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Hochtour empfohlene Tour

Thurwieserspitze (3.652 m) - einsamer Berg im Schatten von Ortler & Co.

Hochtour · Ortlerhauptkamm
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AVS Sektion Bozen Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Piz Bernina aufleuchten
    / Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Piz Bernina aufleuchten
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Auf halber Höhe am Zebrúgletscher mit Blick zur Rinne welche zum Thurwieserjoch führt. Spätestens hier muss die Entscheidung über die Aufstiegsvariante getroffen werden.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / In der bis zu 45° steilen Eis- und Schneerinne.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Am Thurwieserjoch mit Blick auf den Ostgrat.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Der Schneegrat am Sattel
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Am Einstieg zum O-Grat. Es wird zunehmend steiler.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Das brüchige Gestein erfordert achtsammes Klettern.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Überreste der Kriegsstellungen aus dem Ersten Weltkrieg am Gipfel der Thurwieserspitze.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Einige Abseilstellen erleichtern den Abstieg.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Der Abstieg über die Eiskögel zum Ortlerpass, wo der Zebrúgletscher wieder betreten wird.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Die V. Alpini Hütte ist bald erreicht.
    Foto: Eduard Gruber, AVS Sektion Bozen
  • / Die Thurwieserspitze, aufgenommen vom Hochjoch, mit dem Grat vom Thurwieserjoch zum Ortlerpass über welchen die Route des Ab- bzw. Anstiegs führt
    Foto: Eduard Gruber, Stefan Cappello
m 4000 3500 3000 2500 2000 12 10 8 6 4 2 km Rifugio Quinto Alpini
Ansspruchsvolle und einsame Hochtour auf den Spuren des "Großen Krieges".
schwer
Strecke 13,1 km
11:00 h
1.705 hm
1.706 hm
Die Thurwieserspitze gehört wohl zu den formschönsten Berge der Alpen. Etwas abseits und abgelegen steht der stolze Berg im Schatten des Ortlers und bildet mit seinen Ost- und Westgrat einen Teil des Kristallokammes, welcher vom StilfserJoch bis zum Ortlerpass führt. Längst dieses Kammes führte vor 100 Jahren auch die Frontlinie des „Großen Krieges“ und so trifft man auf dem Weg zum Gipfel immer wieder auf Kriegsresten und Überbleibsel dieses schrecklichen und unsinnigen Krieges. Es ist ein einsamer Gipfel und der relativ brüchige Fels fordern einiges vom Gipfelanwärter, aber das Panorama, (bei entsprechendem Wetter), welches vom Stilfser Joch zum Ortler, Zebru, Königsspitze bis zur Himmelsleiter des Bernina reicht, entschädigen für den mühevollen und schwierigen Aufstieg. Führte die Anstiegsroute der Erstbesteiger von Trafoi aus über den Niederen Ortlerferner zum Thurwieserjoch, und Ostgrat zum Gipfel, so leitet der jetzige Normalweg von Süden kommend durch eine oft von Steinschlag gefährdete Schnee-und Eisrinne hinauf zum Thurwieserjoch und über den bis zu 50° geneigten, im Sommer oft von Blankeis überzogenen Ostgrat hinauf zum höchsten Punkt. Auf dieser Route bietet sich das auf 2.878m im Zebrú-Tal gelegene Rifugio V. Alpini als Stützpunkt an, somit der doch etwas lange Anstieg bequem auf zwei Tage aufgeteilt werden kann.

Autorentipp

Die Route ist für den Frühsommer bei entsprechenden Firnverhältnisse empfehlenswert.
Profilbild von Eduard Gruber
Autor
Eduard Gruber 
Aktualisierung: 03.05.2018
Schwierigkeit
III-, 55°, AD schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
3.652 m
Tiefster Punkt
2.165 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mit Bohrhaken
Seillänge
1 x 50 m
Erstbegehung
Zuerst bestiegen wurde die Spitze am 20. August 1869 durch den Stuttgarter Alpinisten Theodor Harpprecht und dem Bergführer Josef Schnell aus Kals am Großglockner, nachdem ein erster Versuch durch einen Leutnant Scheibler aus dem k. k. Pioniercorps von Sulden aus mit dem Bergführer Johann Pinggera fehlgeschlagen war. (Quelle Wikipedia)

Einkehrmöglichkeit

Rifugio Quinto Alpini

Sicherheitshinweise

Die nach Osten ausgerichtete Rinne wird von den ersten Sonnenstrahlen des Tages getroffen. Die wärmenden Strahlen fördern aber leider auch den Steinschlag, welcher sich von der SO - Wand lösend in die Aufstiegsrinne entleert. Ein früher Aufbruch von der Schutzhütte ist daher allemal zu empfehlen.
Es handelt sich hier um eine schwierige und anspruchsvolle Tour, welche nur Alpinisten mit entsprechender Ausrüstung und Können vorbehalten ist.

Weitere Infos und Links

Der aufgezeichnete Track und die angegebenen Höhenmeter des Auf-und Abstiegs beziehen sich auf Startpunkt Baita del Bastore (2.100 m). ( Haben den Jeep-Shuttle Dienst in Anspruch genommen :-) )

Telefonnummer für Jeep Shuttledienst:
Armando Bertolina    cell: 339.8147008    tel: 0342.945490
Diego Zen    cell: 338.2685982     tel: 0342.945411
Alessi Donato     cell: 338.5022329        tel: 0342.945461

Start

Niblogo in der Gemeinde Santa Caterina Valfurva (SO) (2.165 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Niblogo in der Gemeinde Santa Caterina Valfurva (SO)

Wegbeschreibung

Von Niblogo folgt man der mit 29 markierten, ca. 12 km langen Schotterstrasse ins Zebrútal, vorbei an mehreren charakteristischen Hütten, dem Rifugio Campo (2.000 m) weiter hinauf zur Baita Pastore (2.166 m, 2,5h). (Hierher eventuell auch mit dem Jeep- Shuttledienst). Steil windet sich der Weg weiter hinauf zur „Grossen Morena Rio Mare“ und in weiteren 2 Stunden zum Rifugio V. Alpini (2.878 m).

Von der Schutzhütte zieht der Weg in einigen Serpentinen hinauf zum Zebrúgletscher, den man bis ca. halber Höhe hinaufsteigt. (Achtung auf Spalten). Hier kann man zwischen den zwei Möglichkeiten der Anstiegsroute wählen..
Entweder über der linker Hand herabziehende, meist mit Schnee und Eis gefüllte , ca, 45° steile Rinne hinauf zum Thurwieserjoch. (3.480 m). Bei fortgeschrittener Jahreszeit ist dieser Anstieg wegen Ausaperung schwierig und beschwerlich, immer jedoch auch sehr steinschlaggefährdet. Spät im Sommer muß zudem die offene Randspalte des Zebrúgletschers überwunden werden.
Die etwas einfachere Variante des Anstieges führt weiter über den Gletscher hinauf zum Ortlerpass.(3.353 m) Von hier Richtung Westen über den Kamm, den Kleinen - und Großen Eiskogel (3.530 m) überschreitend, zum vorhin beschriebenen Thurwieserjoch.


Von hier führt der Anstieg weiter über den je nach Schneelage mehr oder weniger überwechteten scheidigen Sattel zum anfänglich breiten, weiter oben sich verengenden, bis zu 55° steilen Ostgrat. Im Frühsommer noch mit Eis und Schnee überzogen, ist dieser mit fortgeschrittener Jahreszeit ausgeapert und das sehr brüchige Gestein erfordert vorsichtiges und sicheres Steigen. Einige, jüngst angebrachte Splits, erleichtern den Anstieg und verleihen zusätzliche Sicherheit. Im Gipfelbereich wird der Grat flacher und über unschwierige Felsen wird der Gipfel ( 3.652 m) erreicht, wo immer noch Überreste des Ersten Weltkrieges anzutreffen sind.

Abstieg: Der Abstieg folgt dem Anstiegsweg. Am Gipfelgrat kann 3-4 mal abgeseilt werden, was angesichts des brüchigen Felsens sehr angenehm und ratsam ist. Am Thurwieser Joch angekommen, empfiehlt sich wegen der sicher schon fortgeschrittenen Tageszeit und daher erhöhten Risiko des Steinschlages in der Eisrinne, den kurzen Gegenanstieg über die Eiskögel in Kauf zu nehmen und über den Ortlerpass zum Zebrúferner abzusteigen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Angaben über die öffentlichen Verkehrsmittel finden man auf :

http://www.altavaltellina.eu/Altavaltellina/come_raggiungerci.cfm

Anfahrt

Von Bormio (Provinz Sondrio) auf der SS 300 Richtung Santa Caterina Valfurva bis nach San Nicoló Valfurva. Hier links nach Madonna del Monte abbiegen und weiter bis zur Ortschaft Niblogo. Parkplatz am Beginn der Straße, die ins Zebrútal führt.

Parken

Öffentlicher Parkplatz am Beginn der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straße ins Val Zebrú.

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Tabacco Blatt Nr. 08 1: 25. 000 Ortlergebiet

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Ausrüstung

Komplette Gletscherausrüstung und Helm. Bei Begehung des Eis- und Schneerinne kann ein zweiter Pickel hilfreich sein.

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Schwierigkeit
III-, 55°, AD schwer
Strecke
13,1 km
Dauer
11:00 h
Aufstieg
1.705 hm
Abstieg
1.706 hm
aussichtsreich Gipfel-Tour Grat

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
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Abstieg  Hm
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