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Radtouren

BauernLand Weser

Radtouren • Weserbergland
  • Bäckerstraße in Hameln
    / Bäckerstraße in Hameln
    Foto: Michelle Pokoj, Weserbergland Tourismus e.V.
  • Radfahrer auf dem Radweg BauernLand Weser
    / Radfahrer auf dem Radweg BauernLand Weser
    Foto: Michelle Pokoj, Weserbergland Tourismus e.V.
  • Windmühle in Tündern am Wegesrand
    / Windmühle in Tündern am Wegesrand
    Foto: Michelle Pokoj, Weserbergland Tourismus e.V.
Karte / BauernLand Weser
0 150 300 450 m km 5 10 15 20 25 30 35

Die heimelige Kulturlandschaft südlich von Hameln lädt zu einer 35 km langen Radtour ein. Der Weserstrom prägt hier das Land. Seine Aue geht sanft zu den Hügelketten über. War die Weser noch vor Jahrzehnten ein wichtiger Transportweg, so dient sie heute überwiegend Erholungssuchenden und Freizeitsportlern. Auf Ihrem Weg am Fluss entlang werden Ihnen sicher Ausflugsschiffe der weißen Flotte oder Kanus begegnen. Die zahlreichen Seen zeugen vom ehemaligen Kiesabbau in der Weseraue. Schon früh siedelten sich im Tal der Weser Menschen an. Erste Urkunden gibt es bereits aus der Zeit um das 8. Jahrhundert. Ausgrabungen brachten Spuren von Siedlungen aus der Bronzezeit zutage. Fruchtbare Böden sorgten dafür, dass in den Dörfern stattliche Bauernhöfe entstanden. Auf den Feldern wachsen heute überwiegend Weizen, Mais zur Bioenergiegewinnung, Raps und Zuckerrüben. Außerdem werden Kartoffeln, Gerste, Roggen und Hafer angebaut. Frühere Terrassenäcker an den Hängen der Weserberge nutzen die Bauern heute als Wiesen. Landwirtschaft und Handwerk haben sich durch die technische Entwicklung gewandelt. In den Museen am Weg aber bekommen Sie Einblick in die „gute alte Zeit“ der Müller, Stellmacher oder Schmiede. Weser, Wälder, weite Felder, idyllische Dörfer und kulturhistorische Besonderheiten laden zu einer geruhsamen und informativen Runde ein.
mittel
37,9 km
3:30 Std
193 m
193 m
alle Details
Kampffmeyer Wesermühlen: Mühlen waren für die Stadt Hameln von jeher besonders bedeutsam. Bereits im 9. Jahrhundert standen nachweislich sechs Mühlen im heutigen Stadtgebiet. Nach wirtschaftlich schweren Zeiten im 18. Jh. gab es im 19. Jh. einen großen Aufschwung. Er führte zum Bau einer Weizenmühle auf dem Werder sowie der Roggenmühle an der Fischpforte, die heute noch als Industriedenkmal erhalten ist. 1887 wurde ein Schutzhafen gebaut, an dem im 1. Weltkrieg ein Rieselspeicher errichtet wurde. Nach Zerstörung der Weizenmühle wurde gleich nach dem 2. Weltkrieg der Mühlenbetrieb am Hafen neu aufgebaut. Entstanden ist eine der größten Anlagen in Deutschland: Jährlich werden zurzeit rund 180.000 t Weizen, Roggen und Mais vermahlen.

Im Wesertal: Auf der linken Seite erkennen Sie eine Vertiefung im Gelände. Hierbei handelt es sich um einen der vielen Weserarme, die es um Tündern gegeben hat. Der Altarm liegt im Landschaftsschutzgebiet „Wesertal“. Auf der anderen Seite des Flusses breitet sich auf dem Ohrberg ein englischer Landschaftsgarten mit beeindruckenden Bäumen, Azaleen und Rhododendren aus. Der Ohrbergpark wurde im 19. Jh. angelegt von Frenke Familie v. Hake. Ihr 1872 erbautes Herrenhaus ist am Weserbogen zu sehen. Zwischen Park und Dorf arbeitet im modernen Glasbau ein Solarforschungsinstitut.

Tündern: Der Ort liegt im Halbkreis des Weserbogens. Im Jahre 1004 wurde Tündern erstmals als Tundirum erwähnt. Der Westturm der Kirche stammt aus dem 13. Jh. Die Kirche wird auf Wunsch gerne gezeigt. Im Dorfmuseum sind hauswirtschaftliche und handwerkliche Geräte zu sehen, die einen Einblick in das Leben auf dem Dorf im 19. und 20. Jahrhundert geben. Hinter dem Haus liegt ein liebevoll gepflegter Bauerngarten. Zum Gedächtnis an den „Kraftmeyer von Tündern“ steht vor dem Dorfmuseum ein Denkmal. Von Jobst-Hinrich Meyer (1699 – 1790) heißt es, dass er für eine Wette mit einem Viehhändler ein Pferd auf seinem Rücken trug. Tatsächlich nachgewiesen ist, dass er den Bau des ersten Tündernschen Weserdammes angeregt hat. Familie Dutschke öffnet ihr Schlachtereimuseum für Gruppen. Hier finden Sie sowohl gewöhnliche als auch ganz besondere Arbeitsgeräte des Schlachters. Ende des 19. Jahrhunderts ist die Holländer-Windmühle errichtet worden. Bis heute gehört sie der Erbauerfamilie. Zwar ist sie nicht mehr in Betrieb, aber nach Blitzeinschlag und Sturmschäden immer wieder repariert worden. Der Eigentümer Karl Lampe führt auf Anfrage durch seine Mühle.

Bückeberg: In den Jahren 1933 – 1937 fanden an dem rechts vom Weg gelegenen Bückeberg als Teil der nationalsozialistischen Propagandastrategie die sogenannten Reichserntedankfeste mit zwischen 500.000 und 1,5 Mio. Besuchern statt.

Börry: Giebelständige Fachwerkhäuser und große Bauernhöfe prägen die Durchgangsstraße. Börry hat zwei evangelische Kirchen:  Eine wird als Pfarrkirche genutzt, die zweite steht auf dem Freigelände des Museums für Landarbeit und Landtechnik. In den Scheunen des Museums eröffnet eine Sammlung bäuerlicher Arbeitsgeräte und Maschinen Einblicke in den Wandel der Arbeit auf dem Lande. Besonders sehenswert ist die umfangreiche Sammlung historischer Traktoren und Landmaschinen auf dem weitläufigen Freigelände. Neben der Ausstellung finden im Museum zahlreiche Sonderveranstaltungen statt.

Frenke: Liebevoll gepflegte Fachwerkhäuser finden sie in Frenke. Der Heimathistoriker Wilhelm Hölscher hat in seiner Scheune eine umfangreiche und vielfältige Sammlung zusammengetragen. In seinem Heimatmuseum sehen Sie Ausgrabungsfunde, Gebrauchsgegenstände, Schulbücher, Oblaten u.v.m. Die Kapelle des Ortes wurde im 13. Jh. erbaut und im 15. Jh. erweitert. Am Ortsausgang Richtung Hajen blicken Sie auf der rechten Seite in einen Bauerngarten, angelegt nach historischem Vorbild.

Hajen: Das Straßendorf liegt auf einer früheren Halbinsel im Niederungsgebiet der Weser. Sehr sehenswert sind das reich verzierte Gutshaus und der Renaissancebrunnen der Familie von Korf. Ihr Privatgrundstück liegt rechts unmittelbar vor der Fährstraße. An der Einmündung der Fährstraße in die Thingstraße liegt der Thingplatz, auf dem früher Gericht gehalten wurde. Heute steht auf ihm das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Hier lohnt sich ein Abstecher zur geöffneten Kirche. „Auf der Have“ an der Fährstelle ist die Skulptur „Der Rufer“ des Hajener Künstlers Jan Ehlers zu besichtigen. Er hat auch das Denkmal für die „Hüossen“ geschaffen, das stromabwärts am Rastplatz steht. Sie finden hier die Erklärung, wie Hajen zu dem Beinamen „Katernhajen“ kam. Der Radweg verläuft nun auf dem alten Treidelpfad. Leinenzieher zogen hier einst die Schiffe den Fluss hinauf.

Grohnde: Auf den Resten einer ehemaligen Wasserburg entstand das Amtshaus Grohnde (1557 erbaut und 1649 erweitert). Ämter waren vom Landesherrn verpfändet. Sie bildeten eine erste Verwaltungseinheit und hatten die Gerichtsbarkeit für die umliegenden Dörfer. Als der Landkreis Hameln entstand, wurde das Amt aufgehoben. Schloss und Ländereien gehören dem Land Niedersachsen. Die Pächterin der Domäne bewirtschaftet die Ackerflächen. Die Viehhaltung wurde schon lange aufgegeben, weil sie nicht mehr rentabel war. Im 15. Jh. gab es hier eine Brücke, die wohl im Dreißigjährigen Krieg zerstört und durch eine Fähre ersetzt wurde. Viele Touristen nutzen die Gierseilfähre. Schon Goethe reiste auf diesem Weg von Göttingen nach Bad Pyrmont. Die Fähre wird ohne Motorkraft betrieben und vom Ufer in die Strömung der Weser gestellt. Über Umlenkrollen am Hochseil sorgt die Kraft des Wassers für den Vorschub.

Hagenohsen: Bereits im Jahre 1259 wurde die Burg Ohsen in Urkunden erwähnt. Aus dem Mittelalter erhalten sind die beiden Türme. Der kleinere, „das schwarze Laster“, diente als Gefängnis. Weitere Gebäudeteile stammen aus dem 18. Jahrhundert. Östlich der Burg ist der frühere zweite Weserarm noch gut als Vertiefung zu sehen.

Halstenbeck (Abstecher): Hastenbeck ging in die Militärgeschichte ein, denn im Siebenjährigen Krieg gab es dort eine denkwürdige Schlacht: Beide Parteien, die Engländer und Hannoveraner auf der einen Seite und die Franzosen auf der anderen, glaubten die Schlacht verloren und zogen sich zurück. Der Dichter Wilhelm Raabe verwendete 1899 dieses Ereignis als Grundlage für seine Novelle „Hastenbeck“. Von der Hagenohsener Straße aus haben Sie einen guten Blick auf das 1869 erbaute Schloss Hastenbeck. Hier wurde im Jahr 1965 der Edgar-Wallace-Klassiker "Der unheimliche Mönch" gedreht. Die sehr sehenswerte Kirche und der Schlosspark mit den Resten der ehemaligen Festung sind nur bei Führungen zu besichtigen (Tel.: 05157/239).

Autorentipp

In Hameln haben Sie außerdem die Möglichkeit an einer Stadtmeister-Tour mit dem Segway teilzunehmen oder aber die Geschichte der Stadt bei einem individuellen Stadtrundgang auf den Spuren des Historischen Weserberglandes zu erleben!
outdooractive.com User
Autor
Weserbergland Tourismus e.V.
Aktualisierung: 04.04.2016

Schwierigkeit mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
189 m
62 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Rundtour Rundtour
Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
mit Bahn und Bus erreichbar
aussichtsreich
kulturell / historisch
E-Bikes
E-Bike

Sicherheitshinweise

Keine besonderen Sicherheitshinweise, da die Strecke überwiegend auf ebenem Gelände verläuft.

Ausrüstung

Aufgrund der Steigungen empfiehlt sich ggf. die Nutzung eines E-Bikes.

Start

Hameln, Schiffsanalger (66 m)
Koordinaten:
Geogr. 52.104507 N 9.361921 E
UTM 32U 524788 5772723

Ziel

Hameln, Schiffsanleger

Wegbeschreibung

Startpunkt ist der Schiffsanleger in Hameln. Auf dem Weser-Radweg stromaufwärts führt die Tour entlang des Motorboothafens in Richtung Tündern. Dort erwartet Sie eine alte Holländer-Windmühle. Weiter geht es über Voremberg und Völkerhausen nach Börry. Der leichte Anstieg auf dieser Strecke wird mit einer großartigen Aussicht belohnt. In Börry radeln Sie in Richtung Hajen, wo der Weser-Radweg wieder nach Hameln führt. Auf dem Rückweg lohnt sich eine Rast in der Gaststätte "Grohnder Fährhaus", direkt am Weserufer gelegen. Die verkehrsarme Strecke verläuft überwiegend auf naturnahen, asphaltierten Wegen.

Die Rundfahrt beginnt in der Rattenfängerstadt Hameln beim Schiffsanleger. Sie führt auf dem Weserradweg stromaufwärts in Richtung Bodenwerder. Sie überqueren den Hafen und kurz danach die Löwenbrücke über die Fluthamel. Sie folgen weiter dem Weserradweg. Am Motorboothafen des Hamelner Yachtclubs biegt der Weg rechtwinklig ab und sie gelangen nach Tündern. Auf dem alten Weserdamm geht es weiter Richtung Süden. Sie unterqueren die seit 1868 bestehende Bahnstrecke Hannover – Hameln – Altenbeken und biegen links Richtung Voremberg ab. Über Völkerhausen geht es Richtung Börry. Für den Anstieg werden Sie mit schattigem Wald und einer großartigen Aussicht belohnt. Folgen Sie nun der Frenker Straße zum gleichnamigen Ort. An der Kreuzung können Sie einen kleinen Abstecher nach links zum Privatmuseum Hölscher machen. Von Frenke fahren Sie weiter nach Hajen. Sie folgen dem Weserradweg in Richtung Hameln. Auf der gegenüberliegenden Weserseite erblicken Sie Grohnde. An der Grohnder Fähre können Sie sich entscheiden, weiter auf dem Weserradweg nach Hagenohsen zu fahren oder einen Abstecher nach Grohnde zu machen, um das Informationszentrum des Kernkraftwerkes Grohnde zu besuchen. Über die Weserbrücke in Kirchohsen erreichen Sie ebenfalls Hagenohsen. Auf dem Weserradweg gelangen Sie über Tündern wieder zum Ausgangspunkt nach Hameln zurück. Als Erweiterung bzw. als Abkürzung der Route lohnt sich ein Abstecher nach Hastenbeck.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Diese Tour ist gut mit Bahn und Bus erreichbar.

Bahnhof Hameln: regelmäßige Anbindung S5 (Hannover Flughafen - Paderborn), RB 77 der Nordwesbahn (Hildesheim - Bünde)

Bushaltestelle City Pfortmühle: regelmäßige Anbindung an den stadtverkehr Hameln sowie überregeionale Buslinien (Hope, Hemeringen, Hessisch Oldendorf, Bad Pyrmont, Grießem, Groß Berkel, Klein Berkel)

Anfahrt:

Der europäische Verkehrsknotenpunkt Hannover liegt per Bundesstraße und Schiene ca. 50 km von Hameln entfernt. Hannover, die Landeshauptstadt Niedersachsens, verfügt über eine ausgezeichnete verkehrsgeographische Lage und Infrastruktur mit den Autobahnen A 2 in West-Ost-Richtung (Ruhrgebiet-Hannover-Berlin) und A 7 in Nord-Süd-Richtung (Hamburg-Hannover-Kassel), dem internationalen Flughafen Hannover Airport in Langenhagen, dem Hauptbahnhof mit ICE-Halt und dem Mittellandkanal als überregionale Wasserstraße.

Die Stadt Hameln ist Schnittpunkt der Bundesstraßen B 1, B 83 und B 217. Das vom Hamelner Zentrum sternförmig ausgehende Netz von Bundesstraßen wird durch Landes- und Kreisstraßen weiter verdichtet. Die Entfernung zur nächsten Autobahnauffahrt beträgt ca. 20 km zur A 2 (Ruhrgebiet-Hannover-Berlin), ca. 45 km zur A 7 (Hamburg-Hannover-Kassel).

Hameln ist über zwei sich im Innenstadtbereich kreuzende Strecken in das Schienenverkehrsnetz eingebunden:
  • Hannover-Hameln-Altenbeken-Paderborn
  • (Bielefeld-Herford)-Löhne-Hameln-Elze-Hildesheim.

Hameln hat eine S-Bahn-Anbindung an die Landeshauptstadt Hannover. Im 30-Minuten-Takt, sonntags stündlich, verkehrt die S-Bahn-Linie 5 zwischen Hameln und Hannover-Hauptbahnhof (Fahrtzeit 43 Minuten).
Die S-Bahn verbindet auch den Flughafen Hannover-Langenhagen über Hannover Hauptbahnhof direkt mit Hameln (Fahrtzeit 59 Minuten). Der Hannover Airport ist ca. 65 km von Hameln entfernt. In ca. 80 km Entfernung liegt der Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Parken:

Kostenpflichtige Parkplätze stehen im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung. Kostenfreie Parkplätze stehen an der Pyrmonter Straße auf dem Parkplatz "Unter der Hochstraße" zur Verfügung.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Flyer "BauernLand Weser" inkl. Kartenmaterial (kostenfrei)

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Schwierigkeit mittel
Strecke 37,9 km
Dauer 3:30 Std
Aufstieg 193 m
Abstieg 193 m

Eigenschaften

mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Statistik

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 km
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