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Hochtour empfohlene Tour

Suldenspitze 3375m & Monte Cevedale 3769m von Sulden

Hochtour · Vinschgau
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ÖAV Sektion Salzburg Verifizierter Partner 
  • Rückblick zur Schaubachhütte mit Ortler im Hintergrund
    / Rückblick zur Schaubachhütte mit Ortler im Hintergrund
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Blick während dem Aufstieg kurz nach der Schaubachhütte Richtung Suldenspitze
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Weiterer Aufstiegsweg und Blick Richtung Suldenspitze
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Suldenspitze Gipfel. Am linken Bildrand im Hintergrund ist die Janinger Scharte/Forcella di Solda mit weiteren Bergsteigern zu sehen.
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Blick von der Suldenspitze über alte Stellungen hinab zur Casati Hütte mit Cevedale im Hintergrund
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Sonnenaufgang auf der Casati Hütte
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Blick von der Casati Hütte zur Zufallspitze & Cevedale
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Steiler Schlussanstieg auf den Sattel zwischen Zufallspitze und Cevedale
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Grat zum Cevedale Gipfel
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Beim Anstieg auf den Cevedale: Blick zur Zufallspitze
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Monte Cevedale 3769m Gipfel mit toller Fernsicht
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
  • / Eine der vielen Spalten auf dem Suldenferner
    Foto: Martin Dauber, ÖAV Sektion Salzburg
m 4500 4000 3500 3000 2500 2000 1500 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Suldenspitze (3.376 m) Rifugio Casati al Cevedale Monte Cevedale 3769m Parkplatz Talstation … Sulden
Schöner und beliebter Hochtouren-Klassiker mit Aufstieg ab Sulden über die Schaubachhütte und den Suldenferner auf die Suldenspitze mit Übernachtung auf der Casati Hütte. Am darauffolgenden Tag geht es durch die bis zu 40° steile Nordflanke auf den Monte Cevedale und auf gleichem Weg wieder ins Tal zur Suldenbahn.
schwer
Strecke 20,6 km
11:00 h
2.071 hm
1.363 hm
Vom Seilbahnparkplatz Sulden geht es zu Fuß (zur besseren Akklimatisierung, oder alternativ mit der Seilbahn) zur Schaubachhütte - Rifugio Citta di Milano, direkt neben der Bergstation. Von der Schaubachhütte führt ein Pfad über alpines Blockgelände zum teilweise steilen und spaltigen Suldenferner und über diesen hinauf zur Suldenspitze. Nach kurzem Abstieg erreicht man die Casati Hütte zur (optionalen) Übernachtung. Von dort geht’s unschwierig über die sanften Gletscherhänge und -Mulden dem tiefsten Punkt zwischen Zufallspitze und Cevedale anpeilend aufwärts. Am Fuße der steiler werdenden Gipfelflanke halten wir uns leicht rechts/Süd-Westlich und nach etwas steilerem Anstieg und Spaltenquerung erreichen wir den Firngrat. Nach rechts/Westen erreichen wir nach wenigen Metern problemlos den prächtigen Aussichtsgipfel des Monte Cevedale, wo noch die Ruine einer Baracke aus dem I Weltkrieg steht.

Autorentipp

Möglich als ausgedehnte Tagestour für sehr konditionsstarke & schnelle Bergsteiger ab Sulden.

"Gemütliche" Alternative:

  • Freitag Anreise und Aufstieg Abends zur Schaubachhütte oder mit der letzten Gondel der Suldenbahn (Seilbahn Sektion 1+2) Auffahrt zur Schaubachhütte. Alternativ fährt normalerweise Samstags auch eine Bergsteiger Bahn um 7 Uhr - aktuelle Infos unbedingt nochmal auf der Webseite der Bahn checken oder vorher anrufen!
  • Samstag weiterer Aufstieg zur Suldenspitze & Casati Hütte, Nachmittags evtl. kurze Tour zu den 3 Kanonen
  • Sonntag Aufstieg ab Casati auf den Cevedale und Abstieg bis zur Suldenbahn Bergstation bei der Schaubachhütte
Profilbild von Martin Dauber
Autor
Martin Dauber 
Aktualisierung: 31.01.2021
Schwierigkeit
I, 40°, PD schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Monte Cevedale, 3.769 m
Tiefster Punkt
Sulden, 1.901 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Gletscher spaltenreich und im Sommer unbedingt angeseilt begehen!

Weitere Infos und Links

Seilbahn Sulden: http://www.seilbahnensulden.it

Hütten:

Webcams:

Start

Suldenbahn Talstation (1.907 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Suldenbahn Bergstation

Wegbeschreibung

Aufstieg zur Schaubachhütte - Rifugio Citta di Milano

Vom obersten Parkplatz bei der Seilbahn Sulden (beim Gerätehaus Rettungsdienste) steigt man über den Weg Nr. 1 hinauf in Richtung Mittelstation der Seilbahn oder alternativ und landschaftlich schön entlang des Baches zur Hängebrücke beim Wasserfall und weiter zur Mittelstation. Von dieser weiter über den Weg Nr. 1 bis zur Bergstation der Suldenbahn, wo sich direkt die Schaubachhütte - Rifugio Citta di Milano befindet. 

(alternativ bequeme Auffahrt mit der Suldenbahn, Seilbahn Sektion 1+2)

Aufstieg zur Casatihütte

Von der Schaubachhütte auf einem Pfad zum Schutt der östlichen Randmorane und Trittspuren und Steinmännern folgend weiter über alpines Blockgelände strikt südwärts zum Suldenferner, den man nach etwa einer halben Stunde Gehzeit erreicht und dort anseilt. Die Route verläuft weiter in Richtung Süden, zunächst moderat, dann steiler ansteigend. Nun, an einer flacheren Passage nach einem Steilaufschwung, rückt links der heute wegen akuter Steinschlaggefahr weniger begangene Eisseepass ins Blickfeld, welchen wir aber ignorieren.

Ab dem Plateau in einem leichten Rechtsbogen steil über den risikoreichen Gletscher (große Spalten auf dem Suldenferner!) hinauf in Richtung Suldenspitze aufsteigen.

Hier bieten sich zwei Varianten:

  • Variante A (dieser GPS Track): Relativ unschwierig über die Janinger Scharte/Forcella di Solda zwischen dem Schrotterhorn/Corno di Solda und der Suldenspitze/Cima di Solda. Von der Scharte folgen wir dem Kamm nach links zum Suldenspitze Gipfel und steigen danach relativ einfach über felsiges Gelände, vorbei an alten Stellungen aus dem I. Weltkrieg, knapp über 100 HM zur Casati Hütte ab.
  • Variante B: Nur bei guter Schneelage und geringer Ausaperung vor der Suldenspitze nach links zu einer mit Holzstangen markierten Einschartung; von dort ca. 70 Höhenmeter hinunter auf den Langenferner, wo man noch ein Stück vor dem nun sichtbaren Rifugio Casati auf die Eisseepass-Route trifft. Achtung: Diese Variante ist nur bei geringer Ausaperung des Gletschers zu empfehlen, da ein Durchschlupf durch die ausgeaperte Spaltenzone erfahrungsgemäß schwierig zu finden ist und zudem ein Übergang zum (brüchigen) Fels einiges an Kletterkönnen abverlangt. Auch lässt man bei dieser Variante den Suldenspitze Gipfel aus.

Aufstieg ab Casatihütte zum Monte Cevedale

Von der Casati Hütte 3254m geht es zunächst kurz zum Gletscher hinab, wo angeseilt wird. Dann unschwierig der meist ausgetretenen Spur in Richtung SSO folgen und über die sanften Gletscherhänge und -Mulden den tiefsten Punkt zwischen Zufallspitze und Cevedale anpeilen. Am Fuße der steiler werdenden Gipfelflanke halten wir uns leicht rechts/Südlich und nach dem bis zu 40° steilen Anstieg - meist gute Trittspuren von links unten nach rechts oben, bei Blankeis heikel - erreichen wir den Firngrat und nach rechts den prächtigen Aussichtsgipfel. Am Gipfel steht noch die Ruine einer Baracke aus dem I. Weltkrieg.

Aufstiegsvariante ab Casatihütte über die Drei Kanonen (Tre Cannoni)

Interessante, wenig längere Variante zu diesen Kriegsresten aus dem I. Weltkrieg. Gleich zu Beginn des Gletschers halten wir uns links/Östlich und peilen die unweit von der Hütte liegenden Felsen an, wo wir an einem panoramareichen Ort die Kanonen besichtigen können. Von der Hütte hierher braucht man gut 20 Minuten. Von den Drei Kanonen geht's dann südlich weiter in Richtung einer mäßig steilen Kuppe, hinter der wir dann wieder auf die Aufstiegsroute des Normalweges kommen.

Abstieg

  • wie Aufstiegsvarianten
  • oder alternativ über die Eisseespitze (Vorteil: kein steiler Gletscher im Abstieg wie zwischen Suldenspitze und Schaubachhütte, dafür aber Tritsicherheit im steinigen Gelände erforderlich)

Ungefähre Gehzeiten & Höhenmeter

  • Talstation 1900m – Schaubachhütte 2581m 1,5-2h / 4km / 680HM↑ oder Auffahrt mit der Suldenbahn zur Bergstation neben Schaubachhütte (5 min)
  • Schaubachhütte 2581m – Suldenspitze 3375m 2,5-3h / 4km / 800HM↑
  • Suldenspitze 3375m – Casatihütte 3254m 30min / 0.5km / 125HM↓
  • Casatihütte 3254m – Monte Cevedale 3769m 2h / 3.5km / 500HM↑
  • Monte Cevedale 3769m – Casatihütte 3254m 1,5h / 3.5km / 500HM↓
  • Casatihütte 3254m – Schaubachhütte 2581m 2,5h / 4.5km / 125 HM↑ / 800HM↓
  • Schaubachhütte 2581m – Sulden 1900m 1,5h / 4km / 680HM↓ oder mit der Suldenbahn Abfahrt zur Talstation
 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Ja, mit Zug & Bus, Details siehe: https://www.seilbahnensulden.it/anreise/

 

Anfahrt

Anreise über Reschenpass oder Brennerpass:

  • Reschenpass - Prad am Stilfserjoch - Gomagoi - Sulden am Ortler 
  • Brennerpass - Meran - Naturns - Schlanders - Prad am Stilfserjoch - Gomagoi - Sulden am Ortler 

Details siehe: https://www.seilbahnensulden.it/anreise/

 

Parken

Großer Parkplatz bei der Suldenbahn Talstation:

Località Solda 129, 39012 Meran, IT

https://goo.gl/maps/F2sghPZprg9qyMdi8

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Tabacco Ortles Cevedale Ortlergebiet 1:25.000 Nr.08

Kompass Vinschgau 1:50.000 Nr.52

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

  • Hochtouren / Gletscherausrüstung: Eispickel, Steigeisen, Kletter/Hochtourengurt, Kletterhelm, Seil, Karabiner, Tuber, Reepschnur, Bandschlingen, Expressschlingen, Eisschrauben
  • Tourenrucksack (ca. 40 Liter) mit Pickelbefestigung und Regenhülle
  • steigeisenfeste Bergschuhe, ggfs. Gamaschen
  • Witterungsangepasste, warme und strapazierfähige Kleidung im Mehrschicht-Prinzip, Mütze/Stirnband, Handschuhe, Gletscherbrille, Teleskopstöcke, Sonnen- und Regenschutz, Proviant und Trinkwasser, Thermosflasche mit Heißgetränk, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Handy, Stirnlampe, Kartenmaterial, Biwaksack und Rettungsdecke
  • ggf. Hüttenausrüstung

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Schwierigkeit
I, 40°, PD schwer
Strecke
20,6 km
Dauer
11:00 h
Aufstieg
2.071 hm
Abstieg
1.363 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour

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