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Fernwanderweg

Harzer Grenzweg

1 Fernwanderweg • Harz
  • Mächtig erhebt sich der Brocken im Hintergrund des Stausees.
    / Mächtig erhebt sich der Brocken im Hintergrund des Stausees.
    Foto: Patrick Zasadas, Patrick Zasadas
  • Die wuchtige Staumauer des Eckerstausees.
    / Die wuchtige Staumauer des Eckerstausees.
    Foto: Gemeinde Bad Harzburg, Gemeinde Bad Harzburg
  • Blick vom Scharfenstein auf den Eckertalsperrsee.
    / Blick vom Scharfenstein auf den Eckertalsperrsee.
    Foto: Gemeinde Bad Harzburg, Gemeinde Bad Harzburg
  • Hinauf zum Brocken - oberhalb der Hermannsklippe ist es nicht mehr ganz so weit und die herrliche Aussicht entschädigt für die Mühen.
    / Hinauf zum Brocken - oberhalb der Hermannsklippe ist es nicht mehr ganz so weit und die herrliche Aussicht entschädigt für die Mühen.
    Foto: Thomas Brewitz, Thomas Brewitz
  • Der Brocken
    / Der Brocken
    Foto: Stefan Jurisch, Stadtmarketing Bad Harzburg
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  • Wurmbergschanze
    / Wurmbergschanze
    Foto: stachelbeer, CC BY, flickr.com
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  • Reste der ehemals prächtigen Klosterkirche Walkenried.
    / Reste der ehemals prächtigen Klosterkirche Walkenried.
    Foto: Harzer Verkehrsverband, Harzer Verkehrsverband
  • Auch als Ruine imposant - die ehemalige Klosterkirche.
    / Auch als Ruine imposant - die ehemalige Klosterkirche.
    Foto: Jürgen Düring, Jürgen Düring
Karte / Harzer Grenzweg
300 600 900 1200 m km 10 20 30 40 50 Rangerstation Der Brocken Klosterruine Walkenried

Der Harzer Grenzsteig führt uns entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze vorbei an alten Grenzanlagen von Ilsenburg über den Brocken nach Walkenried.
mittel
58,4 km
16:50 Std
1499 hm
1495 hm
Eindrucksvolle Natur, historische Grenzmarken, zahlreiche Informationsschilder zur Geschichte und Relikte der deutschen Teilung sowie interessante Kulturdenkmäler erwarten Wanderer auf dem Harzer Grenzweg.

Am ersten Tag geht es von Ilsenburg vorbei an Kieferklippen, dem Naturwald Eckerhang bewachsen mit seinen uralten Buchen, dem Scharfenstein und der eindrucksvollen Hermannsklippe bis zur Rangerstation des Nationalparks Harz.  Am zweiten Tag wandern wir entlang der Bramke, einem ehemaligen Grenzfluß und entlang dem Bahndamm der ehemaligen Südharzeisenbahn Braunlage – Tanne bis in den Ort Hohegeiß, wo die die innerdeutsche Grenze unmittelbar am Ortsrand verlief. Von Hohegeiß wandern wir zunächst auf dem heute nicht mehr befahrenen Abschnitt der früheren Straße Benneckenstein – Jägerfleck. Durch idyllische Misch- und Laubwälder erreichen wir Walkenried, wo sich ein Besuch der Klosterruine Walkenried lohnt.  

outdooractive.com User
Autor
Patrick Küpper
Aktualisierung: 29.09.2016

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1137 m
253 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Proviant, festes Schuhwerk, Regenschutz

Weitere Infos und Links

Organisierte Wanderungen mit Unterbringung auf dem Harzer Grenzweg können bei Wandern im Harz gebucht werden.

Start

Ilsenburg (253 hm)
Koordinaten:
Geographisch
51.886054 N 10.646815 E
UTM
32U 613337 5749646

Ziel

Walkenried

Wegbeschreibung

1. Etappe: Ilsenburg - Braunlage (26 km)

Wir starten in Ilsenburg vom „Wanderhotel am Ilsestein“ vorbei an den Kieferklippen, Großes Sandtal, Tiefenbach zur Rangerstation. Wer mehr wandern möchte (6 km) steigt über das Tuchfeldstal Kienbach auf den Harzer Grenzweg ein. Hier befand sich der 1. Metallgitterzaun am Schutzstreifen, wenige Meter danach kann man noch den Kolonnenweg erkennen, auf dem sich ein Birken-Mischwald entwickelt hat. Nach etwa 1,5 km geht es an der Papierfabrik vorbei über die nächste Brücke rechts auf westlicher Seite der Ecker (die Bachmitte war die Grenze) weiter. Der Weg begleitet die Ecker vorbei am Naturwald Eckerhang bewachsen mit uralten Buchen bis zur Eckertalsperre. Nach Überquerung der Staumauer (mit original Grenzpfosten und Brockenblick) kommen wir auf den Herrmann-von-Frankenberg-Weg oberhalb des Stausees (25 G / 11 C) zum Scharfenstein. Unterhalb der Klippe am ehemaligen Standort der Kaserne, befindet sich die Rangerstation des Nationalparks Harz mit Raststätte.

Wir wandern weiter auf dem Kolonnenweg (Hirtenstieg) an der Hermannsklippe vorbei und erreichen den Brocken (1142m). Die Besichtigung des Museums im Brockenhaus mit Grenzabteilung und des Brockengartens, ist zu empfehlen. Auf dem Rundweg wandern wir an der Teufelskanzel und dem Hexenaltar vorbei. Weiter unten an der Straße erinnert ein Gedenkstein des Harzklubs "Brocken wieder frei" an die Maueröffnung nach 28 Jahren. Der Wanderweg führt uns weiter auf der Brockenstraße bergab, dann rechts auf den Goetheweg. Hier befand sich zu DDR-Zeiten ein Metallgitterzaun, daneben auf dem Bahndamm ein Kolonnenweg. Auf diesem wandern wir bis zum Dreieckigen Pfahl. Weiter geht es auf dem Harzer Grenzweg vorbei am Großen Winterberg bis unterhalb des Wurmberges. Steil aufwärts erreichen wir über die Wurmbergschanze die Wurmbergseilbahn, wer will kann hier in wenigen Minuten Braunlage erreichen. Wer das nicht will, wandert weiter bergab über Kaffeehorst zur ehemaligen Grenzübergangsstelle zwischen Elend und Braunlage (ab 12.11.89). Wer hier übernachtet, benutzt den Wanderweg parallel der B27.

 

2. Etappe: Braunlage - Hohegeiß (16 km)

Gut gestärkt verlassen wir Braunlage in Richtung Elend auf einem Waldweg entlang der B27 und erreichen nach 2 km die Grenze. Zwischen zwei Gedenksteinen plätschert die Bramke, der ehemalige Grenzfluß. Wir können links der Bramke auf dem Kolonnenweg weiter wandern oder rechts der Bramke auf einem Wanderweg nach 5 km die B27 erreichen. Dieser schöne Wanderweg verbreitert sich in einen Forstweg, der vor der B242 auf einem Behelfsparkplatz endet. Auf der Hälfte liegen die Fuchsfarm mit Restauration, die am Wochenende geöffnet ist und die weiße Brücke. Auf dem Rückeplatz halten wir uns links, zwischen riesigen Absperrfelsbrocken gelangen wir auf einen gut erkennbaren Bahndamm der ehemaligen Südharzeisenbahn Braunlage – Tanne (1967 stillgelegt und danach abgebaut ). Weiter geht es über eine alte Brücke, auf der noch Schienen zu sehen sind. Auf der ersten Bank mit Blick auf den Brocken können wir eine kleine Pause machen. Der Weg endet an den Fundamentresten einer alten Brücke, wo die Strecke der Südharzeisenbahn die Harzquerbahn kreuzte. Wir erreichen die wenig befahrene Straße von Elend nach Sorge (Wietfelder Chaussee), halten uns rechts und überqueren nach 50 m die B242.
Variante: Wer ein wenig abkürzen will, wandert von Braulage über Hasselkopftunnel, Alte Tanner Poststraße, Kartoffeldenkmal und erreicht dann wieder den Grenzweg.
Auf einer eisernen Fußgängerbrücke überqueren wir die Warme Bode. Nach 20 m auf einer kleinen Kreuzung halten wir uns links und erreichen einen Parkplatz und folgen rechts dem grünen G bis zum Freiland Grenzmuseum. Durch das große Tor (umrahmt mit Stacheldraht und Hundelaufgitter) erreichen wir über einen gut begehbaren Kolonnenweg den letzten noch stehenden Wachturm im Harz, weiter geht es bis zum Ring der Erinnerung, hier eine Rast einzulegen und die Stille zu genießen ist ein Muss.

Der nächste Ort heißt Hohegeiß, hier verlief die innerdeutsche Grenze unmittelbar am Ortsrand entlang, am Wegesrand sehen wir eine historische Grenzsteinsammlung. Kurz vor der Straße Hohegeiß – Benneckenstein führt der Weg nach links und dann nach rechts auf dem Kolonnenweg abwärts. Vorbei am Standort des ehemaligen Sanatoriums Dr. Noack (1937 gebaut, 1967 gesprengt).
Ein Besuch des Heimatmuseums Hohegeiß mit dem Grenzstübchen ist sehr empfehlenswert.

 

3. Etappe: Hohegeiß - Walkenried (16 km)

Wir verlassen den ehemaligen Grenzort und freuen uns darüber, dass hier kilometerweit die Betonplatten abgebaut wurden. Am Jägerfleck beim Drei–Länder-Stein (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) wurde im Mai 2006 der Harzer Grenzweg offiziell eröffnet.
Von dort aus wandern wir auf dem heute nicht mehr befahrenen Abschnitt der früheren Straße Benneckenstein – Jägerfleck bis zur B4. Diese überqueren wir auf einem Schotterweg in Richtung Kunzental, nach 100 m müssen wir aufpassen und links auf einen unscheinbaren Grasweg abbiegen, der nun auf ein kurzes Stück Kolonnenweg führt. Auf diesem geht es ein Stück nach rechts, an der Abzweigung der Straße nach Sülzhayn vorbei, bis ein Wanderweg links abzweigt. Hinter dem Ehrenberg geht es nur wenige Schritte auf dem Betonplattenweg weiter, dann biegen wir nach rechts (Richtung Zorge) ab und nach etwa 100 m nach links. Jetzt geht es durch Misch- und Laubwälder immer an der ehemaligen Grenze entlang: Schwangere Jungfer, Wendel - Eiche (Aussichtspunkt mit Schutzhütte). Ab Spitzer Winkel geht es auf dem Kolonnenweg (zum Teil Betonplatten) weiter, wir überqueren die Straßen Zorge – Ellrich und Walkenried - Ellrich und bewältigen danach einen letzten kurzen Anstieg. Nach 300 m kreuzt der Weg den 34 N. Wir halten uns rechts und erreichen nach 30 Minuten über Kupferberg und Schützenhaus den Klosterort Walkenried. Am Kloster endet die Ausschilderung des Harzer Grenzwegs. Ein Besuch der Klosterruine Walkenried lohnt sich.

 

Text: Wandern im Harz

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Ilsenburg

Anfahrt

A395 bis zu ihrem südlichen Ende bei Vienenburg, weiter über die B6 nach Ilsenburg / A14 bis Ausfahrt Plötzkau, weiter in Richtung Aschersleben und ab dort über die B6 nach Ilsenburg / A7 bis Ausfahrt Rhüden/Harz, weiter über B82 und B6 nach Ilsenburg

Parken

In Ilsenburg
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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thorsten böckmann
12.03.2012
Diese Wanderung auf Plattenwegen ist wie den ganzen Tag mit der Frau in der Stadt shoppen gehen. Der Teil ohne Beton ist schön, nimmt aber, je weiter man nach Süden wandert an Attracktiviät ab.
Bewertung
Gemacht am
02.06.2011

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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
58,4 km
Dauer
16:50 Std
Aufstieg
1499 hm
Abstieg
1495 hm
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

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