ein Fuß- und Radweg dem Seeufer entlang zurück zum Ausgangspunkt.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Busverbindung mit Riva del Garda

Anfahrt

Brenner-Autobahn A22, Ausfahrt Rovereto Sud; über Riva del Garda und die SS240 zum Lago di Ledro und am Nordufer des Sees entlang bis nach Mezzolago

Parken

Von Molina di Ledro kommend gibt es kurz vor dem Ort Mezzolago, dort wo der Fuß- und Radweg die Straße quert, eine Parkbucht; auch in Mezzolago selbst gibt es einen Parkplatz

Koordinaten

DD
45.880109, 10.760468
GMS
45°52'48.4"N 10°45'37.7"E
UTM
32T 636610 5082233
w3w 
///tafelspitz.aufleben.messende
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
15,8 km
Dauer
8:00 h
Aufstieg
1.467 hm
Abstieg
1.467 hm
Höchster Punkt
1.774 hm
Tiefster Punkt
606 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch Gipfel-Tour ausgesetzt

Statistik

  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
Karten und Wege
  • 2 Wegpunkte
  • 2 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.